Konversation zum Beitrag von Hiery Hermann am 16.11.2012, 18:17 Uhr

 
Tag 13
Achim Luy
17.11.2012, 15:39 Uhr
Die Ausführungen überzeugen. Alle Zeilen können doppelt und dreifach unterstrichen werden. Der Verfasser hat ein Herz für DUHAMEL. Er spürt die Seele dieses einmaligen Komplexes, welcher der Nachwelt genau so erhalten bleiben sollte, wie er ist. Jegliche Veränderung würde den Hauch der Vergangenheit und die damit verbundene, einzigartige Atmosphäre zerstören.
 
Tag 12
Hiery Hermann
16.11.2012, 18:17 Uhr
 
In einem Artikel des Feuilletons der Wochenzeitschrift "DIE ZEIT" vom 15.November 2012 Seite 61 "Wie auf Wolken - Die Kunst der Gegenwart wird atmosphärisch" von Thomas Assheuer wird darauf hingewiesen, dass zeitgenössische Kunst die Menschen ergreifen, sie hineinziehen, sie zu einem Teil der Kunst machen soll. Da musste ich sofort an die Weißkaue denken, in der sich regelrecht Kunst "ereignet". Dieser Raum ist für mich ein Kunstobjekt geworden, mit einer dichten Atmosphäre, die den Abstand zwischen Zuschauer/-in oder auch Hörer/-in und Objekt beseitigt und diese zu einer innigen Gefühlsgemeinschaft verbinden. Eine solche "Kunst der Atmosphäre zielt nicht auf Reflexion und Kritik, nicht auf Erkenntnis und Diskurs; sie zielt auf leibliches Verstehen, auf Präsenzgefühl und 'Gegenwärtigkeit', auf Emotion und 'Gestimmtheit'." Der/Die Besucher/-in der Weißkaue taucht in eine ästhetische Atmosphäre ein und spürt beim Betrachten des Raumes, wie dieser sich zeigt und öffnet, sich in allen seinen Facetten mitteilt. Man spürt den Atem seiner "inneren Natur"! Man empfindet die Atmospäre "als unerschöpfliche Quelle von 'Erregungsintensitäten, die am Verstand vorbei tief unter die Haut gehen".
Dieses "Kunstwerk" muss erhalten bleiben!