Tag 15
Quittenbäumchen
27.05.2013, 18:34 Uhr
Kommentar zum Beitrag von 04910
Demnach wären die Vogelstraßen wohl der große Verlierer der ganzen Aktion.

Wenn nur noch die 21 von Lohbreite (Variante 5) oder Ostbahnhof (Variante 1) in Richtung Heepen fahren würde, müßten alle Vogelstraßler immer mindestens einmal umsteigen. Super-GAU wäre dann abends nach 350/351 Dienstschluß vom Hauptbahnhof z.B. zum Grasmückenweg. Am Bahnhof warten und in die S-Bahn; dann Lohbreite/Ostbahnhof warten und in die 21.
Wie war nochmal die Nummer vom Taxi?

Aber so wie ich Herrn Meier auf der Auftaktveranstaltung verstanden habe, ist über die Neuverteilung der neuen Busrouten noch nicht gesprochen worden.
Aber hier kann ich ja schonmal darauf aufmerksam machen...
Bus · Heepen
UlrichP
27.05.2013, 18:11 Uhr
 
Das Verkehrssystem Bus sollte doch nicht Alternative für Relationen sein, für die sich das System Stadtbahn bei der Potenzialanalyse als sehr vorteilhaft ergeben hat ( Hepen, aber auch Sennestadt und Hillegosen ).
Allerdings wird m.E. der Bus als Ergänzungssystem und Übergangssystem bei langfristig umzusetzenden Stadtbahnstrecken bei aktuellen Debatte etwas "stiefmütterlich" behandelt.
Postitiv sehe ich den Ansatz zur prinzipiellen Beeibehaltung der Linien 25 und 26 ( Linie 26 nach Baderbach statt Heepen ), eine Brechung dieser Linie im bereits relativ innenstadtnahen Bereich Lohbreite wäre sicherlich kontraproduktiv.
Ebenso sollten der Ostast der Linie 21 und der der Linie 24 bis zum Jahnplatz erhalten bleiben, bei einer Führung dieser Radialen ab Jahnplatz zum Hauptbahnhof ergäbe sich zudem für Heepen eine gute, für den "alten Bielefelder Osten" eine sehr gute Direktverbindung zum Hauptbahnhof.
Im Gegensatz zum System Stadtbahn kann das System Bus relativ unaufwändig verändert werden, da der Fahrweg und zumeist der überwiegende Teil der Haltestellenanlagen bereits zur Verfügung stehen. Dies sollte genutzt werden, um in den Bereichen, die kurz- bis mittelfristig nicht vom Stadtbahnausbau profitieren können, möglichst kurzfristig Angebotsverbesserungen umzusetzen.
Auch wenn die aktuellen Stadtbahnplanungen personelle Kapazitäten binden, sollte im Sinne eines gesamtstädtischen Konsens die Busverkehrsplanung keine "Auszeit" nehmen. Beispielhaft sei hier Jöllenbeck genannt, hier sollte über eine kurzfristige Optimierung nachgedacht werden, etwa durch Verdichtung der Busachse Badenhausen Süd - Jöllenbeck.
Umgekehrt erscheint mir die kritische Prüfung langlaufender Busparallelverkehre geboten, so bei den Linien 87 und 95, ggf. auch 48, 80, 83 und 88; in diesem Fall dürfte ( nach Einführung der Linie 5 ) eine Brechung dieser Linien in Brackwede sinnvoll sein, bei gleichzeitiger Ausweitung der Betriebszeiten der verkürzten Linie 1 im Abschnitt Bethel - Brackwede auch auf die Normalverkehrszeit.
Bus · Heepen
ubeckers
27.05.2013, 14:50 Uhr
Ich verstehe, dass der Einsatz von Bussen nicht auf die allergröße Liebe stößt, doch ist die Idee dahinter lediglich die Tunnelkapazität zu einigen Spitzenzeiten abzufedern.
Gewiss ist das nicht ideal oder leicht. Aber es kann eine Alternative darstellen. Es geht um eine Kosten/Nutzen-Abwägung. Die Ersparnis weniger neue Gleise zu bauen (oberirdisch in der Innenstadt) und kein zweites System aufzubauen (Niederflurzüge), wiegen meiner Meinung nach die Nachteile einer Busverstärkung durchaus auf.
Außerdem sehe ich das auch nur im Kontext einer Querverbindung der 3 zum Campus. Mit einer solchen Querverbindung kann die Uni ohne mehr Tunnelfahrten mit erheblich gesteigerter Kapazität angefahren werden. Eine Verstärkerfahrt auf der drei wäre somit gleichzeitig auch einer Verstärkerfahrt zur Uni.
Die 4 nach Sieker und die 2 nach Heepen zu legen optimierte die Verkehrsflüsse zusätzlich.
So kann mit 6 Fahren/10 Minuten der allergrößte Teil des Verkehrs bedient werden. Busse benötigte man dann nur noch zur größten Spitzenlastabfederung. Und ohne den Schülern irgendwas böses zu wollen (war früher auch Fahrschüler), bin ich der Meinung, dass Busse durchaus zumutbar sind. Busse im Schulverkehr haben auch ihre Vorteile, durch passende Abstellflächen vor den Schulen können sie mit großem Komfort von den Schülern angenommen werden.
Ich bin kein übertriebener Busfan, sondern suche eine kostengünstige und praxisnahe Gesamtlösung für die Stärkung der Stadtbahn im Nahverkehr bei gleichzeitiger Vermeidung eines oberirdischen Schienenzweitsystems. Und dafür sollte man Busse als Kapazitätserweiterungssystem nicht per se ausschließen.
Bus · Finanzen · Gesamtvorhaben · Tunnel
Holger
27.05.2013, 12:58 Uhr
 
Thema: Bus, Region und Stadtbahn

Die Einstellung aller Planungen für Jöllenbeck.
Der Kraftakt, der eine Stadtbahn nach Sennestadt durchpauken soll (mit Zweitsystem, ohne Beachtung regionaler Realitäten).
Die Basta-Politik von Hbf-Anbindungen (Stadtbusse, Frühverkehr am Wochenende, Heepen).

Das alles zeigt nur eines: moBiel verhält sich, als lebten wir in den 1970er Jahren. Ohne Tarifverbund -- Verbindungen ins Umland liegen in anderen Zuständigkeiten (was im Zuge der Regionalisierung leider auch zunehmend wieder stimmt). Und dabei ist moBiel an der WestfalenBahn beteiligt und organisiert seit 2009/10 die Regionalverbindungen der BVO in die Umlandstädte. MoBiel ist auch an „go.on Gesellschaft für Bus und SCHIENENverkehr“ beteiligt. Begründung für neue Planungen ist eine Haushaltsstudie der Stadt Bielefeld, die für normale Wege der Bürger mit dem ÖPNV nur kurze Strecken feststellt - Umlandbürger mit naturgegeben längeren Wegen wurden nicht befragt.

Was ist seit 2010 im Bereich Regionalbus geschehen? U.a. Verkürzung Linie 94 in Brackwede (Umsteigen bereits Kirche, barriereunfrei zur Normannenstraße), Abbau der Verbindungen nach Verl. Fortschritte gab es nur nach Schloß Holte, Oerlinghausen und Werther. Nicht erfolgt sind Verbesserungen im nördlichen Bereich Jöllenbeck/ Enger/ Spenge sowie der Anbindung von Bad Salzuflen. Auch regionale Anbindungen der Universität an das nördliche Umland sind nicht erfolgt oder überhaupt nur angedacht worden.

Wie wäre es mit Schnellbussen? Nach Bad Salzuflen über Heepen, nach Verl (– Rietberg – Lippstadt), nach Brockhagen – Harsewinkel, von Enger/ Spenge zur Universität.

Möglich wäre beispielsweise auch ein Linienweg der 25 (Baumheide – Dürerstraße) über
Friedrich-Ebert-Straße (Jahnplatz) – Hbf – Weststraße – Schloßhofstraße:
Bedienung des existenziellen Hbf anstelle des absolut existenziellen (?) Jahnplatzes. Eine Stadt wie Osnabrück würde das realisieren.

Alle Planungskapazitäten von moBiel werden für die nächsten Jahre auf den Bau einer Straßenbahn von Heepen über Jahnplatz nach Sennestadt konzentriert. Umsteigen Richtung Hbf nur über lange Wege.
Gute Nacht.
Bus · Gesamtvorhaben
Holger
27.05.2013, 12:29 Uhr
 
Einsatzbusse Innenstadt - Universität sind totaler Unsinn. Wie lange wäre die Fahrzeit? Dringend notwendig sind sofortige Planungen für eine Verbindung Uni - Jöllenbecker Straße und eine schnellstmögliche Umsetzung. Die Priorität für diese zweite Anbindung des Campus gehört an oberste Stelle (Hillegossen und dann Capus-Zweitanbindung). Um eine attraktive Umsteigeverbindung aus Jöllenbeck zu ermöglichen, müssen gleichzeitig Planungen mindestens bis Theesen wieder aufgenommen werden.

Ein Busverkehr zur Uni hätte Fahrzeiten, die kaum mit einer erheblich längeren Stadtbahnanbindung Jöllenbecker Straße - Voltmannstraße - Dürerstraße - Campus konkurrieren könnten. Diese Zweitanbindung leitet aber sämtliche Fahrgäste aus dem Bereich Gellershagen auf die Jöllenbecker Straße um, und hierin liegt ein Großteil der möglichen Entlastung für Linie 4.

Eine Alternative wäre allenfalls der Ausbau der Busverbindungen zum Uni-Campus (direkt Jöllenbeck/ Enger und 10-Minuten-Anbindung aus Gellershagen/ Schloßhofstraße). Die heutige Linie 31 reicht in keinem Falle.
Godehard Franzen
27.05.2013, 11:18 Uhr
Kommentar zum Beitrag von ubeckers
Ich bin auch noch jahrelang mit den Bussen vom Jahnplatz zur Uni gefahren. Gut, dass das vorbei ist. Ich glaube nicht, dass Entlastungsbusse für die Linie 4 eine Lösung wären. In der Verkehrsspitze sind auch die Entlastungszüge voll. Ein Entlastungzug müsste also durch mindestens drei Gelenkbusse ersetzt werden. Das ist sehr unwirtschaftlich und unter Umweltgesichtspunkten höchst problematisch. Die Busse müssten mindestens den Hbf, den Jahnplatz und die Uni anfahren. Wenn sie an der Weststraße (Siggi) und an der Oetkerhalle durchfahren, ist Ärger vorprogrammiert. Eine noch so gute Beschilderung und Information wird das nach meiner Überzeugung nicht verhindern. Sollen die Busse dann im Pulk oder zeitversetzt fahren? Im Pulk wird es wegen des begrenzten Raums am Jahnplatz kaum gehen. Fahren sie zeitversetzt, so ist mindestens der letzte Bus vor der nächsten Stadtbahn völlig unattraktiv: Da nimmt man doch besser gleich die nächste Bahn, weil sie fahrplansicherer und schneller ist. Fahrgäste, die am Hbf mit der Eisenbahn oder am Jahnplatz mit Bus oder Stadtbahn ankommen, müssen sich jedesmal neu entscheiden, ob sie mit dem nächsten Bus oder der nächsten Bahn zur Uni fahren sollen. Auch bei einer zuverlässigen dynamischen Fahrgastinformation an den Haltestellen wird das die Fahrgäste nerven. Und schließlich: Das Fahren in einer knallvollen Stadtbahn ist wahrlich nicht vergnügungssteuerpflichtig. Aber das Fahren in einem knallvollen Bus ist noch viel unangenehmer, jedenfalls empfinde ich das so. Entlastungsbusse könnten ein Übergangsprovisorium sein. Als Dauerlösung eignen sie sich nach meiner Meinung nicht.
Bus · Tunnel
ubeckers
27.05.2013, 10:06 Uhr
Ich gebe zu, dass ein paralleler Busverkehr zunächst nicht sehr attraktiv klingt, aber insbesondere auf den Relationen Innenstadt-Uni und Schulzentren der Linie 3 - Innenstadt ist es aus meiner Erfahrung (jahrelange Arbeit in der Uni und Wohnen nahe der Haltestellen Oststraße und Krankenhaus Mitte) nicht so, dass man mit dem Entlastungsverkehr die gesamte Streckenführung mit Bedienung aller Stationen durchführen müsste, sondern vielmehr Busse einsetzte, die direkt von A nach B fahren und auf Zwischenstops verzichten können. Spart Zeit und Probleme.
Setzen Sie sich z.B. um 9:45 in der Innenstadt die 4, ca. 80% aller Fahrgäste steigen an der Uni aus. Der größe Zustieg findet am Hbf statt, obschon die Züge dort oft bereits recht voll sind.
Bei der 3 ist es ähnlich gelagert, die meisten Schüler fahren zu einem zentralen Umstiegspunkt. Zwischenhalte wären für Busse hier nicht notwendig.
Wie ich bereits schrieb, es mag nicht unbedingt elegant wirken und ist nicht die Lösung _aller_ Probleme, aber meiner Einschätzung nach doch praxistauglich und die Spitzenbelastung im Tunnel hinreichend abfedernd. Es müsste schießlich nicht sämtlicher Entlastungsverkehr durch Busse durchgeführt werden, zwei Zusatzzüge pro 10-Minutenslot sind schließlich möglich (also 6 Züge/10 Min), nur was darüber hinausgeht müsste per Bus durchgeführt werden. Man sparte sich aber den Bau (kostet Geld & Zeit) einer oberirdischen Strecke im Innenstadtbereich und die Einführung eines möglicherweise inkompatiblen Systems (Niederflurzüge) zum Restnetz. Diese beiden Vorteile überwiegen meiner Meinung nach die Nachteile bei weitem.
Bus · Tunnel
Godehard Franzen
27.05.2013, 08:32 Uhr
Kommentar zum Beitrag von ubeckers
Die Einsatzwagen bzw. Entlastungszüge zu den Spitzenlastzeiten sind sicher das Hauptproblem (aber nicht das einzige) bei der Tunnelbelastung. Ich kann mich dennoch mit dem Vorschlag, die Entlastungszüge durch Busse zu ersetzen, nicht anfreunden. Aus Fahrgastsicht wäre das mit großen Nachteilen verbunden, weil das System durch unterschiedliche Ein- und Ausstiegspunkte für ein und denselben Weg verkompliziert würde. Je nach Linie wäre es auch schwierig, eine geeignete, einigermaßen parallel geführte Bustrasse und geeignete Haltepunkte in unmittelbarer Nähe der Stadtbahnhaltepunkte zu finden. Die Fahrtdauer würde bei den Entlastungsbussen z. T. deutlich verlängert, sie wären zudem vermutlich stauanfälliger. Aus Nutzersicht sind das gravierende Nachteile. Einfache und übersichtliche Strukturen sind ein entscheidender Faktor für die Attraktiviät des ÖPNV. Davon sollte man nicht abrücken.
Bus · Tunnel
ubeckers
27.05.2013, 01:17 Uhr
Das Tunnelproblem ist haupsächlich ein Entlastungszug-Problem. Dieses Problem kann man aber durchaus relativieren, wenn man Entlastungsfahrten per Bus, bzw. nicht durch den Tunnel (von der 3 aus Stieghorst Richtnng Landgericht) und im Falle der Anbindung der Uni sowohl über die bisherige Linie 4-Trasse als auch über die Linie 3 mit einer Anbindung des neuen Campus durchführt.
Entlastungen per Bus mögen unkonventionell wirken, aber sind wahrscheinlich ein geringeres Übel als ein zweites oberirdisches System zu etablieren.
Ein Entlastungstunnel wäre gewiss am schönsten, doch auch sehr teuer und damit vorerst unrealistisch. Die Idee sollte man aber nicht generell und für alle Zeit verwerfen.

4 Linien (mit Heeper Ast) im 10 Minutentakt plus 1-2 Entlastungsfahrten bei großer Nachfrage (Uni und Schulen haben zum Glück nicht immer die gleichen Uhrzeiten der Hauptnachfrage). Weitere Entlastungen per Bus. Busse haben den Vorteil sehr flexibel einsetzbar zu sein. Die Fahrgäste werden ein solches Busverstärkungssystem schon verstehen und letztlich auch annehmen.
Bus · Tunnel
 
Tag 14
Regiotramuli
26.05.2013, 14:46 Uhr
Kommentar zum Beitrag von dehabi80
Am besten man belässt das so, wie es ist.
Naja; Busse könnten im laufe der Zeit und Hoffentlich Oberleitungspflichtig werden.
D.H. wenn in einigen Bereichen Oberleitung unerwünscht ist, kann der Obus einige Abschnitte mit Dieselmotor überbrücken.
Die heutigen Obusse haben alle einen Hilfsdieselmotor.

Obusstrecken anzulegen wäre um die Hälfte billiger ggf. inkl. Unterwerke, welche da und dort angelegt werden müssen.

Das restliche Geld - anstatt Straßenbahnstrecken-Neubau für die Linie 5 - sollte man lieber nach Bethel zur Abteilung >Ambulante Betreuung - Freizeitzentrum-Eckartsheim 1.Stock - 33689 Eckartsheim< spendieren. Es werden da keine Gruppenausflüge mehr angeboten, weil denen das Geld fehlt.
Hein Bloed
26.05.2013, 02:20 Uhr
Kommentar zum Beitrag von Regiotramuli
[...]
traßenbahn bleiben im Stau stecken. Das aller beste ist, um auf den Linien Jahnplatz - Heepen ein Fahrgefühl zu bekommen, wäre die Wiedereinführung von Obussen.
[...]

Es ist natürlich richtig, dass Busse ihre normale Linie verlassen können. Wenn aber z. B. auf der Bleichstraße oder der Heeper Straße ein Unfall ist, dann wird auch der gesamte restliche MIV die Ausweichstrecken benutzen, die Busse benutzen würden.

Je nach Tageszeit kann dass dann auch bedeuten, dass sie "im Stau stecken" bleiben.
 
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