Tag 15
Gustav
27.05.2013, 18:18 Uhr
Kommentar zum Beitrag von Kampe98er
Hallo zusammen,

ich habe da noch einen Vorschlag:
Wir haben jetzt 2 Wochen intensiv über die Weiterentwicklung des ÖPNV in Bielefeld (und Umgebung) diskutiert und ich habe viele Anregungen und neue Kenntnisse erworben, nicht nur zur möglichen Streckenführung. Da nun heute Abend das Forum geschlossen werden soll, entfällt für uns alle eine Plattform, auf der ein lebendiger Austausch von Ideen und neuen Entwicklungen stattfindet.

Da ja noch nichts entschieden ist (?), schlage ich vor, dass dieses Forum regelmäßig an einem Tag in der Woche geöffnet wird (z.B. freitags von Mitternacht bis Mitternacht), um die weitere Entwicklung zu verfolgen und zu kommentieren. So könnten Bürgerinnen und Bürger weiter aktiv teilnehmen.

Ich würde mich freuen, wenn dieser Vorschlag von anderen unterstützt wird. Einfach auf "stimmt" klicken oder kommentieren.
Beteiligung
Gustav
27.05.2013, 17:35 Uhr
Ihre Beiträge vom 26. und 27.5. möchte ich gerne noch kommentieren. Sie unterstellen der Initiative Pro-Bus-Heepen, dass die Stadtbahnerweiterung grundsätzlich in Frage gestellt wird – das ist nicht der Fall, sinnvolle und bedarfsgerechte Erweiterungen auf eigenem Gleiskörper werden nicht abgelehnt, nur geht es bei der Stadtbahnverlängerung nach Heepen eben nicht um eine bedarfsgerechte Erweiterung. Die Ablehnung erfolgt nicht, „weil in einem engen Korridor rund um die Heeper Str. die Busbedienung sehr gut ist“, sondern weil auch die anderen Quartiere im Bielefelder Osten und in Heepen mit dem Busverkehr gut erschlossen sind.

Sie schreiben, „die Zahl der Busse, die heute durch die Heeper Str. fahren, schreit doch geradezu danach, sie durch einen leistungsfähigen Schienenverkehr zu ersetzen“. Wir stellen fest, dass gerade mit den verschiedenen Busstrecken und den Überlappungen ein guter 10-min-Takt möglich ist und dabei die Menschen aus verschiedenen Wohngebiete gut und umsteigefrei in die Stadtmitte und zurück kommen. Ein guter 15-min-Takt wäre auch zum Hauptbahnhof möglich, wenn zusätzlich zur Linie 350/351 halbstündlich eine Verbindung von Heepen zum Hbf eingerichtet würde. Übrigens wäre es auch für Student-inn-en, die in Heepen wohnen, ziemlich egal, ob sie aus einem Bus oder einer Niederflurbahn auf dem Jahnplatz umsteigen müßten, die gesamte Reisezeit bleibt gleich.

Ihr Beispiel aus Quelle mit der veränderten Linienführung der Busse zur besseren Anbindung weiterer Siedlungsbereiche ist verständlich (auch in Ihrer persönlichen Beeinträchtigung), dennoch passt dieses Beispiel für die Stadtbahnerweiterung nach Heepen gar nicht, weil hier keine weiteren Siedlungsbereiche an den ÖPNV angebunden werden. Und die 20 Minuten, die Sie nun früher aufstehen müssen, nutzen die Heeper bereits um bequem in die Stadt zu kommen:
Mit der Linie 25/26 umsteigefrei in 15 min zum Jahnplatz, in 20 min zur Alm und Arminia Bielefeld, in 30 min zur Dürer Str. (demnächst vielleicht verlängert zum neuen Campus-Gelände der Fachhochschule). Mit der Linie 21/22 umsteigefrei von Heepen zum Jahnplatz in 20 min. Eine Stadtbahn wäre unter den örtlichen Bedingungen nicht schneller, nicht bequemer und auch nicht leistungsfähiger, weil sie die Leistung an verkehrter Stelle anbietet. Besserer Umwelt- und Klimaschutz ist bereits mehrfach angemahnt worden auch für den Busverkehr, hier bieten sich die Stadtwerke geradezu an, geeignete Projekte erfolgreich zu realisieren und öffentlich zu bewerben.
Heepen
 
Tag 12
Gustav
24.05.2013, 14:41 Uhr
 
Guten Tag zusammen,
zunächst möchte ich mich bei den vielen Mitdenker/innen und Mitschreiber/innen herzlich bedanken für die interessanten Beiträge in diesem Forum. Dadurch habe ich viel gelernt – wenn auch mit hohem Zeitaufwand.

Jetzt möchte ich Euch/Sie darüber informieren, dass Bürgerinnen und Bürger aus Heepen und Mitte gemeinsam eine Bürgerinitiative gegründet haben, um sich für den Erhalt und die Optimierung der jetzigen guten Busanbindung einzusetzen und eine neue Stadtbahnlinie 5 nach Heepen zu verhindern, egal über welche Streckenführung oder mit welcher Technik betrieben.

Einige Beiträge in diesem Forum haben schon darauf hingewiesen, dass man sich hier nur noch die Gedanken darüber machen kann, ob die Bürger Auf dem Langen Kampe oder in der Heeper Straße stärker belastet werden sollen oder ob die Haltestelle etwas weiter vor oder zurück angelegt wird. Die neue Bürgerinitiative ist der Meinung, dass wir keine Stadtbahnverbindung nach Heepen benötigen. Das Geld und der Ärger mit der Umsetzung lassen sich sparen. Die vielen Gründe gegen die Stadtbahnverlängerung nach Heepen und die vielen Umsetzungsprobleme sind hier schon mehrfach genannt worden.

Nach der letzten gemeinsamen Sitzung der Bezirksvertretungen am 22.5. im Rathaus ist aber noch eine andere Idee aufgekommen. Das Gutachten stellt u.a. fest, dass es mit der Linie 1 bis Bethel ein Kapazitätsproblem gibt, das durch das Parallelangebot der Linie 5 gelöst werden könnte. Hierzu schlagen wir vor, stattdessen die Linie 4 nicht am Dürkopp Tor 6 enden zu lassen, sondern an der Haltestelle Bethel. Damit wären die Kapazitätsprobleme behoben und der Konflikt um die Endhaltestelle Tor 6 auch, weil die dann gar nicht erst gebaut werden muss. Das besonders hohe Fahrgastaufkommen auf der Uni-Linie würde weiterhin mit pendelnden Einsatzfahrzeugen zwischen Hauptbahnhof und Universität abgedeckt werden und damit den Tunnel nicht weiter belasten.

Die Bürgerinitiative bereitet derzeit eine Prüfanfrage an den Stadtentwicklungsausschuss und den Rat vor, um die Alternative des Wegfalls der Linie 5 nach Heepen und die Änderung der Linie 4 zu bewerten. Da ja alles im „Schweinsgalopp“ (Dezernent Moss) passieren muss und die Bürger mit ihrer Beteiligung dahinterher hecheln müssen, soll dies noch in diesem Monat Mai erfolgen. Die nächste Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses ist am 11.6. – und dort soll es beraten werden.

Wer Interesse hat, sich der Bürgerinitiative „Pro-Bus-Heepen“ anzuschließen oder sich dort näher zu informieren, kann Kontakt aufnehmen per email : pro-bus-heepen@arcor.de
Heepen
 
Tag 9
Gustav
21.05.2013, 15:01 Uhr
 
Guten Tag zusammen,

seit vielen Jahren nutze ich den ÖPNV in Bielefeld. Deshalb ärgert es mich, dass von dem Vertreter von moBiel und von der Moderatorin so getan wird, als ob wir Bürgerinnen und Bürger nur noch zu verschiedenen Streckenvarianten oder Hochflur- bzw. Niederflurtechnik gefragt werden. Viele bisherige Beiträge bezweifeln jedoch mit guten Gründen den Sinn, die Notwendigkeit und die (Kosten-)Verträglichkeit von einzelnen Maßnahmen des StadtBahn-Ausbaus.

So wurde mehrfach die gute Bus-Anbindung von Heepen und des Bielefelder Ostens genannt, mit der auch wichtige öffentliche Einrichtungen gut erreichbar sind (Kesselbrink, Arbeitsamt, Seidenstickerhalle mit den Linien 24, 25 und 26; Ravensberger Spinnerei mit VHS und Kino und Museum, Carl-Severing-Schulen, Westfalen-Kolleg mit den Linien 21, 22 und 29) sowie die direkte Bus-Verbindung von Heepen zum Hauptbahnhof mit der Linie 350/351.

Die Verlängerung des StadtBahn-Netzes nach Heepen ist aus vielen Gründen problematisch, egal ob in Hochflur- oder Niederflurtechnik, ob über die Heeper Str. oder den Langen Kampe, ob in Heepen über die Strecken H, I oder J. Hier eine Zusammenfassung von wichtigen Kritikpunkten:
1. Die Anbindung an das bestehende StadtBahn-Netz ist nicht befriedigend gelöst
2. Eine dritte Betriebsform mit Niederflurtechnik erhöht unnötig die Erhaltungskosten
3. Allein der Ausbau nach Heepen verlangt einen neuen Betriebshof mit neuen Kosten
4. Die Trassenführung bis zur Radrennbahn ist umstritten, ein Konsens nicht sichtbar
5. Hohe Störanfälligkeit durch den Autoverkehr und Beeinträchtigung durch Feuerwehr, Rettungsdienst etc.
6. Viele Kilometer des Ausbaus können nicht auf einem eigenen Gleiskörper erfolgen
7. Das bedeutet Kürzung der Bundeszuschüsse (60 %) und Anstieg des Eigenanteils
8. Die Strecke nach Heepen wird mit Kosten von 75 Mio. € (real 100 Mio. ?) kalkuliert
9. Die Bürger zahlen den hohen Eigenanteil und auch die Zuschüsse über ihre Steuern
10. Dies führt wahrscheinlich zu weiteren Fahrpreiserhöhungen und Buslinienkürzungen

Am 22.5. treffen sich die beteiligten Bezirksvertretungen zu einer öffentlichen Sitzung zum erweiterten StadtBahn-Konzept um 18 Uhr im Ratssaal des Neuen Rathauses. Hier könnten Bürgerinnen und Bürger aktiv teilnehmen und ihre Kritik kundtun. Bei einer politischen und ökonomischen Abwägung sollten die Politiker/innen zu einer besseren Lösung kommen.

Wenn man auf den StadtBahn-Ausbau nach Heepen verzichtet und lediglich Verbesserungen im jetzigen Busverkehr durchführt (z.B. Linie 350/351 von Heepen zum Hauptbahnhof im 15-Minuten-Takt), spart man sofort viele Mio. € Steuergelder und schützt die eigene Stadt und unsere Kinder vor weiterer Verschuldung. Besser kann man nicht sparen, es schadet keinem. Sinnvolle andere Ergänzungen auf eigenem Gleiskörper wie die Verlängerung in Milse und Stieghorst und auch die Spange zum Campus-Gelände sind trotzdem möglich und förderfähig.
Heepen