Tag 15
ubeckers
27.05.2013, 10:28 Uhr
Kommentar zum Beitrag von Holger
Ich möchte mich dem Vorschlag einer Querverbingung der Linie drei zum Campus dringlich anschließen.
Eien solche Querverbindung würde ohne zusätzlichen Zug im Tunnel einen 5-Minutentakt Innenstadt-Campus ermöglichen. Der Tunnelbereich+Rathaus würde zusätzlich durch weniger Umsteiger entlastet (heutige Umsteiger 3 zur 4). Das Netz gewönne einen zusätzlichen Linienkreuzungspunkt außerhalb der Innenstadt und würde deutlich störungstoleranter.
Die Maßnahme ist verhältnismäßig klein und würde das Netz erheblich aufwerten. Alles spricht dafür diese Querverbindung ganz oben auf die Liste der durchzuführenden Ausbaumaßnahmen zu setzen.

Ebenso unterstütze ich den Vorschlag die 4 nicht nach Heepen durchzubinden, sondern die 4 vom Campus nach Sieker zu führen und die zwei von Milse nach Heepen zu führen.
Gesamtvorhaben
 
Tag 3
Holger
15.05.2013, 10:58 Uhr
 
Zum Thema Tunnelkapazität.

Die Kapazitätsgrenze des Tunnels wird hauptsächlich durch hohe Auslastung und Verstärkungszüge der Linie 4 erreicht. Der Bielefelder Westen wird durch 2 Linien erschlossen, die Kapazität der Linie 3 ist nicht erfüllt. Also muss man die 3 besser nutzen und die 4 entlasten. Dazu bietet sich eine Querverbindung Jöllenbecker Straße - Uni-Campus an. Das geht oberirdisch, lässt sich verhältnismäßig schnell planen (keine größeren Hindernisse im Weg) und verursacht wegen der kurzen Strecke (zusätzlich rund 1,6 km) wenig kosten.

Durch die Querverbindung werden die Stadtbezirke Jöllenbeck und Schildesche besser an den Campus angeschlossen. Außerdem erfolgt damit eine erheblich sicherere Anbindung der Uni - aus zwei Richtungen. Im Störungsfall der Linie 4 besteht heute keine Möglichkeit, die Uni per ÖPNV zu verlassen (Busanbindung nicht vorhanden, Linie 31 bringt nichts). In Gegenrichtung sammeln sich im Spitzenverkehr am Hbf hunderte Studenten ohne Aussicht, die Uni zu erreichen. Diese in kurzer Zeit mit Ersatzbussen zu befördern, würde moBiel in ziemliche Schwierigkeiten bringen. Eine solche Situation am Hbf kann zum Zusammenbruch des kompletten Systems führen.

Die Uni wird heute lediglich durch eine Buslinie im 20-Minutentakt bedient. Weitere Anbindungen mit Linie 21/62/57/58 spielen nur aus dem Außenbereich bzw. Umland eine Rolle. Die Anbindung insbesondere aus Richtung Jöllenbeck/ Enger/ Spenge muss erheblich verbessert werden (heute Bus/Bus oder Umweg durch Innenstadt Bus/Bahn/Bahn). Entweder per Direktbus oder durch eine Stadtbahn bis Babenhausen. Auch aus Richtung Gellershagen (Schloßhofstraße/ Am Brodhagen) sind die Verbindungen mangelhaft (umsteigen zur 31 mit 20-Minutentakt oder Umweg durch die Innenstadt und Linie 4). Eine Busbedienung der Uni aus dieser Richtung entlastet ebenfalls die Linie 4 (war früher mit Linie 25 vorhanden).

MoBiel muss die Umwegfahrten zur Uni beseitigen. Dadurch entsteht ein vernünftiges Netz und die Belastung des Tunnels verändert sich. Inwieweit ein höherer Fahrgastwechsel am Jahnplatz oder Hbf bei Weiterführung der Linie 4 die Kapazität beeinflusst, hängt u.a von den Fahrzeugen ab. Türen in so geringem Abstand wie beim Vamos vorne und hinten ermöglichen einen sehr schnellen Fahrgastwechsel zum Aus- und Einsteigen.

Neben den genannten ungenutzeten Kapazitäten der Linie 3 gibt es auch erheblich freie Kapazitäten bei Linie 2. Das Fahrgastwechsel-Problem, das die Kapazität des Tunnel begrenzt, entfältt, wenn die 4 nach Sieker geführt wird und die Linienverlängerung zur Linie 2 erfolgt. Also
Linie 4 Uni - Sieker
Linie 2 Milse - Heepen.
So lassen sich übrigens auch problemlos Zugverlängerungen der 4 in Sieker durchführen und die sinnlosen leeren Doppeltraktionen bei Veranstaltungen den ganzen Sonnabend bzw. Sonntag entfallen.
Gesamtvorhaben · Tunnel