Tag 17
Sinan Ö.
08.05.2014, 15:49 Uhr
 
Menschen in existenzieller Not brauchen Hilfe. Ihnen Hilfe zu leisten, ist ein humanitäres Gebot auch für Sigmaringen. Wer ihnen Hilfe verweigert, verstößt gegen ein elementares Gebot der Menschlichkeit.
Wer aus politischen oder ethnischen Gründen aus seiner Heimat flüchtet,soll auch in Sigmaringen menschenwürdige und angemessene Wohnverhältnisse vorfinden.Die Stadtverwaltung und ihre Verantwortlichen ignorieren jedoch seit Jahren die schlechten Lebensbedingungen im Flüchtlingsheim in Laiz und unternehmen keinerlei Anstrengungen,um die alltäglichen Barrieren für die Flüchtlinge zu verbessern.Der Umbau der Kaserne zu einer sozialen & würdigen Einrichtung für Flüchtlinge aus aller Welt wäre ein gesellschaftlicher Fortschritt.Mit dem Umbau sind natürlich auch maßgebend Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung und die ganzheitliche Bildung vor allem der Kinder verbunden.Im Verlauf der öffentlichen Diskussion wird oft das Wort "Verantwortung" von Seiten der Stadt verwendet.Verantwortung ist jedoch ein Begriff den man mit Taten füllen muss,wir haben die Chance zum sozialen Umbau Sigmaringens !
Migration
 
Tag 16
Moderation
Wanda Wieczorek
07.05.2014, 12:06 Uhr
Lieber Sigmarsfreund,

es mag sein, dass ein explosionsartiges Wachstum Sigmaringen nicht guttun würde, aber bitte bleiben Sie in Ihrer Argumentation bei den Fakten. Alle Prognosen sprechen für einen problematischen Fachkräftemangel in den kommenden Jahren. Die Region wird sich mit dieser Tatsache auseinandersetzen müssen und sie muss Antworten darauf finden. Eine davon ist gesteuerte Migration, eine andere das Vorleben einer weltoffenen Willkommenskultur, die Migranten dazu einlädt, sich nachhaltig in die Gesellschaft einzubringen. Dieses Lebensgefühl würde sicherlich auch jungen Leuten dabei helfen, eine Entscheidung für die Region zu treffen und nicht in die Städte abzuwandern.

Wir bitten abgesehen davon darum, polemische Spitzen zu unterlassen. Sie tun der Diskussionskultur nicht gut.
Migration · GSK · Fachkräfte
Birgit Buchmann
07.05.2014, 11:15 Uhr
Kommentar zur Idee Gartenstadt Sigmaringen
Integration heißt für mich, den Menschen zu helfen und zu Unterstützen und in der Gemeinschaft zu integrieren. Wie soll das bei dieser Gartenstadt funktionieren, diese Menschen würden doch noch mehr ausgrenzt und isoliert.
Ich sehe es doch heute noch, wenn diese Menschen unter sich bleiben, dann ändern sie Ihre Gewohnheiten nicht, lernen die Sprache nicht, schicken ihre Kinder zu den Elternsprechtagen und zum Einkaufen.
Fachkräfte · GSK · Migration
Marcus Wawra-Benz
07.05.2014, 09:58 Uhr
Kommentar zur Idee Gartenstadt Sigmaringen
Guten Tag Frau Wieczorek,

danke für Ihre Antwort--und den großen Zeitungsartikel von heute, vielleicht bekommt dieser mehr Resonanz als die Internetseite.

Mit allem habe ich gerechnet, nur nicht mit Ihrer Frage, "wo diese große Zahl Menschen herkommen und den Weg nach Sigmaringen finden soll".

Angesichts der ernormen Zahl von Flüchtlingen, in Europa
insbesondere an den EU Außengrenzen sind die angedachten 15.000 Menschen aus meiner Sicht sogar nur ein Tropfen auf den heißen Stein.
Ich denke insbesondere an Tausende junge Menschen, die ohne jede Perspektive in Malta, Lampedusa und Griechenland festsitzen (...wenn die enstprechenden Berichte stimmen; daran zweifle ich nicht).

Wir leben in beträchtlichem Wohlstand--aber er schmeckt nicht richtig, wenn zeitgleich andere unter unwürdigen Bedingungen ausharren müssen.
Ich habe selbst 4 erwachsene Kinder zwischen 20 und 30 mit bester Gesundheit, Ausbildung und Perspektiven--und es ist nicht zu akzeptieren, dass es zugleich ungezählten Gleichaltrigen dramatisch schlechter geht.

(Richtig ist, dass eigentlich die Strukturen in den betroffenen Ausgangsländern gestärkt werden müßten, damit es erst garnicht zur Abwanderung kommt.
Hierzu könnte eine Mittelmeer- Union dienen statt der bisherigen EU...)

Ich denke, es würde sich schnell herumsprechen, dass es in Sigmaringen nicht nur befristete Notunterkunft, sondern eigenes Haus mit Garten, und gerne auf Dauer angelegt als Angebot bereit stehen.
_____

Schön, dass der Parkcharakter des Areales erkannt wird.
Als offene Schwäbische Wacholderheide mit Wiesen, Einzelbäumen und Wald ist es einer englischen Parklandschaft vergleichbar.
Ich bin gestern mit dem Rad sämtliche Wege abgefahren und sehe meine Idee bestätigt. Grob überschlagen komme ich nun auf 800-1000 Häuser, je nach Verdichtung und Belegung auch weniger oder mehr.
Der Höhenunterschied und die Entfernungen zur Stadt und nach Sigmaringendorf sind nicht so enorm und durchaus zu Fuß oder mit dem Rad zu bewältigen. Es kann eine direkte Verbindungsachse von Sigmaringen über die Gartenstadt bis nach Sigmaringendorf/Weingartenstraße enstehen. Letztlich würden Sigmaringen und Sigmaringendorf über die Neubaugebiete Riedbaum, Gartenstadt und Lehmgrube quasi zusammenwachsen.
Wohn-, Einkaufs- und Bildungsmöglichkeiten, Krankenhaus, Natur/ Freizeit, alles gegeben.
Die ehem. militärischen Fahrzeughallen können Werkstätten und Betriebe ergeben.

Marcus Wawra-Benz
GSK · Fachkräfte · Wohnen · Migration
Sigmarsfreund
07.05.2014, 09:53 Uhr
Kommentar zur Idee Gartenstadt Sigmaringen
Wenn dieses Projekt verwirklicht werden sollte, verlasse ich mit meiner Familie Sigmaringen. Dann kann ich gleich nach Neu-Kölln ziehen. Soziale Unruhen werden die Folgen sein. Was sollen die Migranten hier bitte arbeiten? Es gibt keine freien Arbeitsplätze in Sigmaringen. Weder für Akademiker noch für Hilfskräfte. Warum verlassen denn so viele junge Leute die Stadt? Ausländeranteil mindestens 50%. Das kann nicht gutgehen.
GSK · Migration · Fachkräfte
 
Tag 1
Moderation
Wanda Wieczorek
22.04.2014, 19:15 Uhr
Kommentar zum Beitrag von Marie-Luise
Die bisher in Baden-Württemberg gegründeten Welcome Center sind gewissermaßen das Scharnier zwischen regionalen Betrieben und den Fachkräften. Das heißt, sie erheben genau den Bedarf der Betriebe und schauen sich um, wo und wie sie die entsprechenden Fachkräfte finden können. Für die sind sie dann die erste Kontaktstelle, sie unterstützen also bei den ersten Schritten im neuen Land, sind beispielsweise bei Wohnungssuche und Kinderbetreuung hilfreich. Darüber hinaus leisten die Welcome Center auch Informationsarbeit in die Region hinein und unterstützen die Betriebe darin, den besonderen Bedarf zugezogener Fachkräfte zu erkennen und dem nachzukommen. Letztlich hat sich gezeigt: ein Job, eine Wohnung und eine gute Kinderbetreuung machen noch keine neue Heimat - damit sich Zugezogene langfristig wohl fühlen und in der Region bleiben, braucht es ein soziales Umfeld, in dem sie ankommen und sich aktiv darin engagieren können. Diese sogenannte Willkommenskultur sollen die Welcome Center unterstützen.
Es ist also keinesfalls damit gemeint, dass Zugezogene in einem speziellen Bereich wohnen und arbeiten - ganz im Gegenteil.
Fachkräfte · Migration
Marie-Luise
22.04.2014, 17:51 Uhr
Kommentar zur Idee Agentur für Arbeitsmigration
Und wie soll das ganz praktisch funktionieren? Entsteht dann ein "Getto" für ausländische Bürger ?
Fachkräfte · Migration