Tag 12
Bastian Schwarz
24.05.2013, 21:48 Uhr
Danke für die Infos Herr Jamitzky.
sagen wirs mal so, es ist gut das es die P+R Plätze in Senne gibt, aber eine optimale Lage ist für mich etwas anderes.
Ob man in Senne parkt und in die Bahn wechselt oder gleich durchfährt mit dem Auto da ist man mit letzterem leider schneller am Ziel, weil man ja schon quasi in der Stadt ist. Man muss lediglich die Parkplatzsuche und die Parkgebühren noch berücksichtigen. Dann steht man mit der Bahn besser da.
Ich kann mir gut vorstellen das einige Leute mehr sich mit dem Gedanken anfreunden können auf die Bahn zu wechseln wenn man in guter Lage in Sennestadt die P+R Möglichkeit schaft und vor allem B+R Plätze( vielleicht auch umzäunt und geschlossen)
Fahrrad · Park+Ride
 
Tag 11
Holger
23.05.2013, 12:39 Uhr
Es gibt in Bielefeld viele Haltestellen, an denen geeignete B+R -Plätze fehlen. Ich erinnere mich z.B. an eine verzweifelte Suche um Bereich Brackwede - Senne.
- Brackwede Bahnhof: abgelegener überdachter Platz, wenig benutzt, kaum nutzbar
- Hauptstraße, Windelsbleicher Straße : kaum geeignete Stellplätze, schon gar nicht mit Ständern, die das Anlehnen ständerloser Bikes und Sicherung beider Räder durch Bügelschloss ermöglichen
- Rosenhöhe: kein geeigneter Platz gefunden, obwohl hier viel Freifläche existiert (für Autos)
Erst am Endpunkt Senne habe ich einen Platz gefunden - nicht sehr überzeugt davon, mein Rad später unversehrt wieder zu finden. Und auch nicht die geeigneten Ständer.

Beispiel (überdimensionierte) Haltestelle Lohmannshof mit Bushaltestellen im Übermaß. Nicht einmal Taxis ist die Nutzung dieser Leerfläche gestattet. Hier gibt es 2 Stellplätze: Einer direkt am Bahnsteig, nicht überdacht, dafür aber intensiv von Schülern genutzt. Der andere etwas abseits neben dem Service-Häuschen für das Fahrpersonal - überdacht, dem Park zugewandt und schlecht einsehbar. Er wird erheblich weniger genutzt. Ich würde mein Fahrrad dort niemals hinstellen.


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Fahrrad · Park+Ride
Norbert Jamitzky (Stadt Bielefeld)
23.05.2013, 11:57 Uhr
 
Sehr geehrte Teilnehmer der Onlinediskussion,

an dieser Stelle möchte ich mich kurz zu Park & Ride bzw. Bike & Ride Anlagen äußern.

Nicht jede scheinbare Park & Ride (bzw. Bike & Ride) Fläche ist dafür auch geeignet. So kennen, wir aus eigenen Erhebungen der Park & Ride Flächen in Milse und an der Endhaltetstelle Senne, einige Details über die jeweilige Auslastung am Tag aber auch über die Kennzeichen wo der Parkenden sein Startort hatte.

Die Erhebungen haben wir im Herbst 2012, im Januar 2013 und zuletzt im Mai 2013 durchgeführt. Die Parkauslastung wurde an üblichen Werkstagen in der Zeit von 9 bis 14Uhr erfasst.Die Vorgehensweise entspricht weitgehend den von der Verkehrswissenschaft anerkannten Richtlinien.

Während in Milse der Park & Ride Parkplatz (der direkt an der Endhaltestelle liegt) eine regelmäßige Auslastung von ca. 93 % hat, stellt sich die Situation in Senne (hier meine ich beide Park & Ride Flächen) anders dar. Hier haben wir eine Auslastung die sich zwischen 65 und 70% bewegt. Eine weitere Park & Ride Fläche an der zukünftigen Linie 5 im Bereich Sennestadt, muss daher sorgfältig im Bezug auf Größe und Lage geplannt werden.

Aus verkehrsplanerischer Sicht gibt es aber auch schon einige Ideen zu weiterer Park & Ride bzw. Bike & Ride Flächen in Bielefeld.Im Zusammenhang des Neubaus der Linie 5 und der Verlängerung der Linie 3 ergeben sich einige Möglichkeiten, die auch bei entsprechendem Interesse in einer Werkstatt erarbeitet werden können.Hier sind wir auch auf Ihre Ideen gespannt.

Wer sich für bestehende Konzepte in anderen Städten in NRW interessiert der sollte ein Blick nach Köln (sehr gut ausgebaut und bewirtschaftet), nach Dortmund oder Kassel richten.
Fahrrad · Park+Ride
 
Tag 10
Holger
22.05.2013, 11:12 Uhr
Kommentar zum Beitrag von HansG
Etwas hatte ich in meinem Beitrag noch vergessen: P+R (und bei dieser Entfernung auch Bike + Ride) an der Linie 2. Von Heepen aus ist diese Stadtbahnlinie sehr schnell per PKW erreichbar. Eine Anbindung Heepen - Linie 2 ist also durchaus attraktiv. Man kann bereits heute per Bahn nach Heepen fahren, wenn man Busse nicht mag. Der Bekanntheitsgrad der Anbindung über Linie 2 ist allerdings gering.

Auch der Haltepunkt Oldentrup könnte besser genutzt werden. Stundentakt? Die RE-Züge nach Detmold fuhren ursprünglich weiter bis Altenbeken - diese Strecke ist heute verkürzt, nur Oerlingheusen - Lage - Detmold. Weshalb kann man hier nicht einen Zwischenhalt Oldentrup einplanen. Eine Busanbindung Oldentrup nach Heepen ist vorhanden, sogar mit 2 Linien (die allerdings mit einem äußerst seltsamen Abstand verkehren - 2 x Halbstundentakt könnte durchaus 15-Minuten-Abstand ergeben). Das würde die Anbindung von Heepen verbessern.
Heepen · Park+Ride
 
Tag 5
Bastian Schwarz
17.05.2013, 00:28 Uhr
Vielmehr würde ich favorisieren wenn ein Plan B für die Verlängerung bis zur Pyrmonter Straße erarbeitet würde um eine Endhaltestelle im Grünen zu schaffen mit entsprechenden P+R Möglichkeiten vor der Stadt zu schaffen um die Auslastung der Bahnen zu maximieren
Hillegossen · Park+Ride
 
Tag 4
Bielefelder
16.05.2013, 21:20 Uhr
Kommentar zum Beitrag von ch-bi
Hallo ch-bi,

eine stärkere Berücksichtigung von P+R - Möglichkeiten wäre in der Tat sehr wünschenswert und der alte Bauhof/Ostring ist hierfür prädestiniert.

Leider hängt es jedoch mit den Fördergeldern zusammen, dass nicht einfach ein Abzweig zum Ostring realisiert werden kann. Die standartisierte Bewertung, wo untersucht wird, ob ein Projekt sinnvoll ist, ist leider eine rein auf dem wirtschaftlichkeitsgedanken basierende Untersuchung. Und deshalb macht in einer solchen Untersuchung eine Streckenführung Richtung Heeperholz viel mehr Sinn, da dort sehr viele potentielle Fahrgäste wohnen und sich dort erhebliche Kosten durch Einsparungen von Busleistungen ergeben.
Durch ein P+R - Angebot am Ostring würden sicherlich eine Menge Autofahrer zum Umsteigen gebracht werden. Aber die Anzahl der Umsteiger und die dadurch sinkende Umweltbelastung ist deutlich geringer, als die positiven Effekte bei Erschließung von Teilen des südlichen Heepens und die hieraus resultierenden höheren Fahrgastzahlen.
Ein Abzweig von der geplanten Linie zum Ostring ist jedoch mit einem erheblichen Betriebsaufwand verbunden, der in keinem Verhältnis zu dem Nutzen steht.
Heepen · Park+Ride
ch-bi
16.05.2013, 21:02 Uhr
 
stadtbahnführung in heepen / p+r

so wie ich die streckenführung gelesen habe, ist sie mir zu sehr nach innen gekehrt. ich fände es ebenso wichtig, dass über den heeper arm viel mehr p+r-nutzer einbezogen würden. leider hat man den alten bauhof damals zu schnell als bauland verbraucht, da wäre jetzt ein p+r-parkplatz super untergebracht. aber der ließe sich entlang des ostringes bestimmt finden. ich stelle mir vor, dass man zusammen mit einem neuen p+r-parkplatz in milse, bspw. am friedhofsgelände, viele lipper dazu bewegen könnte, nicht mit dem auto nach bielefeld hinein zu pendeln.
Heepen · Park+Ride
Moderation
Wanda Wieczorek
16.05.2013, 15:05 Uhr
Impuls 
Ein kurzer Hinweis auf das Logbuch: hier finden Sie sowohl regelmäßige Diskussionszusammenfassungen als auch Lesetips und Links rund um das Thema Stadtbahn, Verkehr und Mobilität.
Aktuell das Thema Park+Ride und ein Filmtip zur eben genannten Renaissance der Straßenbahn in Frankreich. Schauen Sie mal rein!
Holger
16.05.2013, 13:08 Uhr
Ihrem Beitrag stimme ich in vielen Punkten durchaus zu. Nur bezweifle ich weiterhin, das Vamos-Doppeltraktionen bis Sennestadt Sinn machen. Die Auslastung der Busse Linie 135 beweist dies jedenfalls nicht. Allenfalls im Schülerverkehr und nur werktags. Es gibt also zwei Möglichkeite - entweder Zugteile abkoppeln oder ein 20-Minutentakt am gesamten Wochenende. Letzteres wäre aber eine gegenüber heute schlechtere Bedienung. Die Senne-Bahn kann die von Ihnen genannten Bedienungen nicht erfüllen, trotzdem teilt sich jedoch die Anbindung von Sennestadt damit auf zwei Wege auf. In Jöllenbeck besteht eine Aufteilung auf Zug und eine mögliche Stadtbahn nicht. Eine Stadtbahn in Sennestadt deckt die Nah-Bedienung (bis einschließlich Bethel) ab, der Zug bietet eine bequeme Anbindung im gesamtstädtischen sowie regionalen Bereich - und das nicht nur für einzelne Fahrgäste! Ein Bereich von Sennestadt ist im Übrigen bereits heute stark an die Senne-Bahn gebunden, Eckardtsheim.

Die Attraktivität für Autofahrer zum Umsteigen auf die Stadtbahn ist wegen langer Fahrzeit beschränkt, sie erreichen bequem den Bahnhof (wo allerdings die P+R -Plätze fehlen). Und weil immer wieder die vielen Schulen auf dem Weg der Linie 1 genannt werden: Eine Stadtbahn nur für den Schülerverkehr macht keinen Sinn.
Park+Ride · Sennestadt
Godehard Franzen
16.05.2013, 08:38 Uhr
Kommentar zum Beitrag von Bastian Schwarz, 16.5.2013, 23:52 Uhr

Die Spangen an der A2-Auf- und Abfahrt wären sicher relativ konfliktfreie Flächen für P+R-Anlagen. Sie haben aber den großen Nachteil, dass sie auf der falschen Seite der B68 liegen. Die Nutzer/innen müssten immer die B68 queren, die in dem Bereich ja auch vierspurig bleiben wird. In dem Bereich ist (bisher) auch keine Haltestelle vorgesehen. Trotzdem sollte man diese Flächen in die Standortprüfung für P+R-Anlagen einbeziehen.
Park+Ride · Sennestadt
 
Tag 3
Bastian Schwarz
15.05.2013, 23:52 Uhr
Meine Vorschlag wäre 2 große P+R- Anlage in den Spangen ( Grünflächen) der Auf- und Abfahrten der Abfahrt Bielefeld-Süd (Sennestadt) zu schaffen. Sehr gute Anbindung für Kraftfahrzeuge und nebenbei könnte man mit einem "Bielefeld-Ticket" Auswertige anlocken außerhalb der Innenstadt zu parken und eine Entlastung der Straßen vom Individualverkehr ermöglichen. Es würde zusätzlich auch noch die Möglichkeit bieten kurzfristig verhältnismäßig viel Stellflächen für LKW von der BAB2/33 zu schaffen, deren Fahrer keinen Stellplatz aufgrund des krassen Mangels an Parkfläche auf Autobahnparkplätzen finden. Grunderwerb sollte wohl kein alzu großes Problem darstellen, gehört wohl zu Straßen NRW. Weitergesponnen vielleicht eine Möglichkeit im Bereich Hansastraße Sanitär- und Sozialräume zuschaffen mit Verpflegungsmöglichkeiten für die Trucker; quasi einen Autohof ohne Tankmöglichkeit.
Park+Ride · Sennestadt
Hartwig Meier; moBiel
15.05.2013, 22:49 Uhr
Kommentar zum Beitrag von Chandler
Dieser Aspekt beschreibt ein nicht vom Tisch zu wischendes Problem der Siedlungsentwicklung in Jöllenbeck: den ausgebliebener Siedlungsbau in Theesen, der den früheren Planungen immer zugerechnet worden ist.

Der Gutachter der Potenzialanalyse hat im Ranking die Strecken nach Heepen, Sennestadt und Hillegossen priorisiert. Dieser Einschätzung hat sich die Politik angeschlossen und für die Stadtbahn nach Jöllenbeck entschieden, dass die Trasse freigehalten werden soll. Damit kann zu einem späteren Zeitpunkt überlegt werden, ob sich die Rahmenbedingungen oder die wirtschaftliche Einschätzung verbessert haben. Diese Chance kann der Stadtbezirk nun für eine Stärkung der potenziellen Stadtbahnachse nutzen.

Die Politik hat uns übrigens beauftragt, die Überlegungen des Gutachters gegenzuprüfen. Unter Annahme, dass mehr Busse ersetzt werden könnten, mehr Einpendler aus Spenge und Enger berücksichtigt werden und mehr P+R angesetzt wird verbessert sich die Einschätzung deutlich. Allerdings erreicht genauso deutlich Jöllenbeck nach Sennestadt weiterhin nur den vierten Platz in der Wirtschaftlichkeitsbewertung. Im Sinne einer Konzentration auf das Machbare gehen wir diesen Schritt gerne mit, auch wenn wir lange das Projekt "Stadtbahn Theesen" selber mit begleitet haben (Ein Ergebnis ist aber deutlich: Wenn Stadtbahn, dann bis Jöllenbeck).

Noch ein Wort zur Befürchtung, dass für Jöllenbeck nun „der Zug abgefahren“ ist:

Die Kollegen und Kolleginnen aus der Bauplanung werden sich nun mit Priorität den Projekten dieses Stadtbahnausbau-Dialoges (und den „kleinen“ Maßnahmen wie Milse Ost) widmen. In der Grundsatzplanung werden wir uns aber weiterhin um alle zehn Bielefelder Stadtbezirke widmen. Das im Busnetz der Stadtbezirk Jöllenbeck unbestritten einen Nachholbedarf hat, hat auch historische Gründe, denn es gab über Jahrzehnte nur einen geringen städtischen Einfluss auf die ÖPNV-Qualität: Stadtwerke und moBiel fuhren dort nicht. Dies lässt sich nicht auf einen Schlag angleichen. Wir legen seit Jahren aber immer räumliche Schwerpunkte, da ein Fahrplanwechsel immer mit viel Aufwand verbunden ist. Gegenüber den politischen Gremien haben wir zugesagt, uns im Rahmen der Fahrplanwechsel ab dem nächsten Jahr die Bedienung im Norden auf neue Beine stellen wollen. Den Problemen in der Struktur Jöllenbecks, nämlich der Aufspaltung zwischen den Achsen über Theesen und Vilsendorf und den „ausfransenden“ Siedlungsgebieten muss sich aber auch eine gute Buslinienplanung stellen.
Jöllenbeck · Park+Ride
Holger
15.05.2013, 20:28 Uhr
 
Thema Jöllenbeck oder Sennestadt

Ich habe die Potentialanalyse von 2011 mal überflogen - ist ziemlich umfangreich mit vielen Tabellen. Empfehle dringend, diese mal zu lesen und danach zu überprüfen, ob sie sich zur Beurteilung einer wirtschaftlichen Bedienung Richtung Jöllenbeck oder Sennestadt eignet. Mein Eindruck ist, hier wurden wichtige Punkte überhaupt nicht einbezogen oder stark vernachlässigt. Die Analyse ist im Internet veröffentlicht.

Bei der Beurteilung von Sennestadt habe ich den Bahnhof bzw. die Senne-Bahn komplett vermißt. Die einzige Verbindung dorthin soll die Stadtbahn sein. Realitäten interessierten wohl nicht. Man wäre wohl auch nur vom heute gefahrenen Stundentakt der Bahn ausgegangen (entsprechend der Busbewertungen nach heutigem - 2011 - Angebot.).

Bei der Busbedienung erfolgte der Vergleich anhand des vorhandenen Angebots - Sennestadt abgesehen von einer Bahnhofsbedienung voll ausgebaut, Jöllenbeck völlig unzureichend. Das ist, als würde man Äpfel mit Birnen vergleichen.

Der Einzugsbereich behandelt nur das innerstädtische Gebiet (ist ja eine "Stadtbahn", außerstädtisches interessiert da nicht). Das ergibt eindeutig eine verzerrte Beurteilung: Sennestadt ohne Umland (wegen ausreicheder Bahnanbindung) erhält eine gute Wertung. Fahrgäste aus dem Jöllenbecker Umland (Enger/ Spenge ohne Bahn) fallen unter den Tisch. Jöllenbeck allein also schlecht gewertet. Es ist doch wohl egal, ob ein PKW-Umsteiger aus Jöllenbeck oder Enger kommt, oder?

Die Kombination einer Bahn nach Jöllenbeck mit einer Querverbindung Babenhausen - Uni wurde nicht untersucht, nur die Einzelstrecken getrennt. Gerade in der Kombination liegen jedoch die Möglichkeiten.

Ebenfalls vermisst habe ich P+R -Verknüpfungen und Auswirkungen daraus auf die möglichen Fahrgastzahlen. Die Entfernung von Sennestadt bzw. Jöllenbeck zur Innenstadt spielt keine Rolle, damit auch nicht die Attraktivität für Autofahrer. Auch Möglichkeiten innerhalb der Tarifstruktur zu diesem Punkt sind nicht behandelt (z. B. preiswerte Ganztagskarten).

Mein Eindruck ist, diese Studie eignet sich nicht dazu, über die Rentabilität einer Strecke nach Sennestadt zu urteilen und erst recht nicht nach Jöllenbeck.
Park+Ride · Jöllenbeck · Sennestadt
Holger
15.05.2013, 19:40 Uhr
 
Noch eine Ergänzung zu Tunnelkapazität.

Solange eine Linie werktags auch im Hauptverkehr mit Einzel-Vamos verkehrt, ist die Kapazität nicht als erreicht anzunehmen. Ein zweiter Vamos-Zugteil erhöht die Türzahl um 5. Mit einer Doppeltraktion kann daher in gleicher Zeit eine Verdoppelung des möglichen Fahrgastwechsels erreicht werden. Der Fahrgastwechsel wird außerdem verzögert durch unterschiedlich lange Züge. Daher gibt es bei vielen Bahnen Anzeigen über die jeweilige Zuglänge und der Haltepunkt von Kurzzügen ist deutlich im Gleisbereich angezeigt. Situation heute bei moBiel: die Einzel-Vamos kommen unerwartet und die Fahrgäste stehen zu weit vorne/hinten, müssen also erst zur Bahn rennen und verzögern damit den Fahrgastwechsel.

Das man Linien anders verbinden kann, habe ich bereits gesagt. Bei Linie 2 ist noch Kapazität für einen Zugteil vorhanden, verlängert man diese also bis Heepen und setzt Doppeltraktionen ein, verändert sich die Tunnelnutzung erst bei Vollauslastung dieser Linie (Milse - Heepen).

Der Abschnitt nach Sieker hat heute die geringste Auslastung im Bielefelder Netz. Eine Verknüpfung mit der 4 erhöht daher die Fahrgastwechselzeit nicht erheblich - zumal die allermeisten Fahrgäste der 4 das Ziel Hbf haben (umsteigende Studenten/ Schüler Richtung Zug oder Stadtbahn). Haupteinstiegspunkt Richtung Sieker ist dagegen der Jahnplatz. Diese Strecke sollte allerdings attraktiver gemacht werden (die Durchbindung auf die 4 ist bereits eine Möglichkeit) u.a. durch ausreichend P+R -Plätze und mehr Busverknüpfungen in Sieker: Durchgehende Linie in der Detmolder Straße im 20-Minutentakt, Rücknahme der Umwegfahrt in Brackwede (Bedienung der Hauptstraße kostet viel Zeit). Änderung der Linienwege: Linie 36 nach Ummeln, 28 nach Windelsbleiche (damit wie früher direkter Fahrweg Brackwede Kirche). Ist doch sowieso etwas seltsam - Fahrgäste nach Senne (94) müssen in Brackwede zur Kirche fahren, nach Ummeln, Südwestfeld fahren die Busse lange Umwegschleifen ...
Park+Ride · Gesamtvorhaben · Tunnel
Godehard Franzen
15.05.2013, 18:15 Uhr
 
Zum Thema P+R-Anlagen:

Die Notwendigkeit von P+R-Anlagen ist in mehreren Beiträgen angesprochen worden. Die Machbarkeitsstudie für die Verlängerung nach Sennestadt weist keinen Standord für eine P+R-Anlage aus, obwohl dies für Kunden aus dem Raum Schloss-Holte/Oerlinghausen sehr wünschenswert wäre. Eine solche Anlage müsste sinnvollerweise nahe bei einer Haltestelle an der ehemaligen B68 liegen. In der Nähe der geplanten Haltestellen Sennestadtteich, Kreuzkirche und Andersen-Schule sind die räumlichen Verhältnisse eng. Weiter in Richtung Brackwede gibt es auf der Nordseite der B68 vermutlich Konflikte mit dem Naturschutz. Der Flächenbedarf für eine P+R-anlage ließe sich leicht auf die Hälfte oder ein Drittel reduzieren, wenn man mit einer Parkpalette statt ebenerdigen Stellplätzen arbeiten würde. Es sollte schnellstens eine Analyse möglicher Standorte unter Berücksichtigung der Option Parkpalette durchgeführt werden. Es wäre ein Unding, wenn die Verlängerung nach Sennestadt ohne eine attraktive P+R-Anlage geplant würde.
Park+Ride · Sennestadt
 
Tag 2