Tag 14
Regiotramuli
26.05.2013, 18:31 Uhr
Einbetoniertes Gleisbett:

>>>>>>(...) Der nächste Schritt ist der eingedeckte Bahnkörper. Auf einer „festen Fahrbahn“ auf (meist) Beton werden die Schienen bis zum Schienenkopf eingedeckt. Falls nötig wird die Schiene sogar mit einer dämmenden Umhüllung vergossen, dieses System haben wir auf der Detmolder Straße angewandt. Solch ein Gleis ist teurer, soll aber auch deutlich länger halten. (...)<<<<<<

Das sieht man oft - ja es werden Gleise OHNE Gummiummantelung einbetoniert.
Ich möchte gerne wissen, wie Ihr es gebacken bekommt, nach Gleisabnutzung diese auszuwechseln?

Ich hätte lieber weiterhin so gemacht
- Sandiger Untergrund und Gleis drauf
- Betonfundament für Regelspurgleis aber Schmalgleis oder Regelspurgleis obendrauf gelegt und den Bereich ausgefüllt – am besten mit großen Betonplatten, wie es in Wien gemacht wird.
Das selbe, wie entlang der Kreuzstraße und die Mitte ausfüllen Pflaster oder Betonplatten
- Rasengleis :
Schienen auf Betonbalken oder Schwellengleis oder mit Spurstangen als Schwellenersatz.
Anschließend ausfüllen, aber volle Supp'n bis SOk mit Sand und Erde und auf SOk-höhe den Rasen darauf aussehen oder Grassoden draufpflastern.

Habr ich es richtig erwähnt?

Ich versuche immer auf sparsame Lösung vorzugehen.

Frage: Was ist den der Kostenunterschied zwischen den jeweilig erwähnten Dingen?

Ein weiteres Anliegen:
Tunnelbau auf Sparflamme:
s. nächste Gipfelbuchzelle
Gesamtvorhaben
Regiotramuli
26.05.2013, 18:27 Uhr
Ein weiteres Anliegen:
Tunnelbau auf Sparflamme:
Meine Tunnelbauweise wäre nach dem Vorbildern:
- BERLIN: Tunnelbau zur Kaiserzeit auf den Linien 1, 2, 3 und wahrscheinlich noch die 4 (weiteres werde ich noch forschen, danach Bericht, in der Hoffnung, dass ich Sie noch erreichen kann z.B. bei der nächsten Online-Diskusion)
Diese Tunnelabschnitte machen einen sehr gemütlichen Eindruck; außerdem befinden diese DICHT unter der Straßendecke.
Der Lichtraum (oder wie das so heißt) zwischen SOk und der inneren Tunneldecken-Innenfläche könnte die Höhe von NUR 5 Meter haben
Wenn es nach mir ginge, würde ich u.U. noch einen Meter hinzupacken; Ich brauche Platz für den Dachstromabnehmer und der Deckenstromschiene.
Die Tunnelstationen sind hierbei immer bequem zu erreichen.

- WIEN: Kennen Sie dem U-Strabtunnel im Stadtbezirk 10
Dieser ist auch dicht in der nähe vom neuen Wiener Hauptbahnhof.
Auch hier ist dieser sehr sparsam und gemütlich angelegt. Bloß weiß ich noch nicht, wie tief dieser unter der Straßendecke liegt. Wenn ich wieder in Wien bin, nehme ich diesen unter die Ortsbegehungslupe.
Haltestellen einfach.
Auf niveaufreien Kreuzungen wird verzichtet. Gleisdreiecke befindet sich in einem großen Raum
Die Tunnelwände sehen aus wie Spundwände, soll auch aus Gestein oder Beton sein.
Mir scheint so, dass Ihr den Tunnelabschnitt an der Hast Beckhausstraße auch so angelegt habt.
Na, super, Huat ab, sog’i’.

Auch hier in Bielefeld habe ich auch Tunnelvorschläge, aber NUR nach dem soeben erwähnten Vorbild.
Dieses wird demnächst auf der Homepage www.myblog.de/pro-Stadtbahn vorgestellt. Auf Facebock habe ich den Tunnelplan nach dem Wiener-Berliner Vorbild ausgestellt.
Den Tunnel in Brackwede sollte man ihn NUR SO anlegen.
Genug Platz für einen 6Meter tiefen Tagebauaushub entlang der Hauptstraße.
Mehr darüber später oder auf der Homepage.

Diesen Schmarrnkas - wie man mit den heurigen Tunnelbauweise vorgegangen ist - soll man besser in Zukunft sein lassen, außer bei zwangsmäßiger geschlossener Bauweise, durch die Häuser, Flüsse usw. hindurch. Kein Wunder dass so viele Leute, die Grünen, Pro-Bahn-Vorstandsmitglieder, VCD usw. was zu meckern haben und zwischen Planung und Realisierung ZIG Jahre ins Land eini geh'n.
Sowar ich auch bei PRO-BAHN bin, habe ich dazu eine eigene Meinung zum U-Bahnbau

Ich bin zwar FÜR den U-Bahnbau (mit Kurztunneln, Brückenstrecken und Straßenbündig/Rasengleisstrecken), aber gegen Stuttgart 21
Tunnel
 
Tag 11
HansG
23.05.2013, 08:28 Uhr
Danke für die ausführliche Antwort!

Für die Paderborner Straße (von der ich betroffen bin) plädiere ich für Gras. Denn laut den Vorplanungen läuft die Trasse hier neben der Straße, muss anderweitig nicht genutzt werden und ist in Siedlungsnähe.

Scheinbar hat das Planungsbüro auch schon solche Überlegungen unternommen, denn die Strecke ist weitestgehend grün hinterlegt. - Da möchte ich also ebenfalls meine Unterstützung zum Ausdruck bringen.
(Vorraussetzung ist natürlich, dass die Grasflächen regelmäßig gepflegt werden - aber vermutlich setzt ein reibungsloser Bahnablauf das schon vorraus.)
Gesamtvorhaben
Hartwig Meier; moBiel
23.05.2013, 08:17 Uhr
Kommentar zum Beitrag von HansG
ine Frage, die ganze Bibliotheken füllen könnte, ich versuche mich mal als Nicht-Bauingenieur mit 3.000 Zeichen:

Das wohl günstigste Gleis ist Schienen auf Betonschwelle auf Schotter, klassischer Eisenbahnbau. Diese Bauform ist aufgrund der Elastizität des Schotterbetts recht erschütterungsarm, aber im Straßenraum nur bedingt ansehnlich. Für Strecken in Außenbereichen aber immer eine gute Wahl.

Der nächste Schritt ist eine Gestaltung, wie wir sie in Bielefeld z.B. vom Niederwall her kennen, also der Strecke von der Kreuzung Landgericht bis Rathaus. Das sind Längsbetonbalken, die von Rasenflächen umgeben sind. Grüner, aufwändiger, in den Folgekosten dafür geringer, aber unter Lärmaspekten noch weiter optimierbar.
Der nächste Schritt ist der eingedeckte Bahnkörper. Auf einer „festen Fahrbahn“ auf (meist) Beton werden die Schienen bis zum Schienenkopf eingedeckt. Falls nötig wird die Schiene sogar mit einer dämmenden Umhüllung vergossen, dieses System haben wir auf der Detmolder Straße angewandt. Solch ein Gleis ist teurer, soll aber auch deutlich länger halten.

Und wenn Sie unten eine feste Fahrbahn, haben, können Sie eigentlich den Bahnkörper mit fast jedem Material eindecken, das Ihnen gefällt. Asphalt, Beton und Rasen sind die üblichen, Zier- oder Kopfsteinpflaster geht auch, selbst Holz habe ich mal in Frankreich gesehen. Das würde ich mal in unserem Klima als zu kurzlebig ansehen...
Die Hauptfrage ist dann eigentlich, muss jemand anderes den Bahnkörper mitbenutzen? Wenn ja, dann landen Sie meist beim Asphalt oder Beton, wenn nein, können sie eine natürliche Eindeckung wählen, Rasen, Sedum, usw. Als Rasengleis haben Sie dann auch die unter Lärmgesichtspunkten eindeutig optimale Bauform.

Pflastereindeckung ist ästhetisch gern gesehen, aber wenn viel Autoverkehr die Trasse mitbenutzt, doch recht laut. Deshalb haben wir in den letzten Jahren (wie zum Beispiel in der Oelmühlenstraße) das Pflaster immer rausgenommen und würden dass z.B. auch für die Brackweder Hauptstraße vorschlagen.

Früher war übrigens unter den Straßenbahnschienen im Straßenbereich keine feste Fahrbahn, was zu häufigen Wartungsarbeiten führt. Von dieser alten Art haben wir noch viele Abschnitte im Netz, meist am Pflaster im Gleisbereich zu erkennen.

Aus unserer Sicht würden wir für Abschnitte, wo die Bahn sich den Raum mit dem Autoverkehr teilt, Asphalteindeckungen als beste Wahl sehen, da das den Lärm des Autoverkehrs am besten mindert. Für Abschnitte in Siedlungsbereichen ist das Rasengleis gestalterisch heute mit Recht überall in Europa erste Wahl.

Eine Zuordnung einer Bauform zu betsimmten Abschnitten erfolgt erst mit der genauen Bestimmung, wo die Trassen im Straßenraum liegen. Dann ist sie aber notwendig, da die Gutachter für den Schallschutz für Ihre Arbeit diese präzise Angabe brauchen.
Gesamtvorhaben
 
Tag 10
HansG
22.05.2013, 19:25 Uhr
 
Was mir gerade noch einfällt:

Auf den Bildern sieht man immerwieder verschiedene "Gleisfüllungen". Dort ist manchmal Asphalt, Steine oder Gras zu sehen - ohne jetzt viel Ahnung von Folgekosten, Anschaffungspreisen und sonstigen Technischen-Errungenschaften zu haben - empfinde ich das Gras am schönsten.

Gibt es irgendwo eine Übersicht über die Vor.- bzw. Nachteile, damit man sich eine bessere Meinung bilden kann? Gibt es schon Überlegungen, Präferenzen bzw. Planungen?
Gesamtvorhaben