Abschlussbericht

Sonntag
18
November

Ende der Online-Diskussion – auf Wiedersehen bei der Ideenwerkstatt am 30.11.!

Die Diskussion ist jetzt beendet. Danke für Ihre Beiträge, die Kreativität und den konstruktiven Ton! Wir freuen uns auf Sie in der Ideenwerkstatt am 30.11. im Konferenzzentrum Maininsel. Einlass ist ab 15:45 Uhr. An diesem Nachmittag haben Sie die Gelegenheit, ihre Ideen persönlich vorzustellen und mit anderen zu diskutieren.
Mittwoch
14
November

Zwischenbilanz: Freizeit

Mit bisher 44 Ideen rangiert die Freizeitnutzung zahlenmäßig an erster Stelle im Ideenpool. Die Beiträge sind bunt und decken sämtliche Maßstäbe ab, die im Rahmen der Konversion denkbar sind. Gerade das große Gelände und weitgehend unbebaute Gelände des Brönnhof spornt hier die Fantasie an: Ein Themenpark "Bayern" im Disneyland-Stil und eine "Holiday World" mit nachgebauten Sehenswürdigkeiten stehen hier neben einem ökologischen Natur- und Erholungspark mit Weidewirtschaft, Wanderwegen und Mountain Bike Trails sowie einem Golfplatz.

Für die Conn Barracks wird eine große Multifunktions Sport- und Event-Halle gesehen, die von der guten überregionalen Erreichbarkeit der Liegenschaft profitieren könnte. Der Sport liegt den Schweinfurtern am Herzen: Viele wünschen sich zumindest einen Erhalt der bestehenden Sportanlagen, andere möchten sie z.B. um ein Motorsportgelände, einen Amateur-Flugplatz oder ein Airsoft-Feld erweitert sehen. Für den Nachwuchs erfreut sich ein Indoor-Spielplatz in einem oder mehreren der innerstädtischen Kasernengebäude großer Beliebtheit. Die Erwachsenen möchten gern mehr Raum für Hobby- und Vereinsaktivitäten geboten bekommen. Hieran schließt sich die Frage an, welche Teile der Konversion von ehrenamtlichem Engagement getragen werden können – z.B. die Bewirtschaftung von Wanderwegen und Trails, aber auch von Gebäuden und Gebäudekomplexen.

Zwei Konzepte integrieren Freizeit, Kultur und Bildung: Eines visioniert einen komplett neuen Stadtteil in den Ledward Barracks, der neben einer Wohnfunktion auch kulturelle Formate wie Konzerte und ein gut organisiertes Nachtleben bietet – ein Stadtviertel für Junge und Junggebliebene, in dem es auch mal lauter sein darf. Damit soll auch die Attraktivität von Schweinfurt als Studienstandort gesteigert werden. Das zweite Konzept skizziert ein innovatives Industriebildungszentrum, das vom spielerischen Lernen im Kindesalter über Ausbildung und Studium bis hin zu Lebenslangen Lernen niedrigschwellige pädagogische Angebote macht, die nicht nur lehrreich sind, sondern auch Spaß machen.

Montag
12
November

»… ich denke, das ist eine ganz normale Entwicklung.«

Zivilarena hat gefragt: Haben Sie davon gehört, dass die US-Army 2014 aus Schweinfurt abziehen wird? Was denken Sie darüber? Haben Sie Ideen oder Wünsche, was mit den Kasernenflächen geschehen soll? Schweinfurter Bürger aus Stadt und Landkreis haben geantwortet. Mehr günstiger Wohnraum ist hoch im Kurs, ein FH-Campus, und auch ein Kinder-(Winter)-Paradies wird wieder einmal genannt. Für die Conn Barracks wird am ehesten ein Gewerbegebiet gesehen.

Samstag
10
November

Zwischenbilanz: Wirtschaft

Vorhandenes nutzen, kleinteilig investieren, Innovationsräume für regionale Betriebe schaffen – so kann man die Ideen und Beiträge zum Thema Wirtschaft derzeit auf einen gemeinsamen Nenner bringen. Den Einstieg in diese Debatte machten die Conn Barracks und sie bleiben bis heute in deren Zentrum. Hier scheinen die Bedingungen für gewerbliche Nutzungen ideal zu sein: eine gute Verkehrsanbindung, vorhandene Gebäude und Infrastruktur.

Die Weiternutzung des vorhandenen Flughafens wurde intensiv diskutiert – kritische Stimmen mahnten aber fehlende technische Voraussetzungen ebenso wie die Lärmbelastung an. Auch die Ansiedelung eines Autobahnrastparks fand kaum Freunde. Eine Verbesserung der Verkehrsanbindung wird grundsätzlich begrüßt – jedoch eher im Hinblick auf den vorhandenen Bahnanschluss, der für Güter- und Personenverkehr ausgebaut werden solle sowie die Fahrradwege, die die ohnehin schon günstig gelegenen Conn Barracks noch besser an Stadt und Landkreis anschließen könnten.

Diese Maßnahmen würden auch dem gemanagten Gewerbepark zu gute kommen, wie er ab Idee 58 mehrteilig ausgeführt und viel diskutiert wurde. Hier ist eine kleinteilige Struktur aus lokalen Handwerksbetrieben, Dienstleistern, evtl. Schulungszentren u.ä. im Gespräch, flankiert von Gastronomie und evtl. einem Dienstleistungszentrum für die ansässigen Betriebe. Nachhaltige Energieunternehmen (Solar, Biogas) könnten sich zusätzlich ansiedeln und das Gelände sowie die umgebenden Gemeinden direkt mit Strom versorgen. Wesentlich ist hier der Unterschied zu einem konventionellen Gewerbegebiet: statt verkauft solle verpachtet werden, statt auf Eigendynamik wird auf ein sorgsam entwickeltes Profil gesetzt.

Aber nicht nur die Conn Barracks wurden mit Ideen bedacht. Auch der Brönnhof bietet Raum für gewerbliche Nutzungen, bspw. Solaranlagen und Windenergie entlang der Heeressstraße, Bunkeranlagen, die für ein Rechenzentrum genutzt werden könnten oder für sicherheitssensible Unternehmen und ein Gewerbepark am Camp Robertson. Für die Ledward Barracks wird ein Kultur-Wirtschafts-Park vorgeschlagen, in dem Musiker und Künstler neben Produktionsbetrieben arbeiten und eine integrierte industrielle Produktions- und Bildungsstätte als „Haus der Innovation“.

Freitag
09
November

Nachhaltigkeit in der Umnutzung: Das Beispiel Leuphana

Der schonende Umgang mit Ressourcen wurde in Lüneburg von Anfang an mitgedacht: Bereits in den ersten Schritten der Umnutzung der Kasernengebäude wurde großer Wert auf den nachhaltigen Umgang mit der vorhandenen Bausubstanz gelegt. So konnte zum Beispiel durch ein kreatives Nutzungskonzept eine maximale Ausnutzung der vorhandenen Raumstrukturen erreicht werden.
Der Anspruch der Nachhaltigkeit setzt sich über den heutigen Tag hinaus fort. Das ökologische Ziel der Universität ist die Klimaneutralität. Im Vordergrund steht dabei die Senkung der jährlichen CO2-Emissionen durch effiziente Energie- und Verkehrskonzepte. Die Projekte der Umweltwissenschaften zielen darauf ab, durch innovative Forschung einen Beitrag zur Energiewende zu leisten. Nicht vermeidbare Schadstoffausstöße der Gebäude werden durch universitätseigene Klimaschutzprojekte in Indien kompensiert. Zusätzlich wird im Universitätsalltag ein verantwortungsbewusstes Nutzerverhalten gefördert. Neben Maßnahmen wie Stoßlüften und "Stecker ziehen" wird an vielen Stellen die Nutzung des Fahrrads unterstützt. Mehr zum Themenkomplex können sie nachlesen in der Dissertation von Klaus Fleppe zum Thema "Nachhaltigkeit bei der Konversion militärischer Liegenschaften zu Hochschuleinrichtungen" oder auf leuphana.de.

Mittwoch
07
November

Universität Leuphana: Umnutzung einer Kaserne in Lüneburg

In der ehemaligen Scharnhorst-Kaserne fand in Lüneburg die heutige Universität Leuphana eine neue Heimat. Gegenwärtig studieren hier mehr als 7.000 Studenten, die teilweise auch auf dem Campus wohnen. Die städtebaulichen und architektonischen Strukturen der Kasernen boten gute Voraussetzungen für eine Konversion. Die akute Raummnot für Hochschul- und Wohnnutzungen im Stadtkern wurde mit einem mutigen Schritt nachhaltig entschärft. Wir haben bei den Studierenden nachgefragt, wie Sie die Umnutzung bewerten.

Montag
05
November

Zwischenbilanz: Wohnen

Das Thema Wohnen nimmt großen Raum in der Diskussion und bei den Ideen zur Nachnutzung ein. Wie in vielen anderen deutschen Städten ist der innerstädtische Wohnungsmarkt in Schweinfurt angespannt und das Freiwerden der in Schweinfurt gelegenen militärischen Flächen wird als Chance gedeutet, dieses Blatt effektiv zu wenden. Deutlich rückt dabei der soziale Gedanke in den Mittelpunkt, denn unter der Entwicklung der Mietpreise leiden vor allem sozial Schwache: Alleinerziehende, junge kinderreiche Familien und Erwerbslose. Um soziales Wohnen zu ermöglichen, müsse sich die Stadt Schweinfurt für die entsprechenden Flächen die Planungshoheit sichern, so die Forderung. Als Standort für ein Projekt mit sozialem Wohnen in 2-3-4 Zimmer Wohnungen wird vor allem Askren Manors gesehen.

Diverse Beiträge sprechen sich für gemeinschaftliches und generationenübergreifendes Wohnen aus. Auch Räume für Subsistenzwirtschaft auf den Freiflächen wurden in diesem Zusammenhang gewünscht: eine Idee entwirft Brönnhof als Standort für ein komplett neu errichtetes Ökodorf nach dem Anastasia-Prinzip. Der Vorschlag eines Wohngebietes für psychisch Kranke mit gemeinsamer Freizeithalle und Sportzentrum wurde bislang nicht weiter aufgegriffen. Kontrovers wurde der Vorschlag eines vom restlichen Stadtraum separierten Seniorenviertels nach dem Vorbild von Sun City diskutiert.

Zahlreiche Beitragende sehen privat finanzierten Wohnraum als eine realistische und wirtschaftliche Option, vor allem in Hinblick auf junge Familien, die in der Industrie im Raum Schweinfurt/Würzburg arbeiten und ihren Traum vom Eigentum verwirklichen wollen. Yorktown z.B. liesse sich leicht rückbauen (weil in Holzbauweise errichtet), während die bestehenden Erschliessungs- und Infrastruktursysteme weiter nutzbar seien. Askren Manors könne auf der vorhandenen baulichen Basis leicht um Bauland erweitert werden. Eine Idee sieht eine Immobilien-Holding aus Schweinfurter Unternehmen vor, die Wohnraum für deren Mitarbeiter und Gäste schaffen könne.

Für Yorktown wird eine Campus-Studentenstadt mit Sport- und Mehrzweckeinrichtungen vorgeschlagen. Und auch die Conn Barracks kommen zu Wohn-Ehren: Ein Mischgebiet aus Wohnen und Gewerbe soll hier für eine ganztägige Belebung sorgen.

Einige Fragen bleiben dennoch offen: wie sieht die Energiebilanz des Baubestands in Askren und Yorktown aus? Wie groß ist das Ausmaß der Altlasten auf den verschiedenen Flächen, und schließlich die Gretchenfrage: wer nimmt die Finanzierung und Steuerung in die Hand, sofern das nicht private Investoren oder die Kommunalverwaltung tun? Es gibt übrigens mittlerweile diverse gute Beispiele, wie Bürger hier Hand in Hand mit ihrer Stadt erfolgreich aktiv werden können, zum Beispiel, indem sie sich im genossenschaftlichen Rahmen oder als Baugruppe organisieren: Schauen Sie sich dazu unbedingt unser Karlsruher Beispiel an! Welche Personen, Gruppen oder Institutionen kommend dafür im Schweinfurter Raum in Frage?

Sonntag
04
November

Mika, Ami-Siedlung und Smiley West: Konversion in der Karlsruher Nordstadt

Auf verlassenen Militärgeländen entstanden die Mieterinitiative Mika, das generalsanierte Paul-Revere-Village und das Modellprojekt Smiley West. Heute ist die Karlsruher Nordstadt eines der gefragtesten Wohnviertel der Stadt. Ein Besuch vor Ort.

Sonntag
04
November

Zwischenbilanz: Bildung

Schweinfurt soll sich als Bildungsstandort profilieren - bislang neun Ideen haben diesen Gedanken entwickelt. Mehrheitlich werden dabei die Ledward Barracks als idealer Standort gesehen. Die Ideen umfassen sowohl die Umsiedelung oder räumliche Erweiterung vorhandener Schulen, die einen teils dringenden Platzbedarf haben – Fachoberschule, Berufsoberschule, Wilhelm-Sattler Realschule und Fachhochschule – und gehen bis zur Gründung einer (erst einmal unbestimmt gebliebenen) neuen Universität. In Bezug auf mögliche Inhalte des Bildungsschwerpunkts wird es da schon konkreter, wenn für die FH das Angebot neuer Studiengänge oder die Einrichtung einer technischen Fakultät als Ableger der Uni Würzburg empfohlen wird. Ganz konkret ist der Vorschlag, in Ledward eine Ausbildungsstätte zu schaffen, die Jugendliche mit besonderem Unterstützungsbedarf aus ganz Bayern anziehen könnte.

Am inhaltlichen Profil ist noch einiges offen: wohin soll sich der Bildungsstandort entwickeln? Stehen die technischen Berufe im Vordergrund und damit die Stärkung und Ergänzung des Industriestandorts - wenn ja, welche Bedarfe an die höhere Bildung werden in der Industrie formuliert und wo könnten sich deren Betriebe auch praktisch einbringen?

Oder bietet sich jetzt die Gelegenheit, durch neue inhaltliche Schwerpunkte das bisherige Bildungsprofil zu erweitern? Zukunftsweisende Fächer können eine überregionale Strahlkraft entfalten und Studenten aus ganz Deutschland anlocken (wie bspw. bei der Gründung der Universität Lüneburg mit den damals trendsetzenden Fächern Kultur- und Umweltwissenschaften geschehen).

Die Idee für einen Sportstützpunkt bzw. eine Sportschule in den vorhandenen Trainingsanlagen und Unterkünften schlägt hier schon einen bestimmten Weg vor. Deren geplante Ausdehnung ins Umland und die Offenheit für die Nutzung auch durch andere Bildungseinrichtungen und Bewohner könnten sie in jedem Fall zu einer guten Ergänzung des Bildungsstandorts machen und den auf den Flächen zahlreich vorhandenen Sportanlagen zu garantierter Nutzung verhelfen.

Untrennbar mit der höheren Bildung verbunden ist das Leben der Studenten in der Stadt. Für sie sind neue Wohnanlagen angedacht entweder in den Askren Manors oder in Yorktown Village. Hier wurde sogar die Idee eines Studenten-Campus entwickelt, auf dem sich Wohnen, Sport, Freizeit und Einkaufen zu einem attraktiven Anziehungspunkt verbinden sollen.

Donnerstag
01
November

Fünfter und sechster Diskussionstag im Rückblick

Die Veranstaltungshalle mausert sich zu einem Favoriten der Diskussionsteilnehmer. Immer wieder wird der Bedarf nach einer modernen, großzügigen Konzertlocation geäußert, in der auch mal ein kulturelles Großereignis seinen Platz finden kann. Die Kasernen mit ihrer guten Verkehrsanbindung und Raum für Parkplätzen scheinen dafür gut geeignet. Auch der Indoorspielplatz für Kinder und evtl. Erwachsene bleibt laufend im Gespräch - konkrete Räumlichkeiten wurden dafür noch nicht vorgeschlagen, aber vielleicht könnte ja die vorhandene Stadthalle dafür umgenutzt werden, wenn denn die große Veranstaltungshalle kommt…

Die Conn-Barracks standen im Zentrum der Diskussion mit einer detailliert ausgeführten Idee für einen Gewerbepark, in dem vor Allem örtliche Handwerksbetriebe, Dienstleister, Zulieferer, auch Schulen oder Schulungszentren gut gemanagte Räume finden. Ziel dabei ist nicht der Verkauf des Geländes, das sich dann selbst überlassen bleibt, sondern eine gesteuerte Entwicklung und Verpachtung der Gebäude. Dies setzt das Areal dann auch qualitativ von den üblichen Gewerbeparks ab. Ideal scheinen dafür die Conn Barracks auch durch ihre hervorragende Verkehrsanbindung, die insbesondere für Fahrrad und Schiene noch ausgebaut werden sollte (eigene Bahnstation?). Wie wir aus den kenntnisreichen technischen Schilderungen der Anlage wissen, sind auch die infrastrukturellen Bedingungen (Wasserversorgung) optimal und könnten bei guter Pflege weiter genutzt werden.

In der Diskussion des Gewerbeparks entstanden auch Ideen, wie ein solches Areal durch regenerative Energiegewinnung auf nachhaltige Füße gestellt werden kann - Solarkraftwerk und Biogasanlage waren im Gespräch. Die Frage nach dem ökologischen Fußabdruck der geplanten Nutzungen wird gewiss die Diskussion weiter begleiten, ebenso das Nachdenken über deren ökonomische und soziale Nachhaltigkeit. Der kleinteilig und lokal gedachte Gewerbepark ist in dieser Hinsicht ein interessanter Vorschlag.

Mittwoch
31
Oktober

Mit Zwischennutzung Zeit gewinnen

Dass die Entwicklung innerstädtischer Brachflächen sich auf einen sehr langen Zeitraum erstrecken kann, zeigt der Konversionsprozess der Stadt Augsburg. Die drittgrößte Stadt Bayerns wurde durch den Abzug der US-Truppen im Jahre 1994 und 1998 vor große städtebauliche Herausforderungen gestellt. Der Wegzug der rund 30.000 Amerikaner hinterließ zahlreiche Brachflächen und ungenutzte Gebäude, die es galt und weiterhin gilt zu sanieren, neu zu nutzen und in das städtebauliche Gesamtgefüge zu integrieren. Betroffen sind insgesamt ca. 200 ha.

Da es aufgrund der Anzahl und Größe der Flächen und Gebäude nicht möglich war alle anstehenden städtebaulichen Maßnahmen gleichzeitig zu bewältigen, wurden unterschiedliche Zwischennutzungen zugelassen, mit deren Hilfe es möglich war, die Flächen wirtschaftlich und kulturell zu nutzen.

Dabei ist das Areal der „Reese-Kaserne“ besonders hervorzuheben. Der lange Planungszeitraum aufgrund der Teilnahme an einem europaweiten Wettbewerb wurde mit diversen Zwischennutzungen einzelner Teilflächen und Gebäuden überbrückt. Die anfangs auf zwei Jahre, später bis auf 10 Jahre befristeten Zwischennutzungen machten den Standort zu einer kulturellen Anlaufstelle. Die Gebäude und Flächen schafften Raum für die Vorstellungen und Bedürfnisse der Bevölkerung. Künstler, Bands, private und städtische Initiativen, Bildungs- und Kulturprojekte sowie kleinere Start-ups bilden eine vielfältige Mieterschaft.

Initiiert wurde das kulturelle Engagement durch die Gründer der Initiative „Kulturpark West“, die bereits 2002 mit Umfragen und Unterschriftenaktionen auf sich aufmerksam machten. Im Jahr 2008 folgte die Eröffnung des „Kulturpark West“. Auf einer Nutzfläche von über 6.000 qm etablierten sich seither unterschiedliche Zwischennutzungen. Hinzu kam 2009 die Trägerschaft für weitere 2.000 qm einer ehemaligen Ballonfabrik. Insgesamt ist das Projekt bis zum Jahr 2017 vertraglich abgesichert. Was nach Ablauf der Frist geschehen wird, ist noch offen.

Weitere Überblicks-Informationen auf der Homepage von Werkstadt Stadt; ein Einstieg in den lokalen Diskussionsprozess rund um die Konversion beim Forum Reese Kaserne und hier mehr zum Kulturpark West.

Foto: Reese-Kaserne, Quelle: Stadtplanungsamt Augsburg

Dienstag
30
Oktober

Dritter und vierter Tag: Bildung und Verkehr in der Diskussion

Am dritten und vierten Tag der Ideenfindung haben sich zahlreiche Beitragende mit dem Thema Bildung beschäftigt und Ideen für eine räumliche Erweiterung der bestehenden Bildungsinstitutionen sowie für die Neuansiedelung von Studiengängen ausgesprochen. Dabei wurde deutlich, dass insbesondere Fachhochschule und Fachoberschule seit Jahren unter Platzmangel leiden, dem mit den neuen Flächen abgeholfen werden könnte. Bei der Neugründung von Studiengängen oder gar einer Universität wurde die Idee eines Sportstützpunktes aufgebracht - dieser könne auf ideale Weise höhere Bildung, Attraktivität für junge Leute und Freizeitwert verbinden. Offen bleibt bislang, welches inhaltliche Profil neue Studiengänge außerdem besitzen könnten - auch vor dem Hintergrund des Fachkräftebedarfs der lokal ansässigen Industrie.

Neben der Bildung widmeten sich einige Ideen dem Thema Verkehr. Kritisch diskutiert wurden die Wiederbelebung und der Ausbau des Flugfeldes auf den Conn Barracks. Größere Zustimmung erzielten praktische Vorschläge zur Öffnung der bislang gesperrten Heeresstraße zur Entlastung des innerstädtischen und des Ausflugsverkehrs. Auch eine Idee wie die Einrichtung einer Do-it-yourself-Werkstatt für begeisterte Autoschrauber zielt letztlich darauf, die Verkehrssituation für die Bürger zu verbessern.

Mit über 51 Ideen und vielen Kommentaren setzte sich außerdem der engagierte Einstieg des Wochenendes fort und zeigt den beeindruckenden Ideenreichtum in der Schweinfurter Region.

Sonntag
28
Oktober

Lebendiger Diskussionsstart am ersten Wochenende

Die ersten beiden Tage der Online-Diskussion waren ein fulminanter Start in die Ideenfindung für Schweinfurt nach der Army. Bereits 25 Ideen wurden online gestellt und engagiert diskutiert. Dabei ist das Thema Wohnen derzeit besonders hoch im Kurs - neun Ideen beziehen sich darauf im engeren Sinne. Die innerstädtisch gelegenen Wohnquartiere Askren Manors und Yorktown Village/ Kessler Field spielen dabei natürlich eine große Rolle und werden ob ihrer recht unterschiedlichen Anlage auch mit verschiedenen Funktionen bedacht - Askren Manors beispielsweise als modellhaftes Wohnprojekt mit günstigem Wohnraum, Mehrgenerationenhaus und sozialen Einrichtungen. Yorktown beispielsweise als Wohnanlage für Studenten mit Campus-Charakter. Die Studenten liegen auf jeden Fall vielen Diskutanten am Herzen und werden mit Ideen für Wohnheime oder sogar eine neue Universität bedacht.

Das Thema Freizeit ist neben dem Wohnen ein wichtiges Anliegen. Einerseits reizt es viele, die zahlreich vorhandenen Sportanlagen umzunutzen, andererseits werden ganz neue und in der Region als fehlend bemängelte Angebote erdacht - speziell für Kinder und auch die ganze Familie.

Mehrere Diskutanten zeigten sich als Eingeweihte, die die Anlagen sogar von innen kennen. Aber auch wer dies nicht tut - und das sind die Meisten, denn noch nutzen die USA die Anlagen für ihre Armee und Zivilisten haben keinen Zugang - hat kundig und ideenreich zur Diskussion beigetragen. Mit diesem Auftakt ist eine hervorragende Grundlage geschaffen für die kommenden Wochen der Online-Diskussion!

TIP: Sie können in der Diskussion die Beiträge filtern - beispielsweise nach Themen, oder nach Ideen. In der orangenen Kopfzeile finden Sie die entsprechenden Buttons.

Samstag
27
Oktober

Oliver Nöthen bei Schweinfurtundso

Zivilarena-Geschäftsführer Oliver Nöthen erklärt im Internet-Radio Schweinfurtundso die Ideenfindung auf Zivilarena. Hier können Sie das Gespräch mit Florian Kohl und Alexander von Halem als Podcast anhören: "Lieber 50 Experten als 5000 Trolle"

Mittwoch
17
Oktober

Willkommen bei »Schweinfurt nach der Army«!

Wanda Wieczorek, Zivilarena-Moderatorin für »Schweinfurt nach der Army«.