Tag 20
Wolfi
01.10.2012, 13:26 Uhr
Drehen wir uns hier nicht im Kreis? Das ist für mich auch etwas von altem Wein in neuen Schläuchen. Erst beschließen wir die Charta von Athen um die Menschen vor den Auswirkungen von Industriegebieten zu schützen, Trennen Wohnen, Arbeiten, Einkaufen, Freizeit und erzeugen damit mehr Verkehr. Als Antwort darauf haben wir die Charta von Leipzig verabschiedet um den Verkehr zu reduzieren. Dies hielt man vertretbar, weil sich selbst Industriegebiete heute als weniger belastend für die angrenzenden Anwohner darstellten. Jetzt hat man den Lärm als Risikofaktor wieder neu entdeckt. Obwohl sich seit der frühen Industrialisierung viel in den Unternehmen und Anlagen getan hat, sind wir heute wieder hoch lärmsensibel. Der aktuelle Diskussionsstand läuft jetzt wieder in Richtung Charta von Athen und somit hin zu mehr Verkehr! Wollen wir das? Ich denke für ein Übel müssen wir uns in den Städten entscheiden und plädiere für kurze Wege und somit für weniger Verkehr. Denn eine stille Stadt - so wie es die heutigen Lärmschutzwerte fordern, ist doch nicht mehr das, was wir unter einer lebendigen Stadt verstehen. Man kann eine Stadt auch so zu Tode regulieren. Stadtleben sollte nicht den Anspruch erheben durch und durch gesund zu sein. Dafür gibt es das Landleben.
Bewegung•Aufenthalt
 
Tag 16
Wolfi
27.09.2012, 14:02 Uhr
Kommentar zum Beitrag von
Auch hier bitte die TA Lärm nicht vergessen! Wir regeln über Gesetze die Durchmischung der Stadt zu Tode! Jahrelang hat z.B. die Politik gefordert, dass die Lebensmittelvollversorger bitte nicht auf die "Grünen Wiese" sondern in die Innesntadt gehören. Es wurden Zentrenkonzepte entwickel, die eine Ansiedlung auf der "Grünen Wiese" verhindern. Jetzt wollen die Lebensmittelvollversorger in die Innenstädte! Und was macht der Gesetzgeber? Er reguliert die Lärmschutzwerte so weit herunter, dass die Anlieferung am Abend oder dem frühen Morgen nicht erfolgen soll. Tagsüber bitte auch nicht, damt der Verkehr möglichst nicht behindert wird. Und wie sollen die Lebensmittel in die (Kühl-) Regale kommen? ...Lösungen ? ....Fehlanzeige!

Wir erleben immer mehr eine Politik nach dem Motto: "Wasch mir den Pelz.."
Heimat•Arbeit · Gemeinschaft•Freiheit · Rahmenbedingungen
 
Tag 15
Wolfi
26.09.2012, 15:36 Uhr
 
Wir sollten uns auch wieder darauf besinnen wie und warum Städte entstanden sind. Städte waren auch immer lebendige Handelsplätze und von gegenseitiger Toleranz geprägt. Heute erheben mir zu viele Bürgerinnen und Bürger den Anspruch auf Ruhe und Erholung. Es ist doch traurig, dass erst gesetzliche Ausnahmen geschaffen werden mussten, damit Kindergärten auch in Wohngebieten unter bestimmten Voraussetzungen geduldet werden. Es ist doch unerträglich, wenn Nachbarn Klagen, weil aus dem Nachbargarten "Geräusche" Behinderter einer Tagesbetreuung stören. Es ist auch unverständlich, dass 300 Meter um einen Basketballkorb keine Wohnbebauung vorhanden sein darf. Sonst muss der Basketballkorb wieder abmontiert werden. Wir wissen in unserem Stadtteil schon nicht mehr, welche Freiflächen wir den Jugendlichen anbieten können! Das ist für mich nicht mehr Stadt. Lärmhysteriker handeln egoistisch und sind nicht wirklich am Gemeinwohl interessiert. Früher haben diese Menschen vor den Toren der Stadt ihren Platz gefunden: Als Spießbürger!
Gemeinschaft•Freiheit · Lebendigkeit•Erholung
 
Tag 1
Wolfi
12.09.2012, 16:15 Uhr
 
Die Charta von Athen ist tot! Die urbane Stadt soll leben. Aktuell gehen mir die Diskussionen um den Lärmschutz viel zu weit. Wir wollen eine Nahversorgung mit Supermärkten, klagen jedoch gegen den Anlieferverkehr. Wir wollen mobil sein und klagen gegen Autolärm. Wir wollen als global vernetzte Player mitspielen und klagen gegen den Fluglärm.

Klar, zuviel Lärm kann krank machen und muss Grenzen haben. Doch das Maß des Lärms wird zur Zeit (über die TA Lärm) immer weiter nach unten justiert. Wenn das so weitergeht werden unsere Städte sicherlich stiller, wenn nicht gar totenstill. Das kann nicht das Ziel sein!
Bewegung•Aufenthalt · Lebendigkeit•Erholung