Tag 14
Regiotramuli
26.05.2013, 23:47 Uhr
Kommentar zum Beitrag von Bielefelder
Zum Abschnitt 3:

Sie sollten mal besser die Artikel durchlesen;
Von Regionalstadtbahn nach dem Karlsruher Vorbild habe ich nichts mehr erwähnt. Es war einmal.
Seit dem PRO-BAHN-OWL 2003 das Regional-S-Bahn-OWL-Projekt ins Leben gerufen hatte, war ich sehr begeistert und fing daran eigenmächtig herumzuplanen (in dem diese Artikel vom Kochsiek handelt es sich nur um Neubaugleisstrecken o.ä., aber das was wichtig ist steht nicht drinnen)
Noch mehr Haltestellen an den Bahnstrecken anzulegen wäre das A&O.
Man muß die Bahn zu den Menschen bringen und nicht umgekehrt.
Der Zug soll die Leute da abholen, wo diese her kommen und dan hin bringen, wo diese hin wollen und hin müssen.
Nur somit kann man ein erwünschtes Fahrgastaufkommen erzielen. Mehr Fahgastaufkommen, mehr Fahrgeldeinahmen, welche in den Zeiten, wo die Gelder aus öffentlichen Kassen zunehmend gekürzt werden eine willkommene Sache sein kann.

Zurück zur Regional-S-Bahn.
Wie gesagt. Bedeutend MEHR Bedarfshaltestellen müssen es sein, ABER in Bielefeld entlang der Stammstrecke reichen die Haltestellen voll aus:
- Brackwede-Bhf (Vorhanden)
- Oetkerwerke
- Bielefeld-Mitte
(Bahnsteige in dem Bereich wo das Zwinger-Parkhaus sich befindet.
---- Bahnsteigzugang Elsa-Brendstrom-Straße: Hier gelangt man zur Hauptfußgängerzone Bahnhofsstraße und
---- Bahnsteigzugang Stapenhorststraße: Hier gelangt man in die Bielefelder Altstadt.)
- Bi-Hauptbahnhof (vorhanden)
- Bi-Ringlockschuppen
- Bi-Schildesche-Obersee (Bahnsteiglage: genau mittig unter der EisenMayer-Brücke) Man kommt von da aus überall hin (Wohnbereich, Schule und zum Obersee).

Mehr darüber s. google:
- Regional-S-Bahn OWL,
- Sennebahn - Schnell an den Fahrgästen vorbei
- Die Sennebahn zur Senne-S-Bahn machen
- Sennestadtbahn wird Zwickauer Vorbild

Beim letzten ist es eine Stadtregionalbahn - Mit dem Zug in den Ort eini. Es gibt keine Berührungskontakte mit den Öffis von MoBiel darum KEINE doppelten Fahrpreise.
Ausserden wenn die Nordwestbahn die Bremer S-Bahn übbernimmt, dann kann die NWB auch dieses erwähnte übernehmen.

Zur Regional-S-Bahn: Auch kann im OWL das neue S-Bahnnetz die Nordwestbahn und die Eurobahn mit übernehmen.
Hein Bloed
26.05.2013, 23:00 Uhr
Kommentar zum Beitrag von Michael
Ich habe die letzten Jahre im "5. Kanton" gewohnt. Zur Arbeit fahre ich mit dem Zug. Im Winter bin ich deshalb immer mit 24/25/26 bis zum Jahnplatz und dann mit einer der Stadtbahnen zum Hbf gefahren (weil keiner der Busse zum Hbf fährt). Abends umgekehrt.
Bielefelder
26.05.2013, 21:39 Uhr
Kommentar zum Beitrag von Regiotramuli
Hallo Regiotramuli,

1.) Habe ich bei deinen Beiträgen immer große Probleme den Inhalt sprachlich zu verstehen.

2.) Was bitte haben Regionalexpresshaltepunkte in Hamm mit dem Straßenbahnnetz in Bielefeld zu tun? So ganz kann ich eine Verbindung nicht herstellen.

3.) Gewinne ich immer wieder beim lesen ihrer Beiträge den Eindruck, dass sie in Bielefeld ein ähnliches Stadtbahn-Überlandsytem einrichten wollen wie die Regiotram in Kassel, Chemnitz oder Karlsruhe. Jedoch ist dies allein schon aufgrunnd der Spurweite in Bielefeld nicht ohne weiteres möglich. Die Stadtbahn hat hier nämlich nur eine Spurweite von 1.000mm und die Eisenbahnschienen fahren auf der deutlich breiteren Normalspur von 1.435mm.

Abgesehen davon muss ich ihnen recht geben, dass die Anbindung von Sennestadt/ Brackwede an den HBF bestehen bleiben sollte. Daher halte ich wie schon einmal geschrieben eine Durchbindung Heepen - Jahnplatz - Sennestadt für nicht zielführend.

Ich könnte mir vom Kesselbrink auch eine verbindung an der alten Hauptpost vorbei Richtung HBF vorstellen eine HSt Jahnplatz wäre dann vor der alten Hauptpost möglich dort gibt es dann auch kurze Umsteigewege zu den Unterirdischen Linien.
Regiotramuli
26.05.2013, 21:01 Uhr
Kommentar zum Beitrag von 04910
>>>>>>>>>>>>> (...)Nachvollziehbar ist, dass Fahrgäste der Linie 1 aus Richtung Süden eher weniger zum Hauptbahnhof wollen, da sie in Brackwede umsteigen können oder die Sennebahn sogar direkt erreichen können. Übrig bleiben nur die, die zum Fernverkehr wollen oder REX 6, REX 70/78 bzw. RB 61 und 71 nutzen möchten(...)<<<<<<<<<<<<

REX6, REX 70/78 , R61 und R71
Linie 1

Wir brauchen bitteschön weiterhin eine durchgehende Verbindung zwischen der Sennestadt und dem Hauptbahnhof.
Die Aufgabenträger sollen nicht - wegen den 3 lächerlichen Haltestellen und deren Propleme - so ein Gedönse machen und regeres den NF-Bahnsystem einrichten.
Es gibt auch sehr viele Behinderte welche als Anrainer entlang der Strecke der Linie 1 leben.
Das Umsteigen mit den schweren Koffern an der Senneschleife kann man noch ein Auge zudrücken, am Jahnplatz nicht mehr; das wird uns allen zu Zeitaufwändig.

Diese Sache mit den drei lächerlichen Haltestellen: Sennecenter, Ehrenbergplatz und Mathias-Claudius-Weg und das Theater, wegen irgendwelchen heiligen Straßeneckerln darf da kein Hochbahnsteig hin, aber am Sennestadtring, DAAAA wird alles komplett umgemodelt; Brücke weg, Kreiseln hin usw, was dem Reichowbernd bestimmt noch weniger passen würde als am Claudiusweg eas zu verändern.
mehr. s. anderweitige Gipfelbuchzelle.

Die Geschichte mit den REX-Zügen:
Es wird vorgeschlagen, dass der REX6 in Brackwede halten soll, dafür könnte man den Halt in Hamm-Heesen streichen; es wird vorgeschlagen, dafür die Linie REX 3 bis Aalen verlaufen zu lassen und da Endstation zu machen anstatt in Hamm.

Naja, Hoffentlich wird bald mal das Projekt Regional-S-Bahn-OWL realisiert, dann wird es sich da so einiges posetiv sich ändern

Irgendwo habe ich gelesen, das die ÖBB mit der DB als gemeinsame Bundesbahn sich zusammen tuhen solle. Hoffentlich wird das mal was. Da Österreich inzwischen ein S-Bahnland geworden ist, schwappt es hoffentlich sehr bald dan auch durch ganz Deutschland; d,.h. Wir MÜSSEN das Konzept Regional-S-Bahn-OWL ENTGÜLTIG bekommen.
Hoffentlich wird dann auch die Bahn -- auch WIRKLICH mal zu den Menschen gebracht und nicht umgekehrt.
04910
26.05.2013, 19:45 Uhr
Hartwig Meier; moBiel schrieb:
... "Können Sie Ihren Vorschlag Kesselbrink - Hbf noch mal straßenscharf mit vorgeschlagenen Haltestellenstandorten präzisieren? Vielleicht habe ich da den Überblick verloren... ""

Sehr geehrter Herr Meier,

mir geht es leider auch so, dass langsam der Überblick verloren geht. Mein normalen "Hausrechner" tut sich allmählich schwer mit den Ladezeiten ...

Meine "Erstaufschlag" zum Thema (Jahnplatz/Kesselbrink) finden Sie am 16.05.2013, 19:28 Uhr. Bei den Buslinien beziehe ich mich auf die zukünftigen Linienführungen aus Richtung Quelle, Dornberg, Dürerstraße und Schildhof. Dazu gibt es auch einen speziellen "Dreiteiler" vom 22.05.2013.

Nachvollziehbar ist, dass Fahrgäste der Linie 1 aus Richtung Süden eher weniger zum Hauptbahnhof wollen, da sie in Brackwede umsteigen können oder die Sennebahn sogar direkt erreichen können. Übrig bleiben nur die, die zum Fernverkehr wollen oder RE 6, RE 70/78 bzw. RB 61 und 71 nutzen möchten.

Viele Grüße

Matthias Galle
Gesamtvorhaben · Innenstadt
Hartwig Meier; moBiel
26.05.2013, 18:57 Uhr
Kommentar zum Beitrag von 04910
Ich hoffe, Sie gestehen uns zu, dass wir den Zusammenhang zwischen Potenzial und Nachfrage kennen. Ansonsten hätten wir ja zum Beispiel 2010 die Osttangente der Linie 30 beim Bus komplett auf blauen Dunst hin in Betrieb genommen.

Die Verbindung Heepen - Hauptbahnhof ist heute teilweise direkt und alle 10 Minuten mit Umsteige möglich. Das ist als Ausgangsbasis schon mal nicht so schlecht. Das diese Nachfrage explodiert, ist am Beispiel der Brackweder Fahrgäste der Linie 1 (und da ist da Angebot jetzt ja da!) nicht zu erwarten: Etwa 11 Prozent der Fahrgäste aus dem Bereich Kirche bis Eggeweg fahren zum Hauptbahnhof (ohne Umsteiger zu anderen Stadtbahnlinien); davon gehen wiederum 60% zum Zug. Macht also gut sechs Prozent Umsteigepotenzial zum SPNV bei Direktanbindung. Mehr nicht. Im Fall Brackwede werden also auch fast drei Prozent weiterhin direkt fahren können, da in unserem Netzvorschlag die Linie 1 in der Hauptverkehrszeit nach Brackwede fahren soll (und die Hauptverkehrszeit macht 40% unserer Nachfrage aus).

Mir ist unklar, welche Buslinien aus dem Westen zusätzlich am Kesselbrink wenden sollten. Unser Problem ist doch heute eher umgekehrt mit der umständlichen Wende der L21 an der Kunsthalle.

Können Sie Ihren Vorschlag Kesselbrink - Hbf noch mal straßenscharf mit vorgeschlagenen Haltestellenstandorten präzisieren? Vielleicht habe ich da den Überblick verloren...
Innenstadt
Holger
26.05.2013, 18:23 Uhr
„Die (Eisen-)Bahnfahrer sind in unseren Zahlen natürlich enthalten, weil wir unseren Fahrgästen genau diese Frage stellen, ob sie „endgültig“ aussteigen oder noch in eine andere Verbindung umsteigen.“

Wann war denn die letzte Befragung im Fernverkehr - ob ICE-Reisende noch in eine andere Verbindung umsteigen? Dürfte lange her sein. Gab es solche Erhebung überhaupt schon mal?

Ich vermute also einfach mal, nur Fahrgäste der RB/ RE-Züge sind in den genannten Zahlen enthalten. Und das geht so nicht. Der Hbf dient zuerst der Fernanbindung von OWL und dann verknüpft er diese mit Regionalverbindungen (Bahn + Bus). Ziele sind alle umliegenden Städte, ganz OWL. Innerhalb von Bielefeld ist der Hbf ein Umsteigepunkt im Stadtbahnnetz - z.B. von Linie 4 zu Linie 1/2/3 nach Schildesche/ Milse/ ...

Schon allein das Problem, die innerstädtischen Busverbindungen nur am Jahnplatz erreichen zu können, ist leider kein Thema für moBiel, aber sicher eines für Bahnfahrgäste. Osnabrück beispielsweise hat eine ähnliche Situation, die dort aber recht gut bewältigt wird. MoBiel vertritt einfach den Standpunkt: unsere Busse fahren am Jahnplatz. Basta.

Wie weit fahren Fahrgäste im Durchschnitt? Hat diese Frage überhaupt etwas mit der existentiellen Wichtigkeit des Jahnplatzes zu tun? Ich meine, nein. Weil Jahnplatz und Hbf ZUSAMMEN die Anbindung der Innenstadt bilden. Es wäre ziemlich absurd, dem Hbf eine existentielle Rolle abzuerkennen. Neben Fahrgästen mit Nahzielen innerhalb der Stadt gibt es Fahrgäste der Region, die schon wegen ihrer Wohnortes stets längere Wege haben, als in einer Haushaltsbefragung nur der Stadt Bielefeld angenommen wird. Es gibt einen Verkehrsverbund - der wäre nicht nötig, wenn Fahrgäste von moBiel nur aus Bielefeld kämen (!) und einen NRW-Verbund (NRW-Tarif).

Die ehemalige Haltestelle Berliner Platz (heute Willy-Brandt-Platz) liegt etwas abseits von der Einkaufsmeile und hatte daher einen anderen Einzugsbereich. Wenn man Zahlen der ehemaligen Haltestelle Bahnhofstraße (Linie 3) heranzieht, wäre das anders.

Die Betriebserfahrung der Bauphase Linie 4 (2009) ist nicht vergleichbar mit einer Straßenbahn aus Heepen, die nur den Hbf bedient. Über Zwischenhaltestellen (Kesselbrink) wäre hier eine Anbindung in ziemlicher Nähe zum Jahnplatz gegeben. Es gibt (oder gab) außerdem Überlegungen, eine durchgehende Einkaufszone durch die ehemalige Stadtbibliothek zum Kesselbrink zu führen. Bei einem Endpunkt Hbf der Linie 4 existieren diese Möglichkeiten nicht.
Innenstadt
Interesse
26.05.2013, 17:50 Uhr
Da haben Sie wohl schon recht, aber ich wollte in eine etwas andere Richtung.

Ich wollte zum Ausdruck bringen, dass die jetzigen Takte der Linie 4 einfach gesplittet werden sollten.
Derzeit fährt die Linie 4 9-mal pro Stunde um 7 Uhr.

Dies könnte man ja auftrennen, wenn man die Linie 4 in Richtung Heepen erweitert:
Etwa 6-mal pro Stunde würde die Linie 5 aus Heepen in Richtung Lohmannshof fahren und zusätzlich 3-mal die jetzige Linie 4 vom Rathaus aus in Richtung Lohmannshof.
So würde nur die jetzige Situation genutzt.
(Genaueres zu der Taktung würde sich wohl in der Praxis ergeben.)

Ob nun Menschen aus Heepen im Jahnplatz-Tunnel oder oberirdisch aus der 22/21/26 aussteigen und im Tunnel in Bahnen umsteigen, sollte doch nicht so in das Gewicht fallen, oder täusche ich mich da?
Heepen · Tunnel
04910
26.05.2013, 17:47 Uhr
Hartwig Meier; moBiel schrieb:
... "Für die Einschätzung dieser Vorschläge folgende Daten, die sich auf das Mobiltätsverhalten der heutigen Nutzer der Linien 21/22 und 25/26 beziehen: Fast 90% der Fahrgäste dieser Linien aus dem Osten steigen am Jahnplatz aus oder ein. Der „Durchfahrer-Anteil“ ist also sehr gering. Dies begründet unsere Überlegung eines hohen Fahrgastwechsels in der Innenstadt. Gut 60% steigen in andere Linien um, davon 10% zu anderen Buslinien, 50% zur Stadtbahn. Gut 25% der Fahrgäste haben ihr direktes Ziel im Einzugsbereich der Haltestelle Jahnplatz." ...

Sehr geehrter Herr Meier,
wenn ich Sie richtig verstehe, beziehen sich Ihre Zahlen nur auf derzeitige Nutzer des ÖPNV in Bielefeld - nicht auf das mögliche FahrgastPOTENTIAL. Natürlich wird das Nutzerverhalten immer nur ein Abbild des vorhandenen Angebots sein. "Wo kein ÖPNV fährt, fährt keiner mit, also brauchen wir dort auch keinen ..."

Mit einer neuen Stadtbahn wollen/müssen Sie aber doch zusätzliche Fahrgäste gewinnen. Wenn es heute zu umständlich ist, von Heepen zum Hauptbahnhof zu kommen, wird auch kaum Nachfrage dafür bestehen. Ich kenne z.B. Leute, die fahren mit dem PKW (werk-)täglich durch die ganze Stadt nach Brackwede zum Bahnhof (P&R) oder eben direkt nach Halle, Gütersloh, Hannover.

Schauen Sie sich bitte den Vorschlag Linienführung (--Kesselbrink--Hbf), der hier im Forum gemacht wurde und viel Zustimmung gefunden hat, in aller Ruhe an. Ausgangspunkt war die ohnehin notwendige Führung der aus Richtung Westen endenden Buslinien zum Kesselbrink (Wenden/Abstellen). Der Zugang zur Haltestelle Jahnplatz kann auch über die Fr.-Ebert-Straße/Herforder Straße erfolgen, was sogar zu einer besseren Fahrgastverteilung auf dem Tunnelbahnsteig führen wird.

Bielefeld ohne vernünftigen Flughafen in der Nähe, Fernbusse nach Brackwede "verbannt" und Hauptbahnhof nur umständlich mit ÖPNV erreichbar (weil es immer so war) - das gibt's doch gar nicht ... :-)
Heepen
Moderation
Wanda Wieczorek
26.05.2013, 17:34 Uhr
Kommentar zum Beitrag von Interesse
Die Führung einer weiteren Stadtbahnlinie durch den Tunnel ist aus Kapazitätsgründen leider nicht möglich. Die Gutachter der Potenzialanalyse haben errechnet, dass das zusätzliche Fahrgastaufkommen einer weiteren Linie den Fahrgastwechsel in den Tunnelhaltestellen zu sehr verlängern würde. Der aktuelle Takt der Bahnen könnte dann nicht gehalten werden. In den ersten Diskussionstagen wurde die Tunnelfrage recht ausführlich debattiert. Wenn Sie die Diskussion nach dem Themenfeld "Tunnel" filtern, sehen Sie alle Beiträge dazu. Die Kapazitätsprobleme erläuterte Hartwig Meier von moBiel insbesondere in seinen Beiträgen vom 14.05., 23:26 Uhr und 21.05., 00:17 Uhr.
Tunnel
Interesse
26.05.2013, 17:20 Uhr
Sehr geehrter Herr Meier,

ich kann die Zahlen bezüglich des Jahnplatzes durch eigene Erfahrung bestätigen.

Daraus müsste doch folgen, dass eine weitere Stadtbahnlinie (zwingend) den Jahnplatztunnel anfahren müsste, oder nicht?

Der Tunnel ist zentral und man kann ihn in vielen Richtungen verlassen und würde daher Ausstiegs-/Umstiegsprobleme bei einer weiteren oberirdischen Linie vermeiden.

Gruß
Interesse
Tunnel
Hartwig Meier; moBiel
26.05.2013, 17:05 Uhr
Kommentar zum Beitrag von Michael
Ich antworte da gerne, weil die Frage der Zentralität der Verknüpfungspunkte ein ganz entscheidender Punkt ist; deshalb gar keine Debatte zur Notwendigkeit, hier unsere Beweggründe darzustellen. Schließlich ist es schon für die Stadt Bielefeld ganz wesentlich, wie sich Stadt- und Verkehrsplanung hier aufeinander zu bewegen.

Das der Kesselbrink mit im Haltestellen-Set sein sollte, da sind sich (hoffentlich) ganz viele einig, da er nicht nur Standort des Bielefelder Hauptmarktes ist, sondern im Grunde auch der Wochenmarkt für den Bielefelder Osten.

Noch mal etwas Zahlenmaterial auf den Tisch, welche Bedeutung unsere zentralen Haltestellen im Tunnel haben. Dabei ist es richtigerweise so, dass Umstiege zwischen den Stadtbahnlinien an allen drei Punkten möglich sind, wobei diese Umstiege unterschiedlich attraktiv sind:
Auf den bestehenden Stadtbahnlinien verteilt sich der Ein, Aus- und Umstieg unserer Fahrgäste unter diesen Haltestellen folgendermaßen:
Jahnplatz: 48%
Hauptbahnhof: 32% (davon allein Linie 4: 10%)
Rathaus: 20%

Wenn man also die Sonderstellung der Unilinie etwas herausnimmt, sieht man wieder die Bedeutung des Jahnplatzes. Noch stärker wie beim Bus sind die Anteile der Kunden, die direkt am Jahnplatz oder am Rathaus ihr Ziel haben: das sind wiederum gut zwei Fünftel derer, die diese beiden Haltestellen ansteuern.
Innenstadt
Michael
26.05.2013, 15:39 Uhr
Sehr geehrter Herr Meier, herzlichen dank für diese Informationen. Natürlich haben Sie mit vielen Punkten Recht, überzeugt bin ich aber dennoch nicht. Aber ich will Ihre Geduld auch nicht überstrapazieren und werde mich zu diesem Themen-Strang jetzt nicht weiter äußern, außer drei ganz kurzen Anmerkungen:

Wenn der Hauptbahnhof zukünftig an Wichtigkeit zunimmt (Stichwort "hohe Spritpreise", Stichwort "Handy für junge Menschen inzwischen wichtiger als PKW", Stichwort "Höhere Umweltauflagen, Umweltplakette, Citymaut") dann würde sich das Gleichgewicht zugunsten des Hauptbahnhofs verschieben und ggf. würden Sie dann sowieso weitere Buslinien zum HBf durchführen (müssen).

Meine Vermutung, dass es erhebliche Überschneidungen zwischen Jahnplatz und HBf gibt, beruhte auf folgender Annahme: Die wenigsten Menschen fahren in die Innenstadt um nur ein Geschäft zu besuchen. Wer mehrere Geschäfte entlang der Bahnhofstraße ansteuern will, für den ist es egal, von welcher Seite der Bahnhofstraße er beginnt.

Ich kann die Beschwerden, die Sie 2009 bekommen haben, natürlich nicht inhaltlich beurteilen. Aber prinzipiell ist es so, dass sich Menschen wegen jeder Kleinigkeit beschweren und kaum habe sie sich an ein neues System gewöhnt, wollen Sie es nicht mehr missen. Außerdem wäre der Jahnplatz ja über die neue Station am jetzt wunderschönen Kesselbrink weiterhin leicht zu erreichen. Dies wäre meiner Ansicht nach auch ein sehr wichtiger Baustein, um dieses Quartier zu beleben und für den Einzelhandel erst interessant zu machen.

Jetzt ist es doch wieder mehr geworden als geplant ;-) Sorry!
Innenstadt
Hartwig Meier; moBiel
26.05.2013, 15:06 Uhr
Kommentar zum Beitrag von Holger
Ihre Aussage, dass sich die Einzugsbereiche der Haltestellen Jahnplatz und Hauptbahnhof „stark“ überschneiden, finde ich mutig. Früher hatten wir da sogar noch mal eine Haltestelle am Willy-Brandt-Platz dazwischen.

Die (Eisen-)Bahnfahrer sind in unseren Zahlen natürlich enthalten, weil wir unseren Fahrgästen genau diese Frage stellen, ob sie „endgültig“ aussteigen oder noch in eine andere Verbindung umsteigen. Dazu gehört auch die Eisenbahn.

Der Umstieg von Stadtbahn zu Bus am Hauptbahnhof ist nur zu einem kleinen Teil der Linien möglich. Die innerstädtischen Linie erreichen Sie damit nicht. Und wenn er möglich ist, ist er auch besser? Sie müssen ja für alle Betroffenen dann wieder noch die Reisezeit des Busses vom Hauptbahnhof zum Jahnplatz draufpacken.
Ich empfehle Ihnen, die Mobilitätsstudie der Stadt Bielefeld (unter „Haushaltsbefragung“ in der Dokumention) zu Rate zu ziehen. Dort werden sie sehen, wie (wenig!) weit Fahrgäste im Durchschnitt fahren. Ich bestreite nicht, dass es Fahrgäste gibt, deren Mobilitätsmuster sehr stark mit dem Eisenbahnverkehr und mit regionalen Linien vernetzt ist. Solche Kunden aber zum Dreh- und Angelpunkt eines Netzes zu machen, in der die Mehrheit unserer Fahrgäste heute nicht ein einziges Mal umsteigt, ist meines Erachtens nicht zielführend.

Im Gegenteil haben wir eine Betriebserfahrung aus einer länger dauernden Bauphase 2009, wo wir die Linie 4 nur bis Hauptbahnhof geführt haben. Das führte zu massiven Beschwerden der Fahrgäste.
Innenstadt
Michael
26.05.2013, 15:01 Uhr
Kommentar zum Beitrag von Holger
Die von Dir genannten Punkte halte ich für extrem wichtig und hatte ich selbst schon vor dem Lesen Deines Beitrags im Kopf. Die Zahlen vom moBiel, die die Notwendigkeit der Einbindung des Jahnplatzes bestätigen sollen, sind wirklich nicht aussagekräftig. Natürlich stimmen diese Zahlen, dass will ich überhaupt nicht anzweifeln. Aber wurden sie auch richtig interpretiert? Selbst wenn momentan ein Großteil der Fahrgäste am Jahnplatz aus- und umsteigen, muss dies für die meisten keinen größeren Nachteil bedeuten, wenn sie das zukünftig am Hauptbahnhof machen müssten. Wie Du schon richtigerweise aufgezeigt hast, gibt es große Überschneidungen der Einzugsgebiete. Wer z.B. ein Geschäft in der Mitte der Bahnhofstraße ansteuert, kann am Jahnplatz oder am HBf aussteigen. Wo er aussteigt, wird dann wahrscheinlich nur davon abhängen, aus welcher Richtung er kommt. Für den Großteil der Jahnplatz-Aussteiger bedeutet das Aussteigen am HBf keinen oder nur einen minimalen Mehrweg.

Zu den Bahn-Umsteigern: Ich vermute, dass aktuell fast alle Bahnnutzer am Jahnplatz umsteigen und nur die wenigsten am HBf. Das mache ich auch so, das Umsteigen am Jahnplatz ist ja schließlich einfacher. Am HBf müsste ich ggf. erst mit einer Treppe die Gleise überqueren, um zum Bahnsteig gegenüber zu kommen. Das heißt: Alle Jahnplatz-Umsteiger können auch am HBf umsteigen, müssen aber eine Treppe dafür gehen. Das ist doch wohl ein zumutbarer Umstand und kann nicht ernsthaft als beeinflussender Faktor für eine so wichtige und richtungsweisende Entscheidung mit einbezogen werden?
Innenstadt
Holger
26.05.2013, 13:07 Uhr
Die wichtigste Frage beantworten Ihre Zahlen leider nicht:
Wieviele Fahrgäste haben den Hbf als Ziel - entweder als direktes "Ziel im Einzugsbereich" oder als Umsteiger zur Eisenbahn?

Diese Frage lässt sich wegen geringer Entfernung der Haltestellen zueinander (Fußweg 5-8 Minuten) überhaupt nicht umfassend beantworten. Die Einzugsbereiche der Haltestellen Jahnplatz und Hbf überschneiden sich erheblich. Viele Fahrgäste gehen einfach zu Fuß, andere steigen zur Stadtbahn um.

Anders formuliert: Fahrgäste mit DIREKTZIEL JAHNPLATZ haben zu einem bestimmten Anteil ihr tatsächliches Ziel im Einzugsbereich des Hbf. Das stellt Ihre Aussage infrage : "Gut 25% der Fahrgäste haben ihr direktes Ziel im Einzugsbereich der Haltestelle Jahnplatz".

Ist der Jahnplatz also für 50% der Fahrgäste essentiell?
1) Bahnfahrgäste sind in den Zahlen nicht enthalten (nur Umsteiger Stadtbahn/ Bahn)
2) Der Anteil Fahrgäste mit Ziel Einzugsbereich Jahnplatz bzw. Hbf ist nicht ermittelbar.
3) "50% der Fahrgäste steigen am Jahnplatz in die Stadtbahn um." Diese Fahrgäste könnten bei Direktverbindung Heepen - Hbf auch dort umsteigen. Anteil Fahrgäste mit Ziel Einzugsbereich Hbf? Anteil Umsteiger zur Eisenbahn?
4) Die "Umsteiger zu anderen Buslinien" können diese teilweise auch am Hbf erreichen (62, 88, ...).
Damit ist die Aussage "Jahnplatz essentiell für 50%" eigentlich widerlegt.

Das moBiel einseitig auf den Jahnplatz ausgerichtet ist, zeigt im Übrigen die Bedienung im Frühnetz. Sonnabend früh ist eindeutig der Hbf das Ziel. Erreicht wird er meistens zu Fuß (umsteigen zur N3 dauert zu lange etc.). Das Ziel Jahnplatz ist dann nahezu uninteressant. Nur die Busse treffen sich dort, sonst niemand. Durchgehende Verbindungen entsprechend den Stadtbahnen - u.a. direkt zum Hbf - existieren nicht.

MoBiel setzt das SYSTEM "Treffpunkt Jahnplatz" im Nacht-/ Frühnetz vor alle Anforderungen. Eine Stadtbahn, die zu allen Zeiten nachweislich eine Haupthaltestelle am Hbf hat, wird durch den N1 ersetzt, der nur den Jahnplatz anfährt - obwohl zeitlich eine Linienführung Weststraße-Bahnhofstraße/Hbf-Jahnplatz möglich wäre (Pausezeit Dornberg 20 Minuten).
Innenstadt
 
Tag 13