Tag 12
Norbert Jamitzky (Stadt Bielefeld)
24.05.2013, 12:23 Uhr
Kommentar zum Beitrag von Kampe98er
Nein, ist leider auch nicht so pauschal zu beantworten.

Entscheidungen die eine gesamtstädtische Ebene betreffen werden von den höchsten politischen Gremien getroffen, vom Rat der Stadt Bielefeld oder vom Stadtentwicklungsausschuß. Hier empfehlen die Bezirksvertretungen.

Allerdings, und darauf bin ich im vorherigen Beitrag eingegangen, müssen für den Erwerb der Bundesmittel zu gegebenen Zeitpunkten Planungsfortschritte eingereicht werden.
Beteiligung
Norbert Jamitzky (Stadt Bielefeld)
24.05.2013, 12:00 Uhr
Kommentar zum Beitrag von Bielof
Ich versuche Ihnen kurz einige Vorteile der Niederflurtechnik darzulegen.

1.) Städtebauliche Vorteile: Wir befinden uns im Bauen im Bestand und nicht auf der grünen Wiese. Das heißt, ich muss schon den gesamten Straßenraum inklusive aller Zufahren etc. betrachten. Ein Hochbahnsteig ist mit 100m länger als ein Niederflurbahnsteig mit 65m. Die 35m Unterschied bieten dann schon eine Variabilität im Bezug auf mögliche Haltepunkte. Darüber hinaus kann ich einen Niederflurbahnsteig queren.

2.) An einem Niederflurbahnsteig (Höhe 29-30cm) kann ich auch einen Niederflurbus halten lassen. An Hochflurbahnsteigen kann kein Niederflurbus halten.
Hoch-/Niederflurtechnik
 
Tag 11
Norbert Jamitzky (Stadt Bielefeld)
23.05.2013, 16:51 Uhr
Kommentar zum Beitrag von Kampe98er
Nein ich kann Sie beruhigen, das ist sicherlich nicht der Fall. Zum einen war es eine reine Informationsveranstaltung für die Bezirksvertretungen. Den Beschluss würde in so einer Fragestelltung immernoch der Rat der Stadt Bielefeld trefen und keine Bezirksvertretung. Zum anderen ging es in erster Linie um den Systementscheid und die Netzkonzeption und nicht um eine Festlegung welche Trasse durch Bielefeld Mitte bevorzugt wird. Nach wie vor steht für die Führung der Trasse in der Mitte eine Entscheidung zwischen den Varianten 1 und 5 aus. Für den Abschnitt Heepen existieren drei Mögliche Varianten zur Diskussion.

Es gibt in der Bundesförderung mehrere Phasen die je nach Planungsforschritt durchlaufen werden müssen. Nicht desto trotz besteht ein gewißer Zeitdruck, der lässt sich nicht leugnen. Daher müssen auch Entscheidungen getroffen werden, mit aller Sorgfalt und Gewißheit, um die Planung Schritt für Schritt voranzutreiben. Die Wahl der Trasse nach Heepen ist für das System unerheblich da der Gutachter TTK in der Machbarkeitsstudie für beide Systeme die Machbarkeit nachgewiesen hat.

Da ich gestern selber anwesend war, kann ich bezeugen dass sich 2 Anwesende Einwohner aus Heepen geäußert haben. Jetzt aber hierraus auf die Gesamtbevölkerung in Heepen zu schließen, halte ich für eine sehr vage Vermutung.
Heepen · Hoch-/Niederflurtechnik
Norbert Jamitzky (Stadt Bielefeld)
23.05.2013, 15:57 Uhr
Kommentar zum Beitrag von Balu
Selbstverständlich versuchen wir, wenn es baulich möglich ist, Rasengleise überall da zu verwirklichen wo es möglich ist.

Gehen Sie davon aus dass Sicherheit an oberster Stelle steht und alles bauliche machbare umgesetzt wird, dies muss aber auch finanzierbar bleiben.

Die Lage der Hochbahnsteige ist im Grünzug flexibel, aber ein Bahnsteig in jeglicher Technik (Hoch- oder Niederflur) auf gerader Strecke liegen muss. Gilt für alle Stadtbahnmaßnahmen.

Es ist von uns nie behauptet worden dass die Verlängerung nach Hillegossen mit der Wappenstraße abschließt. Unsere Betonung lag auf den Zeitraum bis 2019 (Betriebnahme). Die Stadt plannt in Zusammenarbeit mit moBiel die erste Baustufe die vorerst gemäß dem politischen Beschluss bis zur vorläufigen Endhaltestelle Wappenstraße verlaufen soll. In einer zweiten Baustufe ist gemäß dem selbigen Beschluss eine Weiterführung der Stadtbahn entlang der Detmolder Straße in Richtung der BAB A2 angedacht. Dieser zweite Abschnitt ist im Verlauf, aber auch bezüglich der Lage der Haltepunkte völlig offen, hier können die Bürger sich komplett einbringen.

Die Maßnahme soll durch die Landesförderung gefördert werden. Bis zur Wappenstraße erfüllen wir jegliche Forderungen für eine maximale Förderung von ca. 85% der förderfähigen Baukosten. So wie im Falle der Bundesförderung setzt das Land auf eigenen Bahnkörper. Die Weiterführung der Bahntrasse von Wappenstraße zur A2 lässt sich leider nicht, ohne gravierende Eingriffe in den MIV, auf eigenen Bahnkörper realisieren. Die Grundsätze der Bundes- als auch der Landesförderung werden sich ab 2020 ändern. Wiefern lässt sich gegenwärtig nicht bestimmen. Vielleicht haben wir dann ab 2020 eine reele Chance bis zur A2 zu bauen. Hoffe ich habe bisserl zur Aufklärung beigetragen. Unser Ziel ist selbstverständlich der Weiterbau der Linie 3, allerdings müßen die Rahmenbedingungen (u.a. städtischer Haushalt) auch berücksichtigt werden.

Vielen Dank für Ihre Anfrage
Norbert Jamitzky
Hillegossen
Norbert Jamitzky (Stadt Bielefeld)
23.05.2013, 12:39 Uhr
 
Thema: Verlängerung der Linie 3

Sehr geehrter Herr Franzen, Wolfgang K, Bastian Schwarz, H-JK, Bielefelder, Gartenfreund, Lg76, Fabian Endres, Kampe98er und Schwarzfahrer.

Ich habe Ihre Beiträge zur Verlängerung der Linie 3 zur Kenntniss genommen, sie werden nicht übersehen oder vergesen. Einige Ideen in ihren Beiträgen eignen sich sehr gut für die Werkstattwoche. Dazu lade ich Sie herzlich ein.

Die Werkstatt findet am 5.Juni im Freizeitzentrum Stieghorst statt, in der Uhrzeit von 18:30 bis 21Uhr.
Hillegossen
Norbert Jamitzky (Stadt Bielefeld)
23.05.2013, 11:57 Uhr
 
Sehr geehrte Teilnehmer der Onlinediskussion,

an dieser Stelle möchte ich mich kurz zu Park & Ride bzw. Bike & Ride Anlagen äußern.

Nicht jede scheinbare Park & Ride (bzw. Bike & Ride) Fläche ist dafür auch geeignet. So kennen, wir aus eigenen Erhebungen der Park & Ride Flächen in Milse und an der Endhaltetstelle Senne, einige Details über die jeweilige Auslastung am Tag aber auch über die Kennzeichen wo der Parkenden sein Startort hatte.

Die Erhebungen haben wir im Herbst 2012, im Januar 2013 und zuletzt im Mai 2013 durchgeführt. Die Parkauslastung wurde an üblichen Werkstagen in der Zeit von 9 bis 14Uhr erfasst.Die Vorgehensweise entspricht weitgehend den von der Verkehrswissenschaft anerkannten Richtlinien.

Während in Milse der Park & Ride Parkplatz (der direkt an der Endhaltestelle liegt) eine regelmäßige Auslastung von ca. 93 % hat, stellt sich die Situation in Senne (hier meine ich beide Park & Ride Flächen) anders dar. Hier haben wir eine Auslastung die sich zwischen 65 und 70% bewegt. Eine weitere Park & Ride Fläche an der zukünftigen Linie 5 im Bereich Sennestadt, muss daher sorgfältig im Bezug auf Größe und Lage geplannt werden.

Aus verkehrsplanerischer Sicht gibt es aber auch schon einige Ideen zu weiterer Park & Ride bzw. Bike & Ride Flächen in Bielefeld.Im Zusammenhang des Neubaus der Linie 5 und der Verlängerung der Linie 3 ergeben sich einige Möglichkeiten, die auch bei entsprechendem Interesse in einer Werkstatt erarbeitet werden können.Hier sind wir auch auf Ihre Ideen gespannt.

Wer sich für bestehende Konzepte in anderen Städten in NRW interessiert der sollte ein Blick nach Köln (sehr gut ausgebaut und bewirtschaftet), nach Dortmund oder Kassel richten.
Fahrrad · Park+Ride
 
Tag 9
Norbert Jamitzky (Stadt Bielefeld)
21.05.2013, 13:43 Uhr
Wie kommen Sie denn zu dieser Unterstellung?

Diese Veranstaltung wurde hauptsächlich von Herrn Burmeister mündlich vorgetragen. Wir sind gerade dabei mit dem Auftraggber zu klären ob Inhalte mitgeschrieben worden sind oder eine Powerpointpräsentation verfügbar ist. Ob wir dann hier Inhalte veröffentlichen können entscheidet der Auftraggeber in Absprache mit Herrn Burmeister und nicht moBiel oder die Stadtverwaltung.
Norbert Jamitzky (Stadt Bielefeld)
21.05.2013, 10:33 Uhr
Kommentar zum Beitrag von Markus L
Hallo Herr Markus L,

ihr Beitrag zu Tunnelkosten und der Bundesförderung bzw. EU-Förderung ist leider falsch. Da es verschieden Methoden im Tunnelbau gibt, existieren auch verschiedene Presiansätze. Zu letzt sind die örtlichen Gegebenheiten (Wie ist der Bodenaufbau, welcher Gestein befindet sich in der Region, etc.) ausschlaggebend.

Wenn Sie die Bezuschung ansprechen dann befinden wir uns, sofern alle Kriterien eingehalten werden, in der Bundesförderung. Der Bund fördert nach dem GVFG Maßnahmen die eine Bausumme von 50 Mio. erreichen, weil er davon ausgeht dass die Länder die Maßnahmen nicht selber finanzieren können. Hier gibt es einen maximalen Förderungssatz von 60% der förderfähigen Kosten. Dazu kommen noch vom Land weitere 30% dazu.

Ein EU-Fördertopf im Zusammenhand des Stadtbahnausbaus existiert nicht.
Finanzen
 
Tag 4
Norbert Jamitzky (Stadt Bielefeld)
16.05.2013, 13:48 Uhr
Kommentar zum Beitrag von Carsten
Sehr geehrter Herr Carsten,
die B68 befindet sich in Baulast des Landes NRW und liegt nicht in der Hand der Stadt Bielefeld. Zum Thema Einsparrungen in der Stadt Bielefeld (Verwaltung) siehe Ratsbeschluss (öffentlich) vom 07.03.2013. Ich bitte Sie bei der Diskussion zum Stadtbahnausbau zu bleiben.
Norbert Jamitzky (Stadt Bielefeld)
16.05.2013, 11:34 Uhr
 
Dieser Artikel soll die ÖPNV-Nutzung in Bielefeld beschreiben:

Im Rahmen des EU-Projektes BAPTS hat die Stadt Bielefeld im Jahr 2010 eine umfassende Haushaltsbefragung zum Mobilitätsverhalten der Bielefelder Bevölkerung beauftragt. Das Ziel dieser Haushaltsbefragung war die Ermittlung des Verkehrsverhaltens in der Stadt Bielefeld. Insgesamt wurden per Zufallsprinzip 15.000 Bielefelder Haushalte ausgewählt von denen 3.705 an der Studie teilgenommen haben. In der Befragung wurden die alltäglichen Wege der Haushaltsmitglieder abgefragt. Die Hauptaussagen der Studie lassen sich wie folgt zusammenfassen: Der durchschnittliche Bielefelder legt am Werktag 3,4 Wege zurück, die eine Reiseweite von 6km haben und 18 Minuten (pro Weg) dauern. In den Studien wurden acht typische Reisezwecke berücksichtigt. Die Ergebnisse der Studie stimmen mit gängigen in der Verkehrsforschung existierenden Studien und Beobachtungen überein.

Tatsache ist, dass die überwiegende Zahl der Wege im näheren Umfeld zurückgelegt wird. Viele Arbeitsstellen befinden sich in Sennestadt, in Senne, in Brackwede und in Bethel. Auf dem Weg von der Würtenberger Allee in die Innenstadt existieren einige Einkaufsmöglichkeiten für den täglichen Gebrauch. Hier ist demnach auch keine reale Nutzergruppe, die die Relation Sennestadt – Bi-Mitte aufsucht, zu erwarten. Für den Wegezweck Bildung existieren vor allem in Brackwede, Senne und Sennestadt Möglichkeiten aller Schulformen. Im Rahmen der Schulzeitentzerrung sind uns die Fahrrelationen (Einstiegshaltestelle und Schule) der Schüler aus den benannten Stadtteilen bekannt. Als Ergebnis für die Relation Sennestadt – Bielefeld Hbf bzw. Jahnplatz bleibt der Wegezweck Freizeit, der Wegezweck Besuch, zum Teil der Arbeitsweg und das Einkaufen für Güter des nicht täglichen Bedarfs. Auch hier muss relativiert werden, dass einige dieser Wege nicht alltäglich stattfinden.

MoBiel führt in regelmäßigen Abständen Zählungen auf ihren Bus- und Stadtbahnlinien durch. Hier ist bekannt, dass knapp 30% der Fahrgäste allein im Binnenabschnitt Senne bis Bethel der Linie 1 fahren.

Für die Diskussion ist folgendes festzuhalten; Der Ausbau der Stadtbahn nach Heepen und Sennestadt dient vor allem der vor Ort Ansässigen die ihre Wege im Stadtteil selber oder im Nachbarstadtbezirk durchführen. Damit wird nicht ausgeschlossen, dass die erwähnten Relationen Sennestadt – Bi-Mitte (Hbf und Jahnplatz) oder Heepen und Bi-Mitte von einzelnen Fahrgästen genutzt wird. Demnach ist die Sennebahn nur für einzelne eine mögliche Alternative.
 
Tag 3
Norbert Jamitzky (Stadt Bielefeld)
15.05.2013, 09:58 Uhr
 
Sehr geehrte Damen und Herren,

ich freue mich über Ihre vielen Beiträge und Anregungen. In Kürze werden wir von der Stadtverwaltung über die Website zukunftmobielefeld.de zusätzliche Informationen zum Stadtbahnausbau sowie einige Studien, die direkt mit dem ÖPNV zu tun haben, bereitstellen.

Vielen Dank für Ihre zahlreichen Anregungen.