Freitag
09
Mai

Diskussionsüberblick an Tag 17

Die Debatte hat zum Ende der zweiten Diskussionswoche hin kräftig angezogen. Zahlreiche neue Ideen und Diskussionsbeiträge widmen sich den Bereichen Freizeit & Tourismus, Gewerbe & Logistik, städtebaulichen Aspekten und nicht zuletzt der gesellschaftlichen Verantwortung, die durch die Chance der Konversion erwächst.

Weiterlesen...

Ein Diskussionsstrang ging auf die vorgeschlagene Nutzung des Geländes als neues Wohngebiet für viele Tausend NeubürgerInnen ein. Eine neue „Gartenstadt“ auf dem Gelände der Graf-Stauffenberg-Kaserne könnte diesen Personen von Beginn an eine dauerhafte Perspektive des Bleibens bieten. Dies solle aber nicht nur für hoch qualifizierte Personen gelten, sondern auch der Verantwortung für Flüchtlinge und MigrantInnen mit weniger günstigen Startbedingungen und prekärem Status Rechnung tragen und ihnen in der Region eine neue Heimat bieten.
Ein weiterer Schwerpunkt der Debatte lag auf Ideen rund um Tourismus und Freizeit: es wurde eine familienfreundliche Ferienanlage als touristischer Anziehungspunkt vorgeschlagen und der weitere Ausbau der Erlebnis- und Spielangebote für Kinder empfohlen. Ein sehr konkretes Anliegen betraf die Weiternutzung der Sportanlagen durch Vereine – dies ist bereits jetzt der Fall und kann womöglich auch weiter praktiziert werden. Ein Sigmaringer Freizeitveranstalter machte sich für die touristische Umnutzung des Standortübungsgeländes stark und empfahl sich als potentiellen Betreiber eines Offroad-Parks.
Auch die Ansiedlung von Gewerbe wurde weiter detailliert: Zum Einen mit der Ansiedelung von Start-up Unternehmen in Verbindung mit Einrichtungen der Wissenschaft und Forschung aus der Hochschule; zum Anderem indem Zulieferer aus der Region Friedrichshafen gewonnen werden sollten; und Schließlich in der Idee für einen Logistik-Park, in dem die vorhandenen Hallen, Waschplätze usw. weiter genutzt werden könnten.
Es wurde außerdem nach dem städtebaulichen Gesamtkonzept für die Konversion gefragt und stark empfohlen, dieses als stadtplanerische Steuerung hin zu einer zukunftsweisenden, kleinteiligen, gemeinschaftsorientierten Mischung aus Wohnen, Arbeiten, Forschen, Freizeit zu begreifen. In diese Richtung soll das Kommunale Entwicklungskonzept (KEK) wirken, das die Bürgermeister der zehn betroffenen Gemeinden derzeit gemeinsam erarbeiten.
Weitere Debattenbeiträge betrafen den Entwicklungsschwerpunkt auf erneuerbare Energien, der weitere Unterstützung erhielt, außerdem wurde ein ausgearbeitetes Konzept für eine gemeinschaftsorientierte Entwicklung der Gemeinde Inzigkofen vorgelegt. Der Entwicklungsschwerpunkt Gesundheit hingegen wurde bislang lediglich mit dem Vorschlag für ein Reittherapiezentrum thematisiert.

Dienstag
29
April

Die erste Diskussionswoche im Rückblick

Die erste Woche der Online-Diskussion verlief recht ruhig. Gleichwohl wurden die vorhandenen Schwerpunkte der Konversion durch einige neue Ideen vertieft und teilweise auch durch ganz neue Aspekte erweitert.

Weiterlesen...

Sechs neue Ideen für künftige Nutzungen wurden eingebracht, die teilweise an die bereits vorliegenden Konzepte anknüpfen, sie vertiefen oder ganz neue Akzente setzen. So wurde beispielsweise in Erweiterung des Entwicklungsschwerpunkts Erneuerbare Energien die Installation einer Pilotanlage zur Herstellung von Biokohle empfohlen (Idee 20). Mehrere konkrete Ideen wurden zur Freizeitnutzung und Belebung des Tourismus eingebracht (siehe Idee 19 und Beitrag von Tag 5). Als ganz neuer Schwerpunkt kam die Nutzung einer der beiden Kasernen als Wohngebiet ins Gespräch.
Darüber hinaus waren der Fachkräftemangel, die dagegen geplanten Maßnahmen (Welcome-Center, Idee 11) und die darüber hinaus gehenden Anforderungen an das gesellschaftliche Leben der Region im Gespräch sowie weitere strukturelle Vorschläge zum Konversionsprozess selbst.
Manche Themenschwerpunkte des Kommunalen Entwicklungskonzepts sind dagegen noch ganz ohne Kommentar, so beispielsweise der Ausbau der Gesundheitswirtschaft oder die Förderung der Kreativ- und Kulturwirtschaft - hier und an vielen anderen Stellen ist Ihr „lokales Wissen“ in den nächsten zwei Wochen noch gefragt.