Tag 15
Michael
27.05.2013, 19:59 Uhr
 
Man sollte sich grundsätzlich vor Augen führen, wann eine Straßenbahn gern genutzt wird und worin das Erfolgsrezept von moBiel liegt. Allem voran liegt dies an der untertunnelten Innenstadt. Nur diese gewährleistet einen störungsfreien und schnellen Betrieb und somit eine Konkurrenz zum Auto, den eine oberirdische Stadtbahn wegen Schritttempo in engen Kurven, zugeparkten Gleisen, Unfällen und häufigeren Störungen aufgrund von Witterungseinflüssen nicht gewährleisten kann. Eine neue Linie 5 sollte zumindest im direkten Innenstadt-Bereich unterirdisch fahren, entweder in dem der bestehende Tunnel doch besser ausgenutzt wird oder indem die Linie vom Hauptbahnhof mit einer kleinen Tunnelverlängerung Richtung Kesselbrink geführt wird, um wenigstens den Willi-Brand-Kreisel noch problemlos zu unterfahren. Kein Mensch setzt sich gern in eine Straßenbahn, die im Tempo der Linie 1 innerhalb von Brakwede unterwegs ist. Dies ist keine zukunftssichere Lösung! So sehr wie ich mir den Ausbau der Stadtbahn wünsche: Aber eine oberirdische Bimmelbahn darf im Jahr 2019 nicht mehr in Betrieb gehen. Das ist Verkehrspolitik, die vor 100 Jahren erfolgreich war, aber nicht mehr heute. Außerdem: Niemand kann genau sagen, wie sich der PKW Verkehr entwickelt. Es nutzt uns nichts, wenn der Jahnplatz wegen einer oberirdischen Stadtbahn für den PKW-Verkehr gesperrt oder zumindest eingeschränkt wird und deshalb in halb Bielefeld auf allen Umgehungs-Strecken Dauerstau herrscht.

Zum Thema Komfort gehört nicht nur schnell sondern auch bequem und sicher. Das bestehende Hochflur-System muss daher erweitert werden. Nur dadurch bleibt das Gesamt-System kompatibel, sodass es auch zukünftig möglich wird, alle Bahnen auf allen Strecken fahren zu lassen oder neue Strecken-Kombinationen zu nutzen. Außerdem ist es deutlich angenehmer auf einem Hochbahnsteig zu warten, als auf PKW-Höhe. Besonders bei den Bahnstationen entlang der Artur-Ladebeck-Straße, wo rechts und links von den Wartenden die PKW zweispurig vorbeirauschen, würde man sich an einem Niederflur-Bahnsteig sehr verloren vorkommen. Das Geld für den Abriss der tadelosen Hochbahnsteige entlang der Linie 1 muss besser angelegt werden. Ich bin überzeugt, eine Umfrage unter allen Stadtbahn-Kunden wird mit herausragender Mehrheit zutage fördern, dass die Menschen auf Hochbahnsteigen lieber warten. Irgendwann muss in der Hauptstraße in Brakwede sowieso ein Tunnel gebaut werden, wenn die Stadt-Bahn ihre Schleichfahrten dort beenden will. Unterirdisch würden die Hochbahnsteige auch nicht stören.
Hoch-/Niederflurtechnik · Innenstadt · Tunnel
GereonK
27.05.2013, 17:59 Uhr
 
Ich sehe, bei allen Problemen die das in der Planung mit sich bringt, den Wechsel von Hoch- auf Niederflurtechnik eher kritisch. Niederflurbahnen könnten nicht ohne weiteres eine Hochflur-Strecke befahren, was Kombinationsfahrten (wie aktuell die Linien 10,12,13 und 18) unmöglich macht. Auch der Umstieg von Hochflur- auf Niederflurbahn müsste gut geplant werden.
Ein Verbleib bei Hochflurwagen bedeutet zwar mehr Kosten, gibt aber auch Raum für Umgestaltungsideen in der Linienführung (Beispiel: Linie 1: Sennestadt-Jahnplatz-Universität, Linie 5: Heepen- Jahnplatz- Schildesche (die Linie 4 wäre in einem solchen Modell überflüssig und könnte eingespart werden)). Außerdem kann so einfacher ein Ersatzfahrzeug bei Problemen bereitgestellt werden. Nicht zuletzt bleibt der Vorteil der Kombinationsmöglichkeiten erhalten, was vor allem zu Schulzeiten und bei Arminia-Spielen ein Vorteil ist.
Hoch-/Niederflurtechnik
 
Tag 14
Bastian Schwarz
26.05.2013, 21:42 Uhr
Hallo Stadtbahnfreund,
die Idee klingt gut!
Lediglich ein vermeintlich kleiner Haken, Bielefeld wird schrumpfen, fragen sie mich bitte nicht wo ich die Prognosen gelesen habe. Wars auf der Seite der Stadt oder in einer Studie zum ÖPNV.
Wenn ich es noch richtig in Erinnerung habe in den nächsten 50 Jahren so auf 270.000.
Sicherlich ist ihre Idee teurer aber auf Jahrzehnte relativieren sich solche Mehrkosten und man hätte weiterhin die Städteplanerische Freizüge für den Jahnplatz ohne Stadtbahn oben.
Obwohl die Variante mit NF oberirdisch an den heutigen Haltestellen mit schicken Dächern und Umstiegmöglichkeit in Buslinien auch verlockend klingt. UND den achso schönen Jahnplatz aufwerten würde. Wenn dann noch die Heeper Straße einer Frischzellenkur mit integrierter Stadtbahn erfahren würde wäre ich froh.
Hoch-/Niederflurtechnik
WolfgangK
26.05.2013, 18:01 Uhr
 
Mit der System-Wahl ist ja implizit auch eine nachhaltige Fahrzeug-Fottenpolitik gefordert. Es gibt eine Zeit nach den M8C und M8D.
Es gibt in Bielefeld offensichtlich Bedarf an Haltestellen unterschiedlicher Kapazitäten.
Das zukünftige Netz sollte also konsequent in 2 standardisierte Haltestellen-Längen strukturiert werden. Kurz-Hst 65m und Lang-Hst 100m.
Die zukünftige, einheitliche Fahrzeugflotte sollte in diesem Netz so freizügig wie möglich einsetzbar sein.
Frau Wieczorek wird freundlicherweise eine Grafik bereitstellen, in der mit bereits heute vorhandenen und planbaren Komponenten die Machbarkeit einer pass genauen Fahrzeugflotte dargestellt ist.
Da ich u. a. Umsteigezwänge zwischen Fahrzeugen unterschiedlichen Höhen-Layouts für großen Murks halte, plädiere ich eindeutig für die Hochflur-Lösung.
Hoch-/Niederflurtechnik
stadtbahnfreund
26.05.2013, 16:55 Uhr
Sehr geehrter Herr Meier,
sicher ist das hannoversche System hinsichtlich des Potentials für ein Zweitsystem ein Anderes. Ich bin persönlich als Berufspendler Anhänger von Vernetzung und Umsteigebeziehungen und da sehe mit einer oberirdischen dort hineingezwängten Linie am Jahnplatz einen starken Bruch im gesamtsystem. Wo wollen Sie dort eine Niederflurhaltestelle hinbekommen, die akzeptable und barrierefreie Umsteigemöglichkeiten zur etwas versteckten U-Station Jahnplatz ermöglicht? Nach meinem Kenntnisstand ist die Station Jahnplatz mit Überlänge (mehr als 90m) gebaut worden, denn ich habe im Nachsternverkehr schon 2 Doppeltraktionen hintereinander warten sehen. Infolgedessen kann ich die Argumentation, eine von der Halbmesser- zu Diagonallinie aufgewertete 4 würde die Tunnelhaltestellen mit Umsteigern verstopfen, nicht so recht nachvollziehen. Umsteiger würden auch zumindest zur Hälfte vom Oberflächenverkehr in die Station gezogen.
Sicher wird es für den Bereich Bethel/Arthur-Ladebeck-Straße Lösungen für Doppelbahnsteige geben, diese sind aber wegen der erforderlichen Überlänge und Unübersichtlichkeit (wo steige ich ein, vorne oder hinten?) für die Fahrgäste und Behinderte problematisch. Bielefeld scheint hier dem Beispiel Rhein-Ruhr (Essen/Bonn/Mühlheim) zu folgen, die Mischsysteme betreiben (müssen).
Mein Lösungsvorschlag: Die Linie 4 über Kesselbrink in die Heeper Straße (mit den Chancen auf Neugestaltung) zu führen und zur Hauptverkehrszeit Entlastungen ggf. durch Langzüge im Tunnel zu schaffen. 4 Linien im 10-Minutenkt+1 Verstärkerlinie sind Standard, das muss der Tunnel über 1 Stunde Betriebszeit schaffen. Erstmal das bestehende System inkl. seinen bestmöglichen Umsteigebeziehungen am Jahnplatz nutzen, bevor man ein Zweitsystem einführt. Für mehr als eine Linie (im 10-Minutentakt) sehe ich auch in 50 Jahren in einer Großstadt mit ca. 320.000 Einwohner kein Potential)l Daher lieber auf die bewährte Technik setzen. In Hannover hat übrigens ein von TH Braunschweig erstelltes Gutachten auch höhere Anschaffungs- und Betriebskosten für Niederflurbahnen ermittelt, d.h. der Preisvorteil bei den Baukosten relativiert sich im Laufe der Zeit durch die höheren Betriebskosten:
schneller drehende Räder, man kommt an die enger gebauten und komplizierteren Innereien schlechter heran. Man sollte bei der Systementscheidung nicht zu kurz und an die kurzfristig fliessenden Fördergelder denken, sondern langfristig!
Hoch-/Niederflurtechnik
Hartwig Meier; moBiel
26.05.2013, 15:49 Uhr
Die Zielführung Ihrer Argumentation wird mir nicht klar: Sie beginnen mit den Vorteilen des Niederflursystems, wechseln dann zu den Problemen (soweit kann ich noch folgen) und verweisen dann: Worauf? Was ist ihr konstruktiver Lösungsvorschlag? Was ist die Lösung für Ihr Eingangsstatement: „Richtig ist, dass mit einer Niederflurbahn das Problem "städtebauliche Verträglichkeit" in der Brackweder Ortsdurchfahrt (Hochbahnsteige) und im Verlauf der Neubaustrecke erheblich besser lösbar ist und auch die Baukosten sinken...“?

Die von Ihnen alternativ genannten Gestaltungsvarianten treffen in Bezug auf die Barrierefreiheit nicht den Punkt: Die Haltestellen im Bereich Bethel müssen für beide Systeme ausgestaltet werden, damit wird der Übergang hergestellt. Das wir keine 2,35m breiten Fahrzeuge mehr anschaffen wollen, hatte ich bereits ausgeführt. Ein Ende der Linie 1 „an der Kunsthalle“ ist nicht geplant (dazu nochmal Verweis auf das Zielnetz in der Präsentation „Netz- und Systementwicklung“)

Zur Haltestelle Jahnplatz sind zwei Gutachten von Bedeutung: Eine Verkehrsstudie, die im Auftrag der Stadt derzeit erstellt wird und eine Machbarkeitsstudie für die Gestaltung des grünbleibenden Stadtringes, die moBiel nun beauftragt. Die erste Studie wird dass Maß einer Verringerung des Durchgangsverkehrs bewerten, das zweite Gutachten wird genaue Standortvorschläge für die Haltestelle ausführen. Dabei wird die Umsteigewegelänge richtigerweise eine Rolle spielen. Ich wüsste nicht, warum eine Haltestelle „weitab“ eingerichtet werden soll, wenn man als zentrale Achse des Platzes heute den Hauptfußgängerüberweg definiert.

Das Hannoveraner Beispiel ist sehr gut gewählt, da es die ähnlichen Kriterien wie unsere Entscheidung ansetzt. Eben weil sich manche Punkte doch sehr deutlich unterscheiden (in Hannover ging es um reinen Umbau eines viel kleineren Netzausschnittes, dazu ohne die Möglichkeit, einen neuen Betriebshof zu nutzen) kommen wir auf ähnlicher Basis zu einer anderen Empfehlung.
Hoch-/Niederflurtechnik · Innenstadt
Interesse
26.05.2013, 15:17 Uhr
 
Hallo,
kurz vor knapp möchte nun auch ich mich zu den Erweiterungen der Stadtbahn äußern.
Zuerst möchte ich die Frage nach Hoch- oder Niederflur ansprechen.

Ich präferiere ganz klar die Hochflurtechnik, da sie zum Einen kompatible zu allen anderen Strecken ist, was einen Einsatz aller Stadtbahnen auf allen Linien möglich macht.
Die DB z.B. würde ja auch nicht unbedingt eine schmalere Gleisbreite für einzelne Strecken wählen, nur weil es für den Moment optimaler erscheint. (Der Vergleich ist nicht unbedingt passend, aber es soll eine gewisse Richtung anzeigen.)

Zum Anderen, wie schon von anderen Mitbürgern erwähnt, sind Hochflurbahnen und deren Haltestellen viel sicherer für die Fahrgäste.
Bei Unfällen sind sie nämlich nicht auf Augenhöhe mit dem Unfallgegner, sondern auf einer erhöhten Position, welche im schlimmsten Falle sogar Menschenleben retten kann.
Geländewagen sind nämlich im Straßenverkehr auch (meist) sicherer als Kleinwagen, z.B. Smart oder Mini.
Ganz zu schweigen von anderen Vorteilen, z.B. Fahrkomfort etc. .

Ich hoffe, dass man sich für die Hochflurtechnik entscheidet.


P.S.:
Hannover stand vor einer ähnlichen Entscheidung, da sie ihr Hochflurnetz erweitern.
In dem Zuge hatte sich die Stadt Mitte 2012 sinnigerweise bei den Neubauten gegen die Niederflurtechnik entschieden.
(Sehen Sie z.B. : https://www.youtube.com/watch?v=vestqZK0Dhw )
Hoch-/Niederflurtechnik
Regiotramuli
26.05.2013, 15:11 Uhr
Kommentar zum Beitrag von dehabi80
Ob man FÜR- oder gegen den Hochbahnsteig ist, ist gehupft wie gesprungen.
Hochbahnsteig im Straßenraum wäre für die wartenden Fahrgäste am sichersten.
An der Haltestelle Koblenzer-Straße hat man den Beweis.

Auch in Düsseldorf und Würzburg gibt es Beweise und das Unglück WIRD früher oder später auch entlang der Strecke eintreten, wo HF-Bahnen verkehren werden; eine gans klare undeindeutige und simple G'schicht'n

google: Zeitungsteile Thema:TramHaltestellenunfälle

Hier geht es nicht um Schönheit, sondern um Sicherheit !

Interessant wird es, wenn vom Hochbahnsteiggegner deren Angehörige bzw. Kinder an einer NF-Straßenbahnhaltestelle auf die NF-Straßenbahn warten und werden dabei vom PKW-LKW bzw. BRUMMI über den Haufen gefahren und das künftige treffen wäre nur noch auf dem Friedhof am Grab.
Hoch-/Niederflurtechnik
stadtbahnfreund
26.05.2013, 12:16 Uhr
 
Als jahrelanges Mitglied der DVWG möchte ich mich hier zum Thema einmal zu Wort melden.
zum Thema Systementscheid: Richtig ist, dass mit einer Niederflurbahn das Problem "städtebauliche Verträglichkeit" in der Brackweder Ortsdurchfahrt (Hochbahnsteige) und im Verlauf der Neubaustrecke erheblich besser lösbar ist und auch die Baukosten sinken, so dass eine Förderung nach dem EntFlG eher möglich wäre. Nun aber die Gegenfrage: Welchen Verkehrswert und welche
Zukunfsfähigkeit hat eine mit dem aktuellen Hochflursystem inkompatible Linie,
die zudem noch den Hauptbahnhof nicht bedient und bei der das Umsteigen ins mit 4 Linien wesentlich größere Bestandsnetz am Jahnplatz sehr schlecht ist?
Ausserdem: Wenn der Bereich Arthur-Ladebeck-Straße nicht nur von Niederflurfahrzeugen bedient werden soll, müsste man sich Gedanken machen, was mit den dortigen Hochbahnsteigen passieren soll. Wie sollen 2,65m breite Niederflurbahnen dort vorbeikommen? Dafür gäbe es 2 Szenarien. Schmale Niederflurfahrzeuge mit 2,3m Breite (indiskutabel) oder angeflanschte Niederflur-Mittelbahnsteige mit Mehrschienengleisen drumherum a la Stuttgart. Barrierefreiheit ist ab 2020 zwingend vorgeschrieben und eine dauerhafte Nutzung der Klapptrittstufen an Niederflurbahnsteigen würde die Aufsichtsbehörde nach meinem Kenntnisstand nicht genehmigen. Das wäre keine Barrierefreiheit! Eine durch die neue 5 zur Halbmesserlinie degradierte 1, die nur noch an der Kunsthalle enden würde, wäre eine ziemliche Kröte, die das Bestandsnetz zu schlucken hätte!
Auch fragt ist fraglich, wo die neue Haltestelle am Jahnplatz hinkäme: fest steht wohl, dass sie entweder weitab vom Jahnplatz selbst oder zumindest vom zentralen Stadtbahnhalt läge. Auch halte ich die Verkehrssituation (Enge) am Jahnplatz für sehr problematisch. Passt da eine Stadtbahn überhaupt durch und wenn, würde sie vom MIV nicht stark behindert?
Ich sehe die sinnvollste Lösung darin, eine der 4 Linien über den Kesselbrink als Hochflurlinie nach Heepen durchzubinden. Vielleicht lassen sich durch Linientausch oder -Optimierungen die Kapazitäten im Tunnel noch besser
nutzen.
Ich begrüsse die offene Diskussion über das wichtige Thema ausdrücklich und werde aber den Eindruck nicht los, dass den Stadtvätern und MoBiel hier sehr daran gelegen ist, möglichst nach vor dem Ende der Förderung (GVFG/EntflG)
eine Linie 5 um jeden Preis zu erreichen. Langfristig gesehen wäre aber die Niederflurlinie 5 eine Insellösung.
Der OB-Traum vom "autofreien Jahnplatz" wird wohl für immer ein Traum bleiben. Und damit wären noch mehr oberirdische Stadtbahnen über diesen vielbelebten Knoten auch für immer ein Traum, d.h. die langfristige Perspkektive für ein weiter ausgebautes Zweitnetz wäre nicht gegeben.
Übrigens: In Hannover hat man sich auch nach jahrelangem Gezerre gegen die Einführung einer Niederflurbahn für eine einzige Linie entschieden.
Hoch-/Niederflurtechnik
Hein Bloed
26.05.2013, 02:28 Uhr
Kommentar zum Beitrag von Hein Bloed
Und zum Thema Sicherheit könnten mobiel theoretisch schon Statistiken vorliegen.
Als die Bahn in der Innenstadt noch weitgehend oberirdisch gefahren ist, waren nämlich alle Bahnsteige dort NF-Bahnsteige (nur die Bahnen waren keine NF-Bahnen - und mobiel hiess auch noch nicht mobiel).
Hoch-/Niederflurtechnik
Hein Bloed
26.05.2013, 02:17 Uhr
[...]
Das Amsterdam-Bild zeigt, wie naiv sich manche die NF-Technik vorstellen. 1m schmale Bahnsteige, die nicht mal auf Bodenhöhe liegen. Sowas ist nicht barrierefrei und baulich unzulässig, weil viel zu schmal.
[...]

Ich hatte das Bild nur gepostet weil in der Diskussion zu NF der Eindruck zu bestehen schien, dass es eigentlich gar keine Bahnsteige gibt, die die Fahrgäste vom restlichen Verkehr schützen/abtrennen. Die Bilder in einer der Präsentationen waren diesbezüglich auch nicht so deutlich. Immerhin wissen wir jetzt, dass "unsere" NF-Bahnsteige ca. 30 cm hoch wären.

In dem von der Moderation verlinkten Video über die Trams in Frankreich (und die verschiedenen Hersteller, etc.) sieht man übrigens mehrmals Rollifahrer problemlos in die Wagen ein- resp. ausfahren.

Bei der Lektüre der NW ist mir übrigens aufgefallen, dass sich sowohl CDU als auch SPD der Sennestädter Bezirksvertretung bereits auf Niederflur als Voraussetzung für eine Zustimmung zum Stadtbahnausbau festgelegt haben.
Nicht, dass sich das nicht wieder ändern könnte - aber vielleicht ist das der Grund, warum hier der Eindruck entsteht, mobiel hätte hier schon eine Präferenz (de facto scheint die Bezirksvertretung eine zu haben).
Hoch-/Niederflurtechnik
 
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