Tag 10
Fabian Endres
22.05.2013, 14:46 Uhr
Nachtrag zu meinem Vorschlag: Über die Erweiterung der Linie 2 nach Hillegossen über eine eigene Trasse auf der Detmolder Straße wäre so auch eine schnelle Anbindung (da gerader Streckenverlauf) und eine bessere Nutzung der ansonsten eher Fahrgastarmen Teillinie möglich.
Heepen · Hillegossen
Fabian Endres
22.05.2013, 13:23 Uhr
 
Hallo zusammen,

mal eine ganz andere Variante:

Wie wäre es mit einer Verlängerung der StadtBahnLinie 3 von Stieghorst nach Heepen? Über Stieghorster Str, Oldentruper Str, Potsdamer Str.? Hier würden auch wichtige Gebiete mit eingeschlossen werden, einschließlich Bahnhof Oldentrup, Marktkauf Oldentrup (bzw. allgemein vielen Einkaufsmöglichkeiten), Teile Oldentrups und der gesamte Einzugsbereich Potsdamerstraße (Am Dreierfeld bis Heeperholz) hin in den Heeper Ortskern. Die genannten Straßen bieten ausreichend Platz für eigene Trassen. Einziger negativer Punkte wäre hier wahrscheinlich die Fahrtzeit bis ins Zentrum, allerdings würden auch hier ringlinienartig mehrere Stadtteile miteinander verbunden werden.

Für die Anbindung nach Hillegossen wäre dann eine Verlängerung der Linie 2 komplett die Detmolder Straße entlang notwendig. Auch hier würden viele Einzugsgebiete erschlossen werden (z.B. Lipper Hellweg), die Grüngebiete am Freizeitzentrum Stieghorst würden nicht durchschnitten von Gleisen. Auch hier wäre wohl eine eigene Trasse denkbar, wenn der Mittelstreifen entfernt würde.

Wären dies Optionen oder sind diese völlig abwegig? Die Variante Linie 3 nach Heepen würde bedeuten, dass weder durch die Variante 1 oder Variante 5 entweder Stadtbahnen durch beruhigte Wohngebiete fahren müssen oder aber durch zu enge Straßen geleitet werden müssen.

Grüße
Fabian Endres
Gesamtvorhaben · Heepen · Hillegossen
 
Tag 7
Fabian Endres
19.05.2013, 01:56 Uhr
Kommentar zum Beitrag von Bielefelder
In meinen Augen macht nur ein verkehrsberuhigter, aber niemals komplett autofreier Jahnplatz Sinn. Vielleicht wäre hier einmal zu definieren, was denn genau der Jahnplatz ist (von Friedrich-VerlegerStraße bis zum Obertorwall oder doch nur das Dreieck Niederwall / Oberntorwall / Bahnhofstraße)?

Auch wenn diese Diskussion nicht zu hundert Prozent zur Stadtbahnausbau-Diskussion passt, ich sehe hier viel Handlungsbedarf, aber auch viele Fragen, die es zu beantworten gilt:
- Der Niederwall muss befahrbar bleiben (von Herforder Straße und Oberntorwall aus, daher macht eine einspurige Führung zu dieser Straße Sinn. Es sollten nur nicht alle auf die Idee kommen, genau da lang fahren zu wollen. Eine wie sonst in anderen Städten übliche Ringlinie besitzt Bielefeld nicht, bzw. bietet hier viele Schwachpunkte. Wer aus Richtung Heeper Straße zum Adenauerplatz fahren will, muss entweder den Umweg über die Detmolder Straße nehmen oder aber zum OWD fahren. Die Kreuzung Mindener Straße / Feilenstraße ist aufgrund der geringen Aufnahmekapazität wahrscheinlich ein Knackpunkt, wenn der Jahnplatz für den Durchfahrtsverkehr gesperrt wird.
- Eine visuelle Verschönerung des Jahnplatzes z.B. durch Bepflanzung ist nur bedingt möglich, da das Jahnplatzforum darunter verkehrt. Hier sollte überlegt werden, inwiefern dieser wieder eingebunden werden kann (momentan dient es m.E. mehr als Schandfleck). Eine bessere Einbindung in die B-Ebene des Jahnplatzes würde hier Sinn machen, z.B. schon durch einen zusätzlichen Einbau von Rolltreppen an Stelle der bisherigen Treppe. Dies dient der besseren Mobilität und auch der, meiner Meinung nach, besseren Sichtbarkeit vom Jahnplatz aus. Als Beispiele kann man die Hauptwache in Frankfurt oder auch den Neumarkt in Köln aufzählen (auch wenn diese von der Dimension her um einiges größer sind)
- Die Welldächer müssen dringendst weg! Der Jahnplatz als der zentrale Umsteigepunkt muss auch zum Wohlfühlen beim Umsteigen auf den nächsten Bus einladen.
Insgesamt könnte darüber nachgedacht werden, dem Jahnplatz die Struktur einer reinen Fußgängerzone mit inkludierter Buswartezone wie z.B. in Bremen der Bahnhofsvorplatz zu geben. Ich finde das schön gemacht, die Barrierefreiheit ist größtenteils gegeben und auch für Nachtbusse wäre dies bestens geeignet.

Was meinen Sie (die Community)?
Innenstadt
Fabian Endres
19.05.2013, 00:58 Uhr
 
Als sehr interessierter Leser dieser Online-Diskussion möchte ich auch gerne meine Meinung kundtun, auch wenn ich mir die verfügbaren Dokumente wie z.B. Machbarkeitsstudien nicht im Ganzen verinnerlicht habe. Das Niveau, auf dem hier diskutiert wird, finde ich höchst lobenswert, da es zeigt, dass es uns Bielefeldern anscheinend etwas daran liegt, aktiv an einer Gestaltung teilhaben zu können (auch wenn es nicht jedem recht gemacht werden kann).

Zur geplanten Linie 5: Ich persönlich bin der Meinung, dass eine neue Technologie (Niederflur) keine wirkliche Alternative zur bereits vorhandenen Hochflurtechnik bietet. Ich halte die (scheinbar nicht wirklich berücksichtigte) Variante, vom Tor 6 quer über die Teutoburgerstraße zur Heeper Straße und dann weiter die Variante 5 in Richtung Heepen für die beste Lösung. Eine Trassenführung von der Kreuzung Hubertstraße bis zur Radrennbahn wird wohl nicht möglich sein, ohne die Gehwege rückbauen zu müssen (wovon ich ganz klar kein Freund bin, siehe Teile der Detmolder Straße), jedoch kann ab der Radrennbahn bis hin zum Tieplatz eine eigene Trasse problemlos eingesetzt werden. Die Variante 1 durchschneidet neben der bereits viel diskutierten Straße Auf dem langen Kampe auch zusätzlich das gerade in der Entstehung befindliche grüne Band, dass gerade im Bereich Bleichstraße / Auf dem Tönsplatz mit einem neuen Kinderspielplatz aufwartet und ein kleineren Obolus gekostet hat.
Die Linie 21 / 22 müsste zu diesem Zweck aber wie die Linie 24 bis Lohbreite und ab da nach altem Fahrplan weitergeführt werden, die Linie 26 könnte die heutige Linie 29 übernehmen, die Linie 25 fährt wie gewohnt.

Zur Thematik "Überlastung des Tunnels": Bei meiner vorgeschlagenen Variante kann ich mir nicht vorstellen, dass die notwendige Kapazität noch weiter erhöht wird. Die Durchfahrtszahl müsste (in meinem naiven Glauben) doch identisch bleiben, wenn die Linie 4 ab Rathaus weiter verkehrt. Heute muss diese Linie ja auch genauso durch den Tunnel, bevor sie zwischen Rathaus und Landgericht aufs Abstellgleis manövriert wird. Warum sollte also eine Weiterfahrt für eine höhere Auslastung sorgen? Um diese besser zu optimieren, müsste man (wie bereits von anderen hinreichend beschrieben) die Angabe treffen können, an welcher Position ein Zug hält (Einzel- / Doppeltraktion). Dies ist heute nur über die für die Bahnfahrer notwendigen Schilder "H", "HH" und "LZ" zu sehen, wobei sich diese auch nicht immer daran halten. Eine höhere Durchschlagszahl ließe sich aber mit geringsten Mitteln erreichen.
Die bisher sehr erfolgreiche Linie 1 sollte nicht verändert werden, bis natürlich auf den Ausbau nach Sennestadt. Die hier kritische Zone Brackwede Hauptstraße muss natürlich gesondert aufgearbeitet werden. Hier bin ich der Meinung, dass Innenbahnsteige die bessere alternative zu Außenbahnsteigen liefern, da diese weniger Platz wegnehmen. Autos müssten wie sonst auch auf den Schienen fahren, die Gehwege aber nur im Bereich dieser 100m verengt werden.
Hoch-/Niederflurtechnik · Sennestadt · Tunnel