Tag 15
Michael
27.05.2013, 19:59 Uhr
 
Man sollte sich grundsätzlich vor Augen führen, wann eine Straßenbahn gern genutzt wird und worin das Erfolgsrezept von moBiel liegt. Allem voran liegt dies an der untertunnelten Innenstadt. Nur diese gewährleistet einen störungsfreien und schnellen Betrieb und somit eine Konkurrenz zum Auto, den eine oberirdische Stadtbahn wegen Schritttempo in engen Kurven, zugeparkten Gleisen, Unfällen und häufigeren Störungen aufgrund von Witterungseinflüssen nicht gewährleisten kann. Eine neue Linie 5 sollte zumindest im direkten Innenstadt-Bereich unterirdisch fahren, entweder in dem der bestehende Tunnel doch besser ausgenutzt wird oder indem die Linie vom Hauptbahnhof mit einer kleinen Tunnelverlängerung Richtung Kesselbrink geführt wird, um wenigstens den Willi-Brand-Kreisel noch problemlos zu unterfahren. Kein Mensch setzt sich gern in eine Straßenbahn, die im Tempo der Linie 1 innerhalb von Brakwede unterwegs ist. Dies ist keine zukunftssichere Lösung! So sehr wie ich mir den Ausbau der Stadtbahn wünsche: Aber eine oberirdische Bimmelbahn darf im Jahr 2019 nicht mehr in Betrieb gehen. Das ist Verkehrspolitik, die vor 100 Jahren erfolgreich war, aber nicht mehr heute. Außerdem: Niemand kann genau sagen, wie sich der PKW Verkehr entwickelt. Es nutzt uns nichts, wenn der Jahnplatz wegen einer oberirdischen Stadtbahn für den PKW-Verkehr gesperrt oder zumindest eingeschränkt wird und deshalb in halb Bielefeld auf allen Umgehungs-Strecken Dauerstau herrscht.

Zum Thema Komfort gehört nicht nur schnell sondern auch bequem und sicher. Das bestehende Hochflur-System muss daher erweitert werden. Nur dadurch bleibt das Gesamt-System kompatibel, sodass es auch zukünftig möglich wird, alle Bahnen auf allen Strecken fahren zu lassen oder neue Strecken-Kombinationen zu nutzen. Außerdem ist es deutlich angenehmer auf einem Hochbahnsteig zu warten, als auf PKW-Höhe. Besonders bei den Bahnstationen entlang der Artur-Ladebeck-Straße, wo rechts und links von den Wartenden die PKW zweispurig vorbeirauschen, würde man sich an einem Niederflur-Bahnsteig sehr verloren vorkommen. Das Geld für den Abriss der tadelosen Hochbahnsteige entlang der Linie 1 muss besser angelegt werden. Ich bin überzeugt, eine Umfrage unter allen Stadtbahn-Kunden wird mit herausragender Mehrheit zutage fördern, dass die Menschen auf Hochbahnsteigen lieber warten. Irgendwann muss in der Hauptstraße in Brakwede sowieso ein Tunnel gebaut werden, wenn die Stadt-Bahn ihre Schleichfahrten dort beenden will. Unterirdisch würden die Hochbahnsteige auch nicht stören.
Hoch-/Niederflurtechnik · Innenstadt · Tunnel
Michael
27.05.2013, 19:49 Uhr
 
Mein Fazit zum Stadtbahnbau: Der Königsweg für die neue Linie nach Heepen wäre, wenn die Linie 4 über Hauptbahnhof, Jahnplatz, Dürkopp Tor 6 nach Heepen fährt. Die hohen Sicherheitsbestimmungen und Pflichtabstände im Tunnel führen aber angeblich dazu, dass die Tunnel-Kapazität erreicht ist. In diesem Zusammenhang möchte ich noch einmal kritisch nachfragen: Wurden wirklich alle heute existierenden technischen Innovationen geprüft, die helfen könnten, den Abstand zwischen den Zügen bei gleichbleibender Sicherheit zu verringern? Was ist mit funkgesteuerten Abstandhaltern, die bei einem drohenden Auffahr-Unfall eine Notbremsung auslösen? Was ist mit Sensoren entlang der Schienen, die bei zu schneller Überfahrt der Folge-Bahn eine Notbremsung auslösen? Gibt es wirklich keine technische Möglichkeit, dass parallel zum Verlassen eines Zuges der neue Zug schon in den Jahnplatz-Tunnel einrollt, sodass die Taktung noch deutlich erhöht werden könnte? Wäre es darüber hinaus nicht möglich, gezielt eine neue Buslinie einzurichten, die zur Entlastung der Stadtbahn beiträgt: Fakt ist ja: Das Problem sind die Umsteiger im Jahnplatz-Tunnel. Wenn man eine größere Gruppe von Umsteigern identifizieren könnte, die von Bahn A in Bahn B umsteigen, wäre für diese Personen eine neue Buslinie, die diesen Weg direkter überwindet und nicht den "Umweg" über die Innenstadt nimmt ein Vorteil und für das Bahnsystem würden diese Kapazitäten wieder freiwerden. Außerdem könnte die Weiterführung der Linie 3 von Babenhausen-Süd zum Uni-Campus zur Reduzierung der Umsteiger im Tunnel beitragen - und wäre eine erhebliche Verbesserung für das gesamte Netz, weil die Uni nun von zwei Seiten aus erreichbar wird. Des weiteren können durch optimalere Leitsysteme, wo genau der Zug im Jahnplatz-Tunnel hält die Umsteige-Zeiten weiter reduziert werden. Selbst bei Langzügen warten viele Menschen viel zu weit hinten, weil der Jahnplatz-Tunnel so lang ist.
Tunnel
ubeckers
27.05.2013, 14:50 Uhr
Ich verstehe, dass der Einsatz von Bussen nicht auf die allergröße Liebe stößt, doch ist die Idee dahinter lediglich die Tunnelkapazität zu einigen Spitzenzeiten abzufedern.
Gewiss ist das nicht ideal oder leicht. Aber es kann eine Alternative darstellen. Es geht um eine Kosten/Nutzen-Abwägung. Die Ersparnis weniger neue Gleise zu bauen (oberirdisch in der Innenstadt) und kein zweites System aufzubauen (Niederflurzüge), wiegen meiner Meinung nach die Nachteile einer Busverstärkung durchaus auf.
Außerdem sehe ich das auch nur im Kontext einer Querverbindung der 3 zum Campus. Mit einer solchen Querverbindung kann die Uni ohne mehr Tunnelfahrten mit erheblich gesteigerter Kapazität angefahren werden. Eine Verstärkerfahrt auf der drei wäre somit gleichzeitig auch einer Verstärkerfahrt zur Uni.
Die 4 nach Sieker und die 2 nach Heepen zu legen optimierte die Verkehrsflüsse zusätzlich.
So kann mit 6 Fahren/10 Minuten der allergrößte Teil des Verkehrs bedient werden. Busse benötigte man dann nur noch zur größten Spitzenlastabfederung. Und ohne den Schülern irgendwas böses zu wollen (war früher auch Fahrschüler), bin ich der Meinung, dass Busse durchaus zumutbar sind. Busse im Schulverkehr haben auch ihre Vorteile, durch passende Abstellflächen vor den Schulen können sie mit großem Komfort von den Schülern angenommen werden.
Ich bin kein übertriebener Busfan, sondern suche eine kostengünstige und praxisnahe Gesamtlösung für die Stärkung der Stadtbahn im Nahverkehr bei gleichzeitiger Vermeidung eines oberirdischen Schienenzweitsystems. Und dafür sollte man Busse als Kapazitätserweiterungssystem nicht per se ausschließen.
Bus · Finanzen · Gesamtvorhaben · Tunnel
Godehard Franzen
27.05.2013, 11:18 Uhr
Kommentar zum Beitrag von ubeckers
Ich bin auch noch jahrelang mit den Bussen vom Jahnplatz zur Uni gefahren. Gut, dass das vorbei ist. Ich glaube nicht, dass Entlastungsbusse für die Linie 4 eine Lösung wären. In der Verkehrsspitze sind auch die Entlastungszüge voll. Ein Entlastungzug müsste also durch mindestens drei Gelenkbusse ersetzt werden. Das ist sehr unwirtschaftlich und unter Umweltgesichtspunkten höchst problematisch. Die Busse müssten mindestens den Hbf, den Jahnplatz und die Uni anfahren. Wenn sie an der Weststraße (Siggi) und an der Oetkerhalle durchfahren, ist Ärger vorprogrammiert. Eine noch so gute Beschilderung und Information wird das nach meiner Überzeugung nicht verhindern. Sollen die Busse dann im Pulk oder zeitversetzt fahren? Im Pulk wird es wegen des begrenzten Raums am Jahnplatz kaum gehen. Fahren sie zeitversetzt, so ist mindestens der letzte Bus vor der nächsten Stadtbahn völlig unattraktiv: Da nimmt man doch besser gleich die nächste Bahn, weil sie fahrplansicherer und schneller ist. Fahrgäste, die am Hbf mit der Eisenbahn oder am Jahnplatz mit Bus oder Stadtbahn ankommen, müssen sich jedesmal neu entscheiden, ob sie mit dem nächsten Bus oder der nächsten Bahn zur Uni fahren sollen. Auch bei einer zuverlässigen dynamischen Fahrgastinformation an den Haltestellen wird das die Fahrgäste nerven. Und schließlich: Das Fahren in einer knallvollen Stadtbahn ist wahrlich nicht vergnügungssteuerpflichtig. Aber das Fahren in einem knallvollen Bus ist noch viel unangenehmer, jedenfalls empfinde ich das so. Entlastungsbusse könnten ein Übergangsprovisorium sein. Als Dauerlösung eignen sie sich nach meiner Meinung nicht.
Bus · Tunnel
ubeckers
27.05.2013, 10:06 Uhr
Ich gebe zu, dass ein paralleler Busverkehr zunächst nicht sehr attraktiv klingt, aber insbesondere auf den Relationen Innenstadt-Uni und Schulzentren der Linie 3 - Innenstadt ist es aus meiner Erfahrung (jahrelange Arbeit in der Uni und Wohnen nahe der Haltestellen Oststraße und Krankenhaus Mitte) nicht so, dass man mit dem Entlastungsverkehr die gesamte Streckenführung mit Bedienung aller Stationen durchführen müsste, sondern vielmehr Busse einsetzte, die direkt von A nach B fahren und auf Zwischenstops verzichten können. Spart Zeit und Probleme.
Setzen Sie sich z.B. um 9:45 in der Innenstadt die 4, ca. 80% aller Fahrgäste steigen an der Uni aus. Der größe Zustieg findet am Hbf statt, obschon die Züge dort oft bereits recht voll sind.
Bei der 3 ist es ähnlich gelagert, die meisten Schüler fahren zu einem zentralen Umstiegspunkt. Zwischenhalte wären für Busse hier nicht notwendig.
Wie ich bereits schrieb, es mag nicht unbedingt elegant wirken und ist nicht die Lösung _aller_ Probleme, aber meiner Einschätzung nach doch praxistauglich und die Spitzenbelastung im Tunnel hinreichend abfedernd. Es müsste schießlich nicht sämtlicher Entlastungsverkehr durch Busse durchgeführt werden, zwei Zusatzzüge pro 10-Minutenslot sind schließlich möglich (also 6 Züge/10 Min), nur was darüber hinausgeht müsste per Bus durchgeführt werden. Man sparte sich aber den Bau (kostet Geld & Zeit) einer oberirdischen Strecke im Innenstadtbereich und die Einführung eines möglicherweise inkompatiblen Systems (Niederflurzüge) zum Restnetz. Diese beiden Vorteile überwiegen meiner Meinung nach die Nachteile bei weitem.
Bus · Tunnel
Godehard Franzen
27.05.2013, 08:32 Uhr
Kommentar zum Beitrag von ubeckers
Die Einsatzwagen bzw. Entlastungszüge zu den Spitzenlastzeiten sind sicher das Hauptproblem (aber nicht das einzige) bei der Tunnelbelastung. Ich kann mich dennoch mit dem Vorschlag, die Entlastungszüge durch Busse zu ersetzen, nicht anfreunden. Aus Fahrgastsicht wäre das mit großen Nachteilen verbunden, weil das System durch unterschiedliche Ein- und Ausstiegspunkte für ein und denselben Weg verkompliziert würde. Je nach Linie wäre es auch schwierig, eine geeignete, einigermaßen parallel geführte Bustrasse und geeignete Haltepunkte in unmittelbarer Nähe der Stadtbahnhaltepunkte zu finden. Die Fahrtdauer würde bei den Entlastungsbussen z. T. deutlich verlängert, sie wären zudem vermutlich stauanfälliger. Aus Nutzersicht sind das gravierende Nachteile. Einfache und übersichtliche Strukturen sind ein entscheidender Faktor für die Attraktiviät des ÖPNV. Davon sollte man nicht abrücken.
Bus · Tunnel
ubeckers
27.05.2013, 01:17 Uhr
Das Tunnelproblem ist haupsächlich ein Entlastungszug-Problem. Dieses Problem kann man aber durchaus relativieren, wenn man Entlastungsfahrten per Bus, bzw. nicht durch den Tunnel (von der 3 aus Stieghorst Richtnng Landgericht) und im Falle der Anbindung der Uni sowohl über die bisherige Linie 4-Trasse als auch über die Linie 3 mit einer Anbindung des neuen Campus durchführt.
Entlastungen per Bus mögen unkonventionell wirken, aber sind wahrscheinlich ein geringeres Übel als ein zweites oberirdisches System zu etablieren.
Ein Entlastungstunnel wäre gewiss am schönsten, doch auch sehr teuer und damit vorerst unrealistisch. Die Idee sollte man aber nicht generell und für alle Zeit verwerfen.

4 Linien (mit Heeper Ast) im 10 Minutentakt plus 1-2 Entlastungsfahrten bei großer Nachfrage (Uni und Schulen haben zum Glück nicht immer die gleichen Uhrzeiten der Hauptnachfrage). Weitere Entlastungen per Bus. Busse haben den Vorteil sehr flexibel einsetzbar zu sein. Die Fahrgäste werden ein solches Busverstärkungssystem schon verstehen und letztlich auch annehmen.
Bus · Tunnel
Regiotramuli
27.05.2013, 00:04 Uhr
Ein TUNNEL sollte her für Brackwede.
Es herrscht ein reiner Chaos dort'n.
Regelmäßig verparken sich die Autos; die Fußgänger werden da schnell überfahren.
Es sieht da verboten aus.
Ein Tunnel ist wichtig, aber man sollte diesen NICHT so aufwändig anlegen, wie es sonnst so gemachr wurde; son der genauso, wie in Berlin zur Kaiserzeit gemacht wurde.
Man hebt das Erdreich NUR ca 7 Meter aus und in diese Baugrube baut man die Tunnelröhre mit Spuntwänden ein. Die Haltestellen bestehen u.U. mit Randbahnsteigen versehen. welche direkt von der Oberfläche schnell erreichbar sind.
Das ist ein kostengünstiges Projekt und könnte um die Hälfte billiger sein
Der Tunnel beginnt in der Nähe von der Kirche und endet an dem Straßengefälle zwischen Gaswerkstraße und Bahnhof.
Später mehr darüber; ich bin jetzt müde - gute Nacht
Tunnel
 
Tag 14
stadtbahnfreund
26.05.2013, 20:42 Uhr
Nachdem ich immer wieder die Beteuerung gehört habe, dass der Stadtbahntunnel absolut voll ist, muss ich es nun glauben. Nun möchte ich aber mal einen provokativen Neuvorschlag machen, der es ermöglichen könnte, am Hochflursystem festzubehalten und die 5 trotzdem unterirdisch zu führen. Ich weiss, dass ich damit sofort als Steuergeldverschwender behandelt werde, aber ich versuche es mal trotzdem, sozusagen außer Konkurrenz zum Abschluss der Diskussion:
Nach meinen Erfahrungen kostet 1 km Tunnel so etwas um die 50 Mio€. Es gibt hinterm Jahnplatz einen Verlängerungsstutzen in Richtung Adenauerplatz. Wenn man nun zwischen Hauptbahnhpof und Rathaus die fehlenden 700m Zusatztunnel bauen würde, hätte man eine zweite Station Jahnplatz und Kapazität für weitere 4 Linien. Den Paralleltunnel verbindet man wieder mit der Rampe am Rathaus. Vielleicht schafft man es, die Linie 3 bei insgesamt 3-jähriger Bauzeit nur für die Dauer von 1/2 Jahr zu unterbrechen, die Linie 2 müsste nach der Fertigstellung über die Rampe am Oberntorwall, die ohne Beeinträchtungungen erstellt werden könnte werden könnte, einen Schlenker fahren.
Mit einem Verstärkungstunnel wären alle Kapazitäten für ein Wachstum auf 500.00 Einwohner gegeben. Ich vermute aber, dass es dafür keine Förderung geben wird, obwohl Städte wie Hamburg es schaffen, eine U4-Verlängerung bei einem K/N von gerade mal 1,05 nach der sog. standardisierten Bewertung hinzubekommen.
Tunnel
Hartwig Meier; moBiel
26.05.2013, 19:05 Uhr
Es gab seit der Inbetriebnahme der Linie 4 immer wieder Gutachten zur Tunneloptimierung. In der Signalisierung sind alle Optimierungsmöglichkeiten ausgeschöpft. Daraus resultiert unsere heutige Position. Schließlich haben wir früher selbst die Linienführung Universität - Heepen favorisiert.

Ein reiner Linientausch bringt ja nichts, wenn nicht die Zahl der benötigten Trassen reduziert werden kann. Aber auch das ist alles schon überlegt worden, es ist nicht zielführend.
Tunnel
Regiotramuli
26.05.2013, 18:27 Uhr
Ein weiteres Anliegen:
Tunnelbau auf Sparflamme:
Meine Tunnelbauweise wäre nach dem Vorbildern:
- BERLIN: Tunnelbau zur Kaiserzeit auf den Linien 1, 2, 3 und wahrscheinlich noch die 4 (weiteres werde ich noch forschen, danach Bericht, in der Hoffnung, dass ich Sie noch erreichen kann z.B. bei der nächsten Online-Diskusion)
Diese Tunnelabschnitte machen einen sehr gemütlichen Eindruck; außerdem befinden diese DICHT unter der Straßendecke.
Der Lichtraum (oder wie das so heißt) zwischen SOk und der inneren Tunneldecken-Innenfläche könnte die Höhe von NUR 5 Meter haben
Wenn es nach mir ginge, würde ich u.U. noch einen Meter hinzupacken; Ich brauche Platz für den Dachstromabnehmer und der Deckenstromschiene.
Die Tunnelstationen sind hierbei immer bequem zu erreichen.

- WIEN: Kennen Sie dem U-Strabtunnel im Stadtbezirk 10
Dieser ist auch dicht in der nähe vom neuen Wiener Hauptbahnhof.
Auch hier ist dieser sehr sparsam und gemütlich angelegt. Bloß weiß ich noch nicht, wie tief dieser unter der Straßendecke liegt. Wenn ich wieder in Wien bin, nehme ich diesen unter die Ortsbegehungslupe.
Haltestellen einfach.
Auf niveaufreien Kreuzungen wird verzichtet. Gleisdreiecke befindet sich in einem großen Raum
Die Tunnelwände sehen aus wie Spundwände, soll auch aus Gestein oder Beton sein.
Mir scheint so, dass Ihr den Tunnelabschnitt an der Hast Beckhausstraße auch so angelegt habt.
Na, super, Huat ab, sog’i’.

Auch hier in Bielefeld habe ich auch Tunnelvorschläge, aber NUR nach dem soeben erwähnten Vorbild.
Dieses wird demnächst auf der Homepage www.myblog.de/pro-Stadtbahn vorgestellt. Auf Facebock habe ich den Tunnelplan nach dem Wiener-Berliner Vorbild ausgestellt.
Den Tunnel in Brackwede sollte man ihn NUR SO anlegen.
Genug Platz für einen 6Meter tiefen Tagebauaushub entlang der Hauptstraße.
Mehr darüber später oder auf der Homepage.

Diesen Schmarrnkas - wie man mit den heurigen Tunnelbauweise vorgegangen ist - soll man besser in Zukunft sein lassen, außer bei zwangsmäßiger geschlossener Bauweise, durch die Häuser, Flüsse usw. hindurch. Kein Wunder dass so viele Leute, die Grünen, Pro-Bahn-Vorstandsmitglieder, VCD usw. was zu meckern haben und zwischen Planung und Realisierung ZIG Jahre ins Land eini geh'n.
Sowar ich auch bei PRO-BAHN bin, habe ich dazu eine eigene Meinung zum U-Bahnbau

Ich bin zwar FÜR den U-Bahnbau (mit Kurztunneln, Brückenstrecken und Straßenbündig/Rasengleisstrecken), aber gegen Stuttgart 21
Tunnel
stadtbahnfreund
26.05.2013, 18:23 Uhr
Das Ereignis Doppel-Doppeltaktion am Jahnplatz liegt nun schon über 10 Jahre zurück, ich wunderte mich damals, dass man die Haltestelle deutlich länger gemacht hat die üblichen ca. 75m. Ohne auf dem Thema Tunnelkapazitäten zu lange herumreiten zu wollen, besteht nicht die Möglichkeit, durch Fahrplanoptimierungen und Linientausche den Weg für die 4 nach Heepen irgendwie frei zu machen? Sind alle diese Optionen in das RMCon-Gutachten eingeflossen, oder waren die Anfangsbedingungen einfach zu starr, so dass einfach das geschilderte Ergebnis herauskommen musste?
Tunnel
Hartwig Meier; moBiel
26.05.2013, 17:58 Uhr
Warum wir aus Vernetzungsgründen gerade den Jahnplatz für wichtig ansehen, können Sie ja aus den anderen Meldungen ersehen. Ein oder zwei Verknüpfungspunkte machen aus unserer Sicht auch noch kein Mischsystem.

Den Linienweg von der Linie 4 über den Kesselbrink nach Heepen bekomme ich vor meinem Stadtplanauge noch nicht recht zusammen: Wo soll es da langgehen? Oder gehen Sie von einem neuen Tunnelausgang aus?

Dann allerdings sind sie aber aus Hannover blickend einer wirklichen Fehleinschätzung aufgesessen: Doppeltraktionen am Jahnplatz? Hintereinander? Nein, wirklich nicht, noch nie seit Tunnelinbetriebnahme! Deshalb haben wir ja den Nachtsternverkehr aufgehoben, um den Viertelstundentakt zu ermöglichen und eben weil Doppeltraktionen auf den Linien 1 bis 3 deshalb abends nicht eingesetzt werden konnten. Da müssen sie irgendwelche anderen Städte Deutschlands mit Bielefeld überblendet haben.

Rechnerisch geht es aber auch: Selbst gute 90m / 52m (alte Doppeltraktion) oder 90m/ 70m (neue Doppeltraktion) ergeben relativ sicher einen Wert unter 2. Deshalb kann eine Bahn erst an die Bahnsteigkante fahren, wenn der Zug davor die Haltestelle verlassen hat.

Das Sie pauschal von einer Stadtgröße, unabhängig von dem jeweiligen Einzugsbereich und der spezifischen Situation einer Linie, eine Taktfolge ableiten, ist eine meines Erachtens stark verkürzte Argumentation. In der verkehrswissenschaftlichen Literatur wird nicht so pauschal angesetzt. Wenn Sie den Einsatzwagenbedarf aus Erfahrung abschätzen wollen, kommen Sie doch einfach mal zur Hauptverkehrszeit nach Bielefeld. Es lohnt sich (und es existiert!).

Die Untersuchungen zum Tunneldurchlauf sind übrigens von der Hannoveraner Firma RMCon durchgeführt worden, die stark mit dem Institut für Verkehrswesen, Eisenbahnbau und -betrieb der TU Braunschweig vernetzt ist. Auf dieser Basis sagen wir: Der Tunnel sollte nicht weiter belastet werden.
Heepen · Innenstadt · Tunnel
Interesse
26.05.2013, 17:50 Uhr
Da haben Sie wohl schon recht, aber ich wollte in eine etwas andere Richtung.

Ich wollte zum Ausdruck bringen, dass die jetzigen Takte der Linie 4 einfach gesplittet werden sollten.
Derzeit fährt die Linie 4 9-mal pro Stunde um 7 Uhr.

Dies könnte man ja auftrennen, wenn man die Linie 4 in Richtung Heepen erweitert:
Etwa 6-mal pro Stunde würde die Linie 5 aus Heepen in Richtung Lohmannshof fahren und zusätzlich 3-mal die jetzige Linie 4 vom Rathaus aus in Richtung Lohmannshof.
So würde nur die jetzige Situation genutzt.
(Genaueres zu der Taktung würde sich wohl in der Praxis ergeben.)

Ob nun Menschen aus Heepen im Jahnplatz-Tunnel oder oberirdisch aus der 22/21/26 aussteigen und im Tunnel in Bahnen umsteigen, sollte doch nicht so in das Gewicht fallen, oder täusche ich mich da?
Heepen · Tunnel
Moderation
Wanda Wieczorek
26.05.2013, 17:34 Uhr
Kommentar zum Beitrag von Interesse
Die Führung einer weiteren Stadtbahnlinie durch den Tunnel ist aus Kapazitätsgründen leider nicht möglich. Die Gutachter der Potenzialanalyse haben errechnet, dass das zusätzliche Fahrgastaufkommen einer weiteren Linie den Fahrgastwechsel in den Tunnelhaltestellen zu sehr verlängern würde. Der aktuelle Takt der Bahnen könnte dann nicht gehalten werden. In den ersten Diskussionstagen wurde die Tunnelfrage recht ausführlich debattiert. Wenn Sie die Diskussion nach dem Themenfeld "Tunnel" filtern, sehen Sie alle Beiträge dazu. Die Kapazitätsprobleme erläuterte Hartwig Meier von moBiel insbesondere in seinen Beiträgen vom 14.05., 23:26 Uhr und 21.05., 00:17 Uhr.
Tunnel
Interesse
26.05.2013, 17:20 Uhr
Sehr geehrter Herr Meier,

ich kann die Zahlen bezüglich des Jahnplatzes durch eigene Erfahrung bestätigen.

Daraus müsste doch folgen, dass eine weitere Stadtbahnlinie (zwingend) den Jahnplatztunnel anfahren müsste, oder nicht?

Der Tunnel ist zentral und man kann ihn in vielen Richtungen verlassen und würde daher Ausstiegs-/Umstiegsprobleme bei einer weiteren oberirdischen Linie vermeiden.

Gruß
Interesse
Tunnel
 
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