Tag 15
Ein_Heeper
27.05.2013, 17:08 Uhr
Kommentar zum Beitrag von Fritz
Hallo Fritz,
ich lade Sie herzlich ein, sich uns anzuschließen. Jede Stimme zählt.
Ihnen einen schönen Abend

pro-bus-heepen@arcor.de
 
Tag 14
Fritz
26.05.2013, 22:57 Uhr
Hallo, Frau Wieczorek, richtig, auf der Web-Seite ist der Vorstand aufgelistet, aber nicht die wirtschaftlichen Abhängigkeitsverhältnisse der Vorstandsmitglieder oder deren sonstige wirtschaftlichen Beziehungen. Nicht umsonst spricht man z.B. bei Angestellten von "abhängig Beschäftigten", in diesem Fall sind es Betriebsräte usw.
Da ist der Verein eben nicht transparent, obwohl er für "Bielefeld" sprechen will.
Herrn Franzen mache ich für diesen Blog zu seiner eigenen Transparenz keinerlei Vorwurf. Schon gar nicht einer Täuschung...
Fritz
26.05.2013, 22:47 Uhr
Herr Franzen schrieb: ‚Der Vorwurf, "Bielefeld pro Nahverkehr" sei so eine Art von moBiel oder den Stadtwerken installiertes und gesteuertes Sprachrohr, ist nicht neu. Er wird dann gerne erhoben, wenn man der Auseinandersetzung mit einer von uns vertretenen inhaltlichen Position ausweichen will. In einem Anfängerkurs über Rhetorik und Argumentation lernt man, dass so etwas ein Ablenkungsmanöver ist.’

Sorry, Herr Franzen, ich mag nicht ironisch oder flapsig werden, aber vielleicht könnten wir uns darauf einigen, daß der Besuch von Rhetorikkursen ohnehin ein Übel ist, das man besser sein ließe?

Der o.a. Vorwurf wird von mir nicht „gerne erhoben“, er wurde bislang nicht von mir erhoben, und er ist kein Ablenkungsmanöver. Wenn Sie das so behaupten mögen, dann bitte belegen. Ansonsten bleibt es eben sowas wie "Rhetorik".

Mein Motiv: Mich hat es erschüttert, als ich zur Kenntnis nahm, daß Ihr Verein zu über 50% wirtschaftlich interessengebundene Vorstandsmitglieder hat bzw. hatte, und zu weit mehr Prozent politisch eindeutig gebundene, und daß dies von Ihrem Verein nicht ÖFFENTLICH gemacht worden ist, obwohl er (verkehrs-) politisch eindeutig Stellung bezieht.

Der Verein ist quasi unter neutraler Flagge gesegelt, man könnte auch sagen: Reiter benannt, Ross nicht.

Das ist das Thema meines Beitrages (sollte die Moderation der Auffassung sein, es sollte besser an einem anderen Ort stehen, habe ich gegen ein Verschieben nichts einzuwenden).

Sie fragen: „Kann man noch transparenter sein und mit noch offeneren Karten spielen?“

Ja, indem man Interessengebundenheit veröffentlicht, schon vor langer Zeit.
Und was Teilhabe betrifft: Indem Sie fordern und fördern, daß die Bürger über Beschlußvorlagen zu so weitreichenden Projekten wirksam abstimmen dürfen und die Planung und die politischen Gremien das Ergebnis akzeptieren.
Godehard Franzen
26.05.2013, 18:45 Uhr
Kommentar zum Beitrag von Fritz
Die Funktionsangaben zu den Vorstandsmitgliedern von "Bielefeld pro Nahverkehr", die "Fritz" in seinem Kommentar gemacht hat, sind im Wesentlichen korrekt. In Bezug auf meine Person weise ich ergänzend darauf hin, dass ich u. a. "sogar" bis Anfang 2005 Vorsitzender des Aufsichtsrats von moBiel war. Das einigende Band der Vorstandsmitglieder ist weder die Mitgliedschaft in einer Partei (Mitglied der SPD zu sein, ist im Übrigen keine Schande, wie man in der letzten Woche überall lesen konnte) noch die Zugehörigkeit zu einer Gewerkschaft oder ein Arbeitsverhältnis bei den Stadtwerken, sondern das jahrelange, z. T. sogar jahrzehntelange, Engagement für einen besseren Nahverkehr in Bielefeld. "Fritz" fordert Transparenz, offene Karten und vor allem echte Bürgerbeteiligung. Dem versuchen wir gerecht zu werden, indem wir alle unsere Aktivitäten und Positionen über unserer homepage veröffentlichen. "Echte Bürgerbeteiligung" ist seit langem ein wichtiges Thema des Vereins. Am 18.9.2012 haben wir dazu eine öffentliche Vortrags- und Diskussionsveranstaltung mit dem Titel "Neue Formen der Bürgerbeteiligung in der Verkehrsplanung" durchgeführt. Ausdruck von Transparenz ist es auch, dass ich in diesem Forum mit vollem Namen als Vorsitzender des Vereins mitdiskutiere und mich nicht hinter einem Pseudonym verstecke.

Der Vorwurf, "Bielefeld pro Nahverkehr" sei so eine Art von moBiel oder den Stadtwerken installiertes und gesteuertes Sprachrohr, ist nicht neu. Er wird dann gerne erhoben, wenn man der Auseinandersetzung mit einer von uns vertretenen inhaltlichen Position ausweichen will. In einem Anfängerkurs über Rhetorik und Argumentation lernt man, dass so etwas ein Ablenkungsmanöver ist.

Ich hatte in meinem kurzen Beitrag, auf den sich der Kommentar von "Fritz" bezieht, über die Kampagne "Die Chance nutzen!" berichtet. Inhaltlich schreibt "Fritz" dazu nichts, auch nichts dazu, dass innerhalb weniger Wochen mehr als 6.000 Bielefelder/innen den Appell unterschrieben haben. Der Appell war übrigens am 16.2.2013 als Anzeige in beiden Tageszeitungen zu lesen, selbstverständlich auch auf unserer homepage. Alle Infostände waren öffentlich angekündigt. Kann man noch transparenter sein und mit noch offeneren Karten spielen?

Jede und jeder, die bzw. der die satzungsmäßigen Ziele (siehe homepage) von "Bielefeld pro Nahverkehr" teilt und sich dafür engagieren möchte, ist herzlich eingeladen, Mitglied des Vereins zu werden und im Vorstand mitzuarbeiten.
Moderation
Wanda Wieczorek
26.05.2013, 18:43 Uhr
Kommentar zum Beitrag von Fritz
Hallo Fritz, über mangelnde Transparenz beim Verein Bielefeld Pro Nahverkehr kann sich eigentlich niemand beschweren - auf der Webseite ist der Vorstand aufgelistet, hier in der Diskussion wird das Engagement im Verein benannt. Eine eigene Haltung ist jedem Diskussionsbeteiligten zuzugestehen, das gilt sowohl für Bahn-Gegner als auch Bahn-Befürworter. Um die jeweilige Meinung einschätzen zu können, gibt es ja das Personenprofil (Klick auf das Bild). Und in diesem Fall wurde offensichtlich keine Täuschung versucht.
eilMob
26.05.2013, 18:06 Uhr
Kommentar zum Beitrag von Fritz
Danke für diese Informationen über den Vorstand von "Bielefeld pro Nahverkehr". Das war mir vorher nicht klar.

Die Forderung nach einem Bürgerentscheid wurde schon mehrfach gestellt. Auch wenn ich mir mehr Bürgerentscheidungen vorstellen kann, finde ich das bei Verkehrspolitik nahezu unmöglich. Bedenken Sie bitte, dass bei einem Bürgerentscheid vor der Abstimmung entschieden werden muss, wer abstimmt. Hier liegt in der Verkehrspolitik ein großes Problem, festzustellen, wer als betroffen gilt.

Beispiele:
Bei der Frage Hochflur/Niederflur kann ich mir das noch gut vorstellen: Man befragt alle Bielefelder.

Bei der Entscheidung, ob nach Heepen eine Straßenbahnstrecke gebaut wird, wird es schon schwieriger. Wer stimmt hier ab? Die Bezirke Heepen und Mitte? Vielleicht nur Teile aus Ihnen? Vielleicht aber doch die gesamte Stadt? Vielleicht sollte man die Ummelner aber doch nicht abstimmen lassen, dafür lieber Bürger aus Leopoldshöhe? Je nachdem, wie diese Fragen beantwortet werden, kann man ganz andere Abstimmungsergebnisse erhalten. Letztlich ist da die Frage, ob die Entscheidung nicht sogar durch die Auswahl der Abstimmenden erfolgt, so etwas wäre aber nicht im Sinne einer Demokratie.
Beteiligung
Fritz
26.05.2013, 17:41 Uhr
Der Verein Bielefeld pro Nahverkehr e.V., der für den Ausbau der Stadtbahn und die Linie nach Heepen wirbt, eine Unterschriftensammlung durchführte, die dem Oberbürgermeister übergeben wurde, hat die Vorstandsmitglieder:

Dr. Godehard Franzen, ehemaliges Mitglied des Rates der Stadt Bielefeld, SPD
Martin Kaufmann, Mitarbeiter der Freien Scholle, Bielefeld, Mitglied des Rates der Stadt Bielefeld, SPD
Reinhard Wellenbrink, Mitarbeiter der Stadtwerke Bielefeld, Mitglied des Rates der Stadt Bielefeld, SPD
Sabine Leichsenring-Neuse, Mitarbeiterin und Betriebsrätin der Stadtwerke Bielefeld, SPD
Christoph Birnstein, Mitarbeiter des Automobilclub Europa (DGB-Automobilklub), Betriebsratsvorsitzender, SPD
Norbert Block, Gewerkschaftssekretär verdi, Konzernbetriebsrat, Aufsichtsrat Stadtwerke Bielefeld
Georg Fortmeier, Landtagsabgeordneter und Mitglied des Rates der Stadt Bielefeld, SPD
Herbert Neuse, Mitarbeiter und Betriebsrat der Stadtwerke Bielefeld, SPD
Dr. Jörg van Norden, Dozent an der Universität Bielefeld, Mitglied der Grünen und des Rates der Stadt Bielefeld
8 von 9 sind Mitglieder der SPD, mindestens 4 sind den Stadtwerken durch berufliche Mitarbeit verbunden, wenigstens 6 oder 7 Mitglied der Gewerkschaft verdi oder einer anderen DGB-Gewerkschaft.

Angesichts der Vorstandsbesetzung habe ich den Eindruck einer Lobby-Gründung der Stadtwerke Bielefeld bzw. moBiel, eine 100-prozentige Tochter der Stadtwerke Bielefeld, für sich selbst. Eine solche Dichte von Funktionen, Partei- und Gewerkschaftsmitgliedschaft im Vorstand ist kein Zufall. Es mutet seltsam an, den Vereinsnamen "Bielefeld pro Nahverkehr" gewählt zu haben. Es sollte eher "Stadtwerke pro Nahverkehr" oder "moBiel pro Nahverkehr" heißen.

Ich spreche mich grundsätzlich für eine Förderung des öffentlichen Nahverkehrs aus! Aber bitte wirklich transparent, mit offenen Karten und VOR ALLEM mit einer ECHTEN Bürgerbeteiligung. Das heißt für mich: Bevor verbindliche Entscheidungen getroffen werden, sollte die Durchführung eines BÜRGERENTSCHEIDES vorgenommen werden, durch den alle Bürger mittels Abstimmung echte Teilhabe haben. Das Planfeststellungsverfahren ist kein geeignetes Instrument, für echte Teilhabe.
Godehard Franzen
26.05.2013, 16:55 Uhr
Kommentar zum Beitrag von Kampe98er
Ich weiß nicht, ob bzw. durch wen derzeit in Heepen Unterschriften für die Stadtbahnerweiterung gesammelt werden. Der Verein "Bielefeld pro Nahverkehr e. V." hat vom 16. Februar bis zum 7. April 2013 in Bielefeld Unterschriften unter einen öffentlichen Appell "Die Chance nutzen!" gesammelt, auch in Heepen. Der Appell, der von 30 bekannten Bielefelder Persönlichkeiten bzw. Organisationen als Erstunterzeichner getragen wird, sieht in einer durchgehenden Stadtbahnlinie von Heepen nach Sennestadt eine einmalige Chance für die Stadt. Der Wortlaut des Appells kann unter www.bielefeld-pro-nahverkehr.de nachgelesen werden (Menüleiste: Öffentl. Appell). Insgesamt sind ca. 6.100 Unterschriften zusammen gekommen, darunter auch viele aus Heepen. Der Verein hat im Rahmen der Kampagne 10 Infostände durchgeführt, an denen es sehr lebhafte Diskussionen gab. Selbstverständlich wurde dabei auch über Trassenvarianten oder die Systemfrage gestritten. Auch die Sorge, ob das einer evtl. Stadtbahn nach Heepen zugeordnete Bussystem auch künftig eine gute Flächenerschließung gewährleisten werde, wurde wiederholt angesprochen. Eine generelle Ablehnung einer Stadtbahnerweiterung nach Heepen gab es dagegen nur vereinzelt. Überraschend war bei den beiden Infoständen in der Universität, dass zahlreiche Studenten/innen sich ausdrücklich und lebhaft für eine Stadtbahn nach Heepen aussprachen. Der Bielefelder Osten und Heepen sind offenbar von Studenten durchaus nachgefragte Quartiere.
Heepen
HeeperStrAnwohner
26.05.2013, 16:25 Uhr
Kommentar zum Beitrag von Kampe98er
Keine Ahnung. Ich orientiere mich lieber in Richtung Gegner. Da werden auch Unterschriften gesammelt.
Kampe98er
26.05.2013, 16:20 Uhr
 
Wie mir ein Bekannter aus Heepem heute mitgeteilt hat, werden in Heepen Unterschriften FÜR die Stadtbahnerweiterung gesammelt..

Seltsam allerdings: Die Sammler kamen nicht aus Heepen sondern aus Gütersloh!!!
Frage: Warum sollte ein Gütersloher in Heepen für die Stadtbahnerweiterung Unterschriften sammeln???
Wer weß mehr?
Wer steckt hinter dieser Unterschriften-Sammlung?