Tag 21
Sebastian Wilkes
02.10.2012, 17:55 Uhr
@Philippe Cabane: Vielen Dank für Ihren Kommentar und Hinweis. Das auf der Homepage vorgestellte Hunzikerareal ist ein wirklich interessantes Projekt! Ich bin besonders gespannt, ob sich die dargestellten "Dialogwege" behaupten und soziale Durchmischung so funktionieren kann.

Hier mal für alle einen Grundriss, der das Prinzip der Dialogwege darstellt:
http://www.hunzikerareal.ch/uploads/media/
01_GR_Regelgeschoss_Dialogweg_6_01.pdf
Gemeinschaft•Freiheit · Heimat•Arbeit · Kindheit•Zukunft
Sebastian Wilkes
02.10.2012, 11:35 Uhr
Ein herzliches "Hallo" an alle Diskussionsteilnehmer,
Hallo Frau de Cassan,

bei Ihrer Fragestellung dürfen wir m.E. nicht vergessen, uns in die Lage der Bürger hineinzuversetzen, deren Engagement eine wichtige Voraussetzung zum Gelingen eines gewerblich durchmischten Quartiers ist.
Deshalb formuliere ich die Fragestellung etwas um, und frage: „welche Bedingungen müssen / können wir schaffen, damit der kleine Unternehmer (möglicherweise Anwohner) Interesse hat, sich trotz hoher Mieten gewerblich zu engagieren ?“

Meine Überlegung: Kann ein Anteil der Miete des Kleingewerbes, dem Umsatz entsprechend subventioniert bzw. gefördert werden?

Preisgünstige und individuelle Anbieter – die nachweislich (eventuell mithilfe von Bürgerpartizipation) als aufwertend betrachtet werden – hätten Anspruch auf Förderung in Form einer Mietentlastung.
Diese Zusatzkosten würden durch eine Art „Quartierssteuer“ auf die umsatzstarken Mieter, die von der Aufwertung profitieren (Filialisten, etc.), umgelegt.
Der Vermieter käme auf’s gleiche raus und könnte ein ebenso großes Interesse haben, an kreative und engagierte Unternehmer mit individuellen Konzepten zu vermieten.
Möglicherweise könnten so durch finanzielle Anreize lokales Engagement und der Mut zu Kreativität und Eigeninitiative gefördert und Verdrängung vermieden werden.

Das das nicht so einfach ist, wie es klingt ist mir natürlich bewusst. Deshalb würde ich mich freuen, wenn am letzten Tag der Diskussion noch jemand die Gelegenheit findet diese Theorie fachlich zu kommentieren.
Heimat•Arbeit