Tag 20
Kay de Cassan
01.10.2012, 21:51 Uhr
Kommentar zum Beitrag von Anja Batke
Klar - eine Kommune hat erheblichen Einfluss, weil sie Standorte zuläßt oder eben auch nicht. Aber das sind doch sehr eingeschränkte Situationen: die "Großen" wollen irgendwo hin, und sind dann am Ende bereit, eine gewissen Preis dafür zu zahlen. Die Kommune kann durch Einzelhandels- oder Zentrenkonzepte steuern, aber man kann nur etwas steuern, was sich auch bewegt. Um auf unser Thema zurückzukommen: welche Bedingungen müssen / können wir schaffen, damit der "Markt" Interesse an der Mischung hat ?
Heimat•Arbeit
Kay de Cassan
01.10.2012, 15:36 Uhr
 
Bei den Überlegungen zur Verdrängung der gewerblichen Nutzungen sollten wir uns nicht nur auf die Miethöhe konzentrieren: auch die veränderten Unternhemensgrößen führen dazu, dass es den typischen Handwerksbetrieb im Hinterhof eben nicht mehr gibt. Noch deutlicher wird dies bei den Nahversorgern: Ladenlokale mit 400 qm betreibt heute niemand mehr wirtschaftlich - es sei denn, es handelt sich um ein Spezialitätenangebot, dass gerade in diesem Quartier seine Käufer findet. So dass ich mich schon frage, ob wir uns eine Stadtentwicklung, eine Gstaltung des Quartiers wünschen, die der tatsächlichen Entwicklung des Marktes entgegensteht ?

Für die ebenfalls aufgeworfene Frage, wie die öffentliche Hand kleinräumliche, gewerbliche
Nutzungen stützen und stabileren kann, lassen sich sicher viele Beispiele finden - aber es sind eher Projkete, wie die bereits angesprochenen im Kulturbereich. Wie erschließen wir uns Marktmechanismen, die darüber hinausgehen und zu einer nachhaltigen Stabilisierung führen ?
Heimat•Arbeit