Tag 17
A. Knoch
08.05.2014, 00:00 Uhr
 
Städteplanerische Vision
Ein paar weitere Ideen sind genannt worden und erläutert, die in verschiedene Richtungen weisen:
Genossenschaftliche Projekte, Lebensfreundliche Gestaltung für alle Lebensalter (Familien haben Kinder, die aber auch Großeltern, die ggf. auch in Reich- oder Rufweite der Familien wohnen wollen, v.a. da, wo das Leben sich abspielt und nicht weit weg...), Freizeiteinrichtungen, Häuser der Gartenstadt usw.
Das alles gehört verknüpft mit den Arbeits-Stätten (Forschung, Produktion, die keinen Lärm der Abgase erzeugt).
Diese Verknüpfung funktioniert nur, wenn es nicht dem freien Spiel der Kräfte überlassen bleibt sondern eine städteplanerische Vision da ist, die für die Verbindung und den Ausgleich sorgt.
Da gibt es verschiedene Mittel, z.B., wie erwähnt, über die Preisgestaltung, wenn die Stadt die Grundstücke weiterverkauft.
Ich plädiere nach wie vor dafür, dass zunächst eine Stadtplanung (unter Einbeziehung der Region) ein Konzept erarbeitet. Warum nicht in einem Wettbewerb ?!
GSK · Familien · Stadtplanung
 
Tag 16
Sylke Arnold
07.05.2014, 13:47 Uhr
Zunächst einmal möchte ich sagen, dass ich es sehr schade finde, dass sich so wenig Bürger aus Sigmaringen an der Entwicklung des Kasernengeländes beteiligen. Die Innenstadt ist schon jetzt von Leerstand und stetigem Wechsel geprägt. Ich möchte, dass Sigmaringen auch für meine Kinder später als Wohn- und Arbeitsort interessant ist.

Ich bin auch der Meinung, dass es wichtig ist, neue Unternehmen in die Region zu holen, um Arbeitsplätze zu schaffen. Doch Firmengründer schauen natürlich auch, ob es für ihre Fachkräfte vor Ort attraktiv ist, um sich anzusiedeln. Ich finde das Thema Familien- und Kinderfreundlichkeit kommt hier noch etwas zu kurz.

Neue Bürger und Arbeitnehmer in Sigmaringen stellen sich doch zunächst die Frage, sind meine Kinder gut versorgt, wie sieht es mit guten Freizeitmöglichkeiten aus? Was ist für Kleinkinder, Schulkinder und Jugendliche geboten? Die Schulausbildung steht in Sigmaringen gut da.

Die Stadt Sigmaringen hat mit dem Bau des Schaukelpfades und des Spielplatzes am Bootshaus schon einiges getan. Mein Vorschlag wäre jetzt noch im Kasernengelände im Wald einen Kletterpark oder Experementierpfad einzurichten. Wie wäre es mit einem kleinen Indoor-Spielplatz oder einem überdachten Bolzplatz? (ähnlich dem FEZ in Berlin - halt nur kleiner). Eventuell betrieben von einem Elternverein für die Kinder in Sigmaringen. Schöne Grillstellen mit Sanitäranlagen, Abenteuerspielplatz, Ballspielplätzen und Sitzmöglichkeiten.

Schön wären auch Betreuungszeiten für Schichtarbeiter und Wochenenddienste. Wer betreut die Kinder, wenn die Fachkraft in die Region Sigmaringen zieht und Oma und Opa jedoch weit weg wohnen?
GSK · Fachkräfte · Freizeit und Tourismus · Familien
Ewald Erath
07.05.2014, 12:36 Uhr
Kommentar zur Idee Gartenstadt Sigmaringen
Das Gelände der Kaserne wäre als Industriepark bestens geeignet.

Es müsste doch möglich sein, aus der Region Friedrichshafen von den Weltfirmen ZF, Rolls Royce, oder Liebherr Biberach oder die Pharmaindustrie als Zulieferer zu gewinnen. Es gibt sicher noch viele Firmen die ich hier namentlich noch nicht genannt habe.
Dies würde der Stadt Sigmaringen einen Aufschwung bereiten, Gewerbesteuer und auch die Kaufkraft steigern. Auch die Abwanderung der jungen Leute könnten dadurch gestoppt werden. Wenn dadurch Arbeitsplätze geschaffen werden, würde dies eine Bereicherung der Stadt Sigmaringen sein, ob durch die Zunahme der Bevölkerung oder auch der Aufschwung der Industrie.

Die Chancen waren noch nie so groß wie jetzt. Auch der Vorteil, dass unser Ministerpräsident in Laiz wohnt, durch Ihn könnten mit Sicherheit viele wichtige Kontakte hergestellt werden.

Ich kann mir vorstellen, dass dadurch 800 – 1200 Arbeitsplätze geschaffen werden könnten.
Gewerbe und Industrie · GSK · Fachkräfte
Moderation
Wanda Wieczorek
07.05.2014, 12:06 Uhr
Lieber Sigmarsfreund,

es mag sein, dass ein explosionsartiges Wachstum Sigmaringen nicht guttun würde, aber bitte bleiben Sie in Ihrer Argumentation bei den Fakten. Alle Prognosen sprechen für einen problematischen Fachkräftemangel in den kommenden Jahren. Die Region wird sich mit dieser Tatsache auseinandersetzen müssen und sie muss Antworten darauf finden. Eine davon ist gesteuerte Migration, eine andere das Vorleben einer weltoffenen Willkommenskultur, die Migranten dazu einlädt, sich nachhaltig in die Gesellschaft einzubringen. Dieses Lebensgefühl würde sicherlich auch jungen Leuten dabei helfen, eine Entscheidung für die Region zu treffen und nicht in die Städte abzuwandern.

Wir bitten abgesehen davon darum, polemische Spitzen zu unterlassen. Sie tun der Diskussionskultur nicht gut.
Migration · GSK · Fachkräfte
Birgit Buchmann
07.05.2014, 11:15 Uhr
Kommentar zur Idee Gartenstadt Sigmaringen
Integration heißt für mich, den Menschen zu helfen und zu Unterstützen und in der Gemeinschaft zu integrieren. Wie soll das bei dieser Gartenstadt funktionieren, diese Menschen würden doch noch mehr ausgrenzt und isoliert.
Ich sehe es doch heute noch, wenn diese Menschen unter sich bleiben, dann ändern sie Ihre Gewohnheiten nicht, lernen die Sprache nicht, schicken ihre Kinder zu den Elternsprechtagen und zum Einkaufen.
Fachkräfte · GSK · Migration
Marcus Wawra-Benz
07.05.2014, 10:54 Uhr
 
Das Kernareal hat mit seinen Gebäuden und deren Anordnung tatsächlich Ähnlichkeiten mit einem Universitätscampus, eine Ausdehnung der Hochschule oder die Ansiedlung von Firmen in Wissenschaft und Forschung ist sehr gut denkbar.
Drumherum kann die Gartenstadt- Wohnbebauung enstehen entlang der bereits vorgegebenen Wege.

Marcus Wawra-Benz
GSK · Wohnen
Idee
25
07.05.2014, 10:33 Uhr

Familien - Freizeit - Ferien - Anlage

Da wir eine schöne Region haben und hier an Freizeitgestaltung vieles möglich ist, z.B. Schlösser, Seen, Freibäder, Kletterparks, Wander und Fahrradtouren usw. wäre mein Vorschlag eine Schöne Ferienanlage ( wie z. B. Center Parc ) zu gestalten. Kleine Einheiten für 4 bis 10 Pers., kleiner Vorgarten zum erholen, Kinderspielplatz, Fahrradverleih, Minigolf usw.. Viele möchten in DL Urlaub machen, aber es gibt nicht viel Freizeitanlagen hier bei uns, meist nur Campingplätze und das auch nur direkt an den Seen.
Wer aber kein Campingurlaub machen will, dem bleibt nur eine Ferienwohnung oder Hotel.
Mann könnte die Wohnungen auch als Selbstversorger Häuser anbieten oder als all inklusive Pakete. Unsere Gastronomie, Einzelhandel usw. könnte hierbei profitieren und viele andere natürlich auch. Bewerben könnte man das Projekt auf der CMT. Familienfreundlichkeit sollte hier das Zauberwort sein.
Haustiere dürfen mit!
Meine Kinder sind jetzt groß, aber für mich stellte sich schon immer die Frage, wo könnte ich einen aktiven, für Kinder nicht langweiligen Urlaub gestalten. Habe leider nie was günstiges ( 6 Pers.) gefunden, deshalb wäre das optisch und werbetechisch für Sig
Freizeit und Tourismus · Familien · GSK
Marcus Wawra-Benz
07.05.2014, 09:58 Uhr
Kommentar zur Idee Gartenstadt Sigmaringen
Guten Tag Frau Wieczorek,

danke für Ihre Antwort--und den großen Zeitungsartikel von heute, vielleicht bekommt dieser mehr Resonanz als die Internetseite.

Mit allem habe ich gerechnet, nur nicht mit Ihrer Frage, "wo diese große Zahl Menschen herkommen und den Weg nach Sigmaringen finden soll".

Angesichts der ernormen Zahl von Flüchtlingen, in Europa
insbesondere an den EU Außengrenzen sind die angedachten 15.000 Menschen aus meiner Sicht sogar nur ein Tropfen auf den heißen Stein.
Ich denke insbesondere an Tausende junge Menschen, die ohne jede Perspektive in Malta, Lampedusa und Griechenland festsitzen (...wenn die enstprechenden Berichte stimmen; daran zweifle ich nicht).

Wir leben in beträchtlichem Wohlstand--aber er schmeckt nicht richtig, wenn zeitgleich andere unter unwürdigen Bedingungen ausharren müssen.
Ich habe selbst 4 erwachsene Kinder zwischen 20 und 30 mit bester Gesundheit, Ausbildung und Perspektiven--und es ist nicht zu akzeptieren, dass es zugleich ungezählten Gleichaltrigen dramatisch schlechter geht.

(Richtig ist, dass eigentlich die Strukturen in den betroffenen Ausgangsländern gestärkt werden müßten, damit es erst garnicht zur Abwanderung kommt.
Hierzu könnte eine Mittelmeer- Union dienen statt der bisherigen EU...)

Ich denke, es würde sich schnell herumsprechen, dass es in Sigmaringen nicht nur befristete Notunterkunft, sondern eigenes Haus mit Garten, und gerne auf Dauer angelegt als Angebot bereit stehen.
_____

Schön, dass der Parkcharakter des Areales erkannt wird.
Als offene Schwäbische Wacholderheide mit Wiesen, Einzelbäumen und Wald ist es einer englischen Parklandschaft vergleichbar.
Ich bin gestern mit dem Rad sämtliche Wege abgefahren und sehe meine Idee bestätigt. Grob überschlagen komme ich nun auf 800-1000 Häuser, je nach Verdichtung und Belegung auch weniger oder mehr.
Der Höhenunterschied und die Entfernungen zur Stadt und nach Sigmaringendorf sind nicht so enorm und durchaus zu Fuß oder mit dem Rad zu bewältigen. Es kann eine direkte Verbindungsachse von Sigmaringen über die Gartenstadt bis nach Sigmaringendorf/Weingartenstraße enstehen. Letztlich würden Sigmaringen und Sigmaringendorf über die Neubaugebiete Riedbaum, Gartenstadt und Lehmgrube quasi zusammenwachsen.
Wohn-, Einkaufs- und Bildungsmöglichkeiten, Krankenhaus, Natur/ Freizeit, alles gegeben.
Die ehem. militärischen Fahrzeughallen können Werkstätten und Betriebe ergeben.

Marcus Wawra-Benz
GSK · Fachkräfte · Wohnen · Migration
Sigmarsfreund
07.05.2014, 09:53 Uhr
Kommentar zur Idee Gartenstadt Sigmaringen
Wenn dieses Projekt verwirklicht werden sollte, verlasse ich mit meiner Familie Sigmaringen. Dann kann ich gleich nach Neu-Kölln ziehen. Soziale Unruhen werden die Folgen sein. Was sollen die Migranten hier bitte arbeiten? Es gibt keine freien Arbeitsplätze in Sigmaringen. Weder für Akademiker noch für Hilfskräfte. Warum verlassen denn so viele junge Leute die Stadt? Ausländeranteil mindestens 50%. Das kann nicht gutgehen.
GSK · Migration · Fachkräfte
Idee
24
07.05.2014, 09:43 Uhr

Ansiedlung von Start-up Unternehmen

Das Gelände nahe der Hochschule bietet sich dazu an, junge Unternehmen mit Bezug zu den Studienangeboten anzusiedeln. Informatik, Chemie, Lebensmittel usw. Pfullendorf mit Firma Escad hat es vorgemacht, wie es gut funktionieren kann.
Gewerbe und Industrie · GSK
 
Tag 15
A. Knoch
06.05.2014, 22:27 Uhr
Lieber Herr Wawra-Benz,
auch das französische Viertel in der Tübinger Südstadt hatte vorgegebene Grundstrukturen durch die Kasernengebäude, die Wohn-Arbeits-Gebäude
bzw. die genossenschaftlich errichteten Wohnhäuser wurden auf den dazwischen liegenden Freiflächen gebaut.
Trotzdem hat es ein städteplanerisches Konzept gegeben, das
a) das Ganze in den Blick genommen hat
b) eine Vision für dieses neue Stadtviertel formuliert hat, unter Aufnahme der vorgegebenen Elemente.
Mir scheint es, wenn es in Ihre Richtung weitergehen sollte, nötig, dann ganz Sigmaringen und die positiven Faktoren in der Region mit einzubeziehen
und ein Gesamtkonzept für das Kasernengelände zu entwerfen. Wie immer werden solche Konzepte dann auch Stück für Stück verfeinert und den Gegebenheit angepasst werden müssen, aber eine große Linie braucht es doch, an der man sich entlang bewegt.
Die jedenfalls kann ich (noch) nicht, am ehesten aber in Ihrem Vorschlag, erkennen.
Was ich persönlich interessant finde, ist eine planerisch geförderte Mischung von Wohn-, Lebens- und Arbeitsformen (junge und ältere, Wohnen und Arbeiten, Zugewanderte und "hiesige"). Das entdecke ich jedenfalls in Ihrem Vorschlag.
Schwierig natürlich bei jedem Modell: Die Anbindung an die Innenstadt, nicht nur aufgrund der Entfernung, auch aufgrund der Höhenunterschiede. A. Knoch
GSK · Stadtplanung
Moderation
Wanda Wieczorek
06.05.2014, 11:20 Uhr
Eine Gartenstadt ist auf dem Areal der Graf-Staufenberg-Kaserne sicherlich gut vorstellbar - das Gelände hat bereits jetzt parkähnlichen Charakter und besticht durch alten Baumbestand und viel Grün. Für mich stellt sich eher die Frage, woher die zahlreichen neuen BewohnerInnen kommen sollen, wie sie ihren Weg nach Sigmaringen finden und welche Arbeit sie hier aufnehmen. Sehen Sie den Vorschlag in Zusammenhang mit der Agentur für Arbeitsmigration (Idee 11)? Mit einem solchen "Welcome Center" wird ja auch die Entwicklung einer sogenannten Bleibekultur beabsichtigt, also die kulturellen und sozialen Voraussetzungen dafür, dass Menschen sich zu Hause fühlen und als Teile der Gesellschaft willkommen sind. Was braucht es dazu noch in der Region, abgesehen von günstigem Wohnraum?
GSK · Wohnen · Fachkräfte
 
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