Tag 15
UlrichP
27.05.2013, 18:11 Uhr
 
Das Verkehrssystem Bus sollte doch nicht Alternative für Relationen sein, für die sich das System Stadtbahn bei der Potenzialanalyse als sehr vorteilhaft ergeben hat ( Hepen, aber auch Sennestadt und Hillegosen ).
Allerdings wird m.E. der Bus als Ergänzungssystem und Übergangssystem bei langfristig umzusetzenden Stadtbahnstrecken bei aktuellen Debatte etwas "stiefmütterlich" behandelt.
Postitiv sehe ich den Ansatz zur prinzipiellen Beeibehaltung der Linien 25 und 26 ( Linie 26 nach Baderbach statt Heepen ), eine Brechung dieser Linie im bereits relativ innenstadtnahen Bereich Lohbreite wäre sicherlich kontraproduktiv.
Ebenso sollten der Ostast der Linie 21 und der der Linie 24 bis zum Jahnplatz erhalten bleiben, bei einer Führung dieser Radialen ab Jahnplatz zum Hauptbahnhof ergäbe sich zudem für Heepen eine gute, für den "alten Bielefelder Osten" eine sehr gute Direktverbindung zum Hauptbahnhof.
Im Gegensatz zum System Stadtbahn kann das System Bus relativ unaufwändig verändert werden, da der Fahrweg und zumeist der überwiegende Teil der Haltestellenanlagen bereits zur Verfügung stehen. Dies sollte genutzt werden, um in den Bereichen, die kurz- bis mittelfristig nicht vom Stadtbahnausbau profitieren können, möglichst kurzfristig Angebotsverbesserungen umzusetzen.
Auch wenn die aktuellen Stadtbahnplanungen personelle Kapazitäten binden, sollte im Sinne eines gesamtstädtischen Konsens die Busverkehrsplanung keine "Auszeit" nehmen. Beispielhaft sei hier Jöllenbeck genannt, hier sollte über eine kurzfristige Optimierung nachgedacht werden, etwa durch Verdichtung der Busachse Badenhausen Süd - Jöllenbeck.
Umgekehrt erscheint mir die kritische Prüfung langlaufender Busparallelverkehre geboten, so bei den Linien 87 und 95, ggf. auch 48, 80, 83 und 88; in diesem Fall dürfte ( nach Einführung der Linie 5 ) eine Brechung dieser Linien in Brackwede sinnvoll sein, bei gleichzeitiger Ausweitung der Betriebszeiten der verkürzten Linie 1 im Abschnitt Bethel - Brackwede auch auf die Normalverkehrszeit.
Bus · Heepen
UlrichP
27.05.2013, 16:46 Uhr
 
Bei der Variantenabwägung für die Linie 5 in Mitte sehe ich im Ostabschnitt eher Vorteile für eine Führung in der Heeper Straße, da sowohl hier als auch Auf dem Langen Kampe kaum ein eigener Bahnkörper umsetzbar ist, eine städtebauliche Neugestaltung durch die Stadtbahn aber eher die Heeper Straße aufwerten kann.
Im Westabschnitt möchte ich als nochmals zu prüfende Variante die westliche Bleichstraße vorschlagen, da diese eine hohen Anteil an eigenem Bahnkörper ermöglicht und fahrdynamisch vorteilhaft ist ( Führung in gerader Linie vom Kesselbrink in Richtung Osten ). Um die Erschließungsqualität dieser Variante zu optimieren, könnte über eine Haltestellenverdichtung nachgedacht werden, d.h. Haltestellenfolge Kesselbrink - VHS ( Höhe verlängerte W.-Rathenau-Str. ) - Hermann-Delius Str. - Huberstraße - Ostbahnhof.
Heepen
 
Tag 12
UlrichP
24.05.2013, 11:38 Uhr
 
Der geringere Flächenbedarf und die Überquerbarkeit von Niederflurbahnsteigen sollte nicht unterschätzt werden, da so bei der Auswahl von Haltestellenstandorten wesentlich mehr Varianten möglich sind. Ein Negativbeispiel in dieser Hinsicht stellt aktuell hannover dar, wo eine prinzipielle Entscheidung pro Hochflur bei den Planungen der verblibenen rein oberirdischen Hauptlinie mit suboptimalen Haltestellenstandorten "erkauft" wird.
Hoch-/Niederflurtechnik