Tag 3
Schulten, Franziska
14.09.2012, 14:32 Uhr
 
Ich kann mich der Meinung meiner beiden Vorredner nur bedingt anschließen - vielleicht bin ich aber auch noch nicht lange genung Mutter. Denn noch wünsche ich mir auch für mein Kind eine KiTa/eine Schule, in der Kinder (und zwangsläufig auch Eltern) verschiedener Kulturen und sozialer Herkunft zusammenkommen. Klar, will man einerseits ein behühtetes Umfeld für seinen Nachwuchs haben, andererseits will man ihn aber doch auch gut auf "das Leben" vorbereitet wissen. Das läßt sich meineserachtens nur in einem quer durchmischten Umfeld erreichen. Bei mir hört die Toleranz auf, wenn ich Gesundheitsschädigung für mein Kind befürchten muß. Wenn dem so ist, denke ich aber, daß man das Veedel (so nennen sich die Stadtteile in Köln) wechseln muß und nicht, daß das Veedel allen erdenklichen Lebensumständen gerecht werden muß. Als Studentin wohnte ich uninah, wo die Kneipendichte hoch war. Als Berufstätige bin ich dann in ein Veedel gezogen, das eine sehr gute Verkehrsanbindung und nahgelegene Erholungszonen (Rheinboulevard) verbindet. Mal sehen, wo es mich hinzieht, wenn mein Sohn größer wird.
Heimat•Arbeit · Kindheit•Zukunft