Tag 13
Bärbel
25.05.2013, 23:40 Uhr
Ich möchte Herrn Meier zustimmen, dass der Jahnplatz als Umsteigeort sehr wichtig ist und noch ergänzen, dass er, so wie es jetzt ist auch ein sehr bequemer Umsteigeort ist (wenn auch sicher kein schöner): Alle Stadtbahnlinien an einem Bahnsteig, alle Busse im Prinzip an zwei Bussteigen, an denen man die Richtung gut erkennen kann und alles ohne Straßenquerungen zu erreichen (außer wenn man auf einmal wieder in die Gegenrichtung mit dem Bus weiterfahren will).
Das liegt natürlich auch an dem begrenzten Linienangebot der Stadtbahn. Wenn man neue Linien hinzunimmt, was prinzipiell sicher wünschenswert ist, muss man schon darauf achten, dass man das Umsteigen dadurch nicht wesentlich komplizierter macht (etwas komplizierter ist wohl unvermeidlich).
Daher würde ich es für eines der entscheidenden Argumente für oder gegen diese Niederflurlinie 5 halten, wie die Umsteigemöglichkeiten am Jahnplatz (und gegebenenfalls in Bethel oder am Adenauerplatz) konkret gestaltet sind. Wenn ich Ratsmitglied wäre, würde ich schon als Entscheidungskriterium heranziehen wollen, wie die Haltestelle Jahnplatz denn anschließend wirklich aussieht und wie weit die Wege sind, die zurückgelegt werden müssen. Dazu würde ich mir konkrete Pläne und möglichst auch ein Bauklötzchenmodell und eine Ortsbegehung mit real aufgemalten Haltebuchten oder ähnlich wünschen, denn nur so kann sich ein Nicht-Verkehrsingenieur das auch wirklich vorstellen (Ratsmitglieder sind ja keine Fachleute für alles). Und unter Umständen käme man vielleicht wirklich zu dem Ergebnis, dass eine Haltestelle für Niederflur an der Friedenstraße nicht komfortabler ist als eine Stadtbahnlinie, die nur am Hauptbahnhof hält, aber dafür nicht am Jahnplatz (obwohl das wirklich das übersichtliche Umsteigesystem in Bielefeld kaputtmachen würde). Aber ohne ganz konkrete Planung für den Jahnplatz das zu entscheiden, halte ich für gewagt.
Innenstadt
 
Tag 9
Bärbel
21.05.2013, 22:04 Uhr
Danke für den Link! Diese Präsentation bestätigt leider meine Befürchtungen: Wenn die Linie 26 komplett abgeschafft wird, bedeutet das für die Haltestelle Meinolfstraße in der Bleichstraße eben gerade keinen 10--Minuten-Takt mehr, sondern einen 20-Minuten-Takt werktags bis in den frühen Abend und danach zu Fuss bis zur Radrennbahn laufen (egal ob die Bahn über den Langen Kampe geführt wird oder über die Heeper Straße, an der Meinolfstraße ist am Langen Kampe nämlich in den Plänen keine Haltestelle eingezeichnet - soviel zur besseren Anbindung der nördlichen Wohngebiete). Für die südlichen Wohngebiete, die bisher mit 21/22 erschlossen werden, bedeutet es wahrscheinlich zumindest ein zusätzliches Umsteigen. Wenn die Busse trotzdem weiterfahren sollen, ist die Wirtschaftlichkeitsberechnung der Strecke teilweise hinfällig. Und das Umsteigen am Jahnplatz von Niederflur auf Hochflur bzw. Bus ist nicht ohne die Nutzung einer dieser nervigen Fußgängerampeln am Jahnplatz möglich, was die Umsteigezeit deutlich verlängert. Ein autofreier Jahnplatz ist städtebaulich sicher wünschenswert, aber ich kann es mir nicht vorstellen, dass sich das durchsetzen lässt - noch dazu in dem kurzen Zeitfenster, das für den Bau dieser Linie vorgesehen ist (man sehe sich nur die ewige Diskussion über die Hauptstaße in Brackwede an, wo es vergleichsweise einfach wäre, den MIV umzuleiten).
Bärbel
21.05.2013, 16:59 Uhr
Kommentar zum Beitrag von ausbauopfer
Gestaltung einer möglichen Streckenführung entlang der Heeper Straße: Leider sehe ich nicht so richtig, wo zwischen Ostbahnhof und Lohbreite eine komfortable Umsteigehaltestelle zur Bahn Platz hätte, meines Erachtens ist das wirklich eine kritische Engstelle. Westlich der Bahn wäre noch eher Platz für eine Haltestelle an der Heeper Straße - da ist sie dann natürlich eigentlich wieder zu weit weg (außer die Bahn ermöglicht eine Zuwegung zur Haltestelle auch von dieser Seite). Östlich der Lohbreite könnte trotz Einmündung der Brückenstraße noch Platz für eine Haltestelle im Kreuzungsbereich sein, möglicherweise könnte man dafür den Querschnitt der Lohbreite drastisch reduzieren, diese Straße ist sowieso für ihren Sackgassencharakter viel zu breit angelegt (würde vielleicht auch den Schleichverkehr durch Lohbreite und Feldstraße zur Eckendorfer Straße reduzieren).
Heepen
 
Tag 8
Bärbel
20.05.2013, 00:44 Uhr
Gestaltung der Heeper Straße mit Stadtbahn ohne Radwege? Radfahrer durch den Langen Kampe statt durch die Heeper Straße ist nur bedingt eine Alternative, die echte Engstelle ist die Bahnunterführung (auch am Fuss-/Radweg an den Stauteichen - den ich persönlich deswegen an dieser Stelle meide), das wird auch für die Stadtbahn der entscheidende Engpass sein, (fast) überall sonst könnte man auch (statt in die kaum vorhandenen und sowieso zu schmalen Radwege) in den ruhenden Verkehr eingreifen oder z.B. die z.T. verwirrend langen Abbiegerspuren und anderen kleinen Tücken der Heeper Straße reduzieren.
Fahrrad · Heepen
Bärbel
20.05.2013, 00:12 Uhr
Vielen Dank, Herr Meier, für die ermutigenden Prognosen zu den Buslinien. Ich hatte meine pessimistischen Annahmen über die Ausdünnungen auf die Variantenuntersuchung gestützt, die auch im Netz steht, und in der es für mich schon so aussieht, als ob die Stadtbahn dazu führen würde, dass die Busangebote reduziert werden.
Ansonsten kann ich die Argumente für eine Weiterführung der Stadtbahn in Richtung Westen oder zumindest Hauptbahnhof statt Richtung Süden nur unterstützen, denn wer fährt schon mit der Stadtbahn eine Dreiviertelstunde durch die Stadt, um von Heepen nach Sennestadt zu kommen, wenn er in zwanzig Minuten mit dem Auto über den Berg ist - aber in den Westen oder zum Hauptbahnhof mit der Stadtbahn ohne Umsteigen, das ist wirklich attraktiv! Und ich denke auch, dass man die Leute, die bisher aus der Linie 4 in den Bus Richtung Heepen umsteigen müssen, von den Umsteigern im Jahnplatz ja abziehen könnte, wenn die Linie 4 verlängert würde - vielleicht würden die Standzeiten ja dann doch nicht so stark verlängert?
Heepen
 
Tag 6
Bärbel
18.05.2013, 22:15 Uhr
Kommentar zum Beitrag von Markus L
Ich möchte noch ergänzen, dass auf den Plänen für den Langen Kampe keine Haltestelle zwischen der Holzwiese und der Radrennbahn vorgesehen ist - für die nördlich gelegenen Wohngebiete sind die Wege daher auch nicht viel kürzer als für die Trasse Heeper Straße! Zur Zeit gibt es nördlich dieser Strecke die Haltestelle Am Großen Holz, Feldstraße, Meinolfstraße und Ziegelstraße/Bleichstraße - für mobilitätseingeschränkte Personen wäre daher mit einer deutlichen Verschlechterung im Vergleich zur jetzigen Situation zu rechnen. Wie rollstuhlgerecht sind eigentlich die Niederflurwagen? Sind sie stufenloser zu erreichen als die modernen absenkbaren Stadtbusse?
Heepen
Bärbel
18.05.2013, 22:04 Uhr
Der Unterschied zu dem von Ihnen genannten Beispiel ist aber, dass der Lange Kampe jetzt schon sehr gut verkehrsberuhigt ist und faktisch eine wunderbare Radroute ist. Er hat wirklich keine zusätzliche Aufwertung nötig! Die Heeper Straße hingegen ist dringend aufwertungsbedürftig und der Verkehr dort ist keineswegs optimal geregelt, ich denke, dass bei einer intelligenten Regelung die Durchlässigkeit für Autos durch eine Stadtbahntrasse nicht wesentlich verschlechtert würde. Allerdings denke ich auch, dass die Anbindung der östlichen Mitte von Bielefeld durch eine Stadtbahn generell eher verschlechtert würde, weil viele Bushaltestellen durch wenige Stadtbahnhaltestellen ersetzt würden, und ich finde es schade, dass statt einer Stadtbahn nach Jöllenbeck, die die Bürger dort wünschen, eine nach Heepen gebaut werden soll, wo sie eigentlich keiner dringend braucht.
Heepen