Tag 12
Bastian Schwarz
24.05.2013, 23:36 Uhr
Warum sollten die Preise bitte explodieren?
Wenn ich Stadtteile, welche bisher nur von Bussen bedient wurden mit ner Bahnlinie versehe die lt. Potenzialanalyse in Heepen zu 417% und in Sennestadt "immerhin" noch zu 163% die Betreibsmehrkosten abdecken/einbringen! Jeder Börsianer würde von diesen Renditen träumen, wenn man wie in Heepen die Kosten vierteln/Gewinn vervierfachen könnte
Das bedeutet nach Adam Riese und Eva Zwerg ich erwirtschafte mit jedem Fahrgast bares Geld und es wird weniger Kohle aus dem Landestopf für den ÖPNV benötigt.
Hält man die Ticketpreise stabil kann man wirtschaftlicher Handeln, wie jemals zuvor.
Sicherlich werden die Ticketpreise nicht sinken, aber es wird sicherlich stattdessen attraktive Ticketpakete geben.
UND es ergeben sich Möglichkeiten den ÖPNV auf der Schiene in Bielefeld zu erweitern.
Schließlich wird der Spritpreis in den nächsten Jahren/Jahrzehnten explodieren und die Autofahrer zu Mitfahrern machen !-)
Finanzen
AlexT
24.05.2013, 21:07 Uhr
Kommentar zum Beitrag von Gustav
Ein netter und gut gemeinter Vorschlag die Linie 4 bis nach Bethel zu Verlängern. Das geht aber nicht, weil die Vamos-Zuge nicht durch die Kreuzstrasse passen (man hat vor ca. 15 Jahren verpennt bei Erneuerung der Kreuzstrasse die Trasse für 2,65m-Fahrzeuge anzupassen).

@Herr Meier von moBiel: Wie konnte so ein Fauxpas mit der Kreuzstrasse eigentlich passieren? Da ich hier im Forum Ihre kompetenten Auskünfte schätze und interessant finde, würde mich Hintergrundinfos hierzu interessieren. Danke.
Gesamtvorhaben
Bielefelder
24.05.2013, 20:41 Uhr
Kommentar zum Beitrag von Gustav
Eine verlängerung der Linie 4 nache Bethel ist nach derzeitigen Stand garnicht Möglich, da die Vamosfahrzeuge vom Streckenast Bethel - Senne ab andgericht abgeschnitten sind. Die Kreuzstr. ist einfach noch nicht für derart breite Fahrzeuge ausgelegt.
Gesamtvorhaben
HeeperStrAnwohner
24.05.2013, 20:10 Uhr
Kommentar zum Beitrag von Michael
Michael, ich glaube nicht, dass die Fahrpreise nicht weiter angehoben werden. Im Gegenteil, ich denke, sie explodieren erstmal, damit die Millionen gezahlt werden können.
Finanzen
B. Vollmer
24.05.2013, 20:00 Uhr
Kommentar zum Beitrag von Gustav
Hallo Gustav,
ich kommentiere gerne Ihre Idee der Linie 4 nach Bethel. Ich bin im Grundsatz Techniker und bin erzogen worden nach dem Motto "Geht nicht, gibt's nicht!" Trotzdem möchte ich auf diverse Punkte hinweisen, die hiermit zusammenhängen. Wir hatten bereits im Rahmen mit Dürkopp Tor 6 intensiv die Frage einer Endstation an der Obernstraße diskutiert. Dabei gab es zahlreiche Hindernisse, die letztlich dazu geführt haben, diese Möglichkeit zu verwerfen.
- Die Kreuzstraße ist eine Bundesstraße, die erst gerade umfassend erneuert wurde. Um den Vamos hier verkehren zu lassen, müssten von der linken Fahrbahn die zusätzlichen Zentimeter weggenommen werden. Dieses würde zu Lasten des Autoverkehrs gehen oder zu Lasten von Fußgänger/Radfahrer. Dazu kommt eine weitere abbiegende Linie auf dem Adenauerplatz, was zu einer Behinderung des Individualverkehrs führt. Hier ist dann Tat die Frage, ob dies genehmigungsfähig ist.
- Damit entfällt die Möglichkeit des Einsatzes der Niederflurtechnik nach Sennestadt. Es bleibt damit das bisher nicht zulösende Problem der Hochbahnsteige in Brackwede, die Sennestädter hätten nur die Alternative Hochbahnsteig.
Zum Thema "keine Stadtbahn nach Heepen" nehme ich noch gesondert Stellung.
Gesamtvorhaben
Michael
24.05.2013, 19:51 Uhr
Kommentar zum Beitrag von Gustav
Es ist traurig, dass es für jedes zukunftsweisende Projekt Gegner gibt. Alle Bielefelder können froh sein, dass sich seinerzeit die Gegner, die sicher auch bei den Linien 1-4 existierten, nicht durchgesetzt haben. Ohne eine moderne Stadtbahn wäre dies eine völlig andere Stadt! Mit reinem Busverkehr, der teurer, langsamer, unbequemer und schadstoffintensiver ist, hätte MoBiel sicher nur halb so viele Kunden, was 10-tausende von zusätzlichen Autos auf den Straßen bedeuten würde - mit allen negativen Folgen.

Es ist ebenso traurig, dass diese Bürgerinitiative noch nicht einmal den Versuch einer konstruktiven Mitwirkung unternimmt, indem man sich für oder gegen bestimmte Streckenvarianten ausspricht. Frei nach dem Motto "Alles muss so bleiben wie es ist" wird jede Veränderung blockiert. Wir leben in einer Großstadt und in einer solchen sind S-Bahnen nicht unüblich. Deutlich kleinere Städte (z.B. Freiburg) haben deutlich bessere Netze. Es ist geradezu grotesk den S-Bahn Ausbau generell verhindern zu wollen. Wer als Ewig-gestriger dem Fortschritt abschwören will, der sollte nicht in einer Großstadt leben, in der die Dynamik immer höher ist als auf dem Land, bzw. in Kleinstädten.

Wie schon an anderer Stelle erklärt, besteht der Nutzen einer neuen Strecke nicht ausschließlich in dem Nutzen der Anwohner, die den Bahnanschluss bekommen. Jeder Anwohner an anderen Strecken, aber mit dem Ziel Heepen, wäre in dem Fall ebenfalls Nutznießer. Die dadurch bedingte Steigerung von Fahrgästen in allen Linien führt zu einer höheren Wirtschaftlichkeit des gesamten Netzes, wodurch die Verluste sinken, die Fahrpreise ggf. nicht weiter angehoben werden müssen oder z.B. Taktverdichtungen erst in Frage kommen.
Gesamtvorhaben · Heepen
Gustav
24.05.2013, 14:41 Uhr
 
Guten Tag zusammen,
zunächst möchte ich mich bei den vielen Mitdenker/innen und Mitschreiber/innen herzlich bedanken für die interessanten Beiträge in diesem Forum. Dadurch habe ich viel gelernt – wenn auch mit hohem Zeitaufwand.

Jetzt möchte ich Euch/Sie darüber informieren, dass Bürgerinnen und Bürger aus Heepen und Mitte gemeinsam eine Bürgerinitiative gegründet haben, um sich für den Erhalt und die Optimierung der jetzigen guten Busanbindung einzusetzen und eine neue Stadtbahnlinie 5 nach Heepen zu verhindern, egal über welche Streckenführung oder mit welcher Technik betrieben.

Einige Beiträge in diesem Forum haben schon darauf hingewiesen, dass man sich hier nur noch die Gedanken darüber machen kann, ob die Bürger Auf dem Langen Kampe oder in der Heeper Straße stärker belastet werden sollen oder ob die Haltestelle etwas weiter vor oder zurück angelegt wird. Die neue Bürgerinitiative ist der Meinung, dass wir keine Stadtbahnverbindung nach Heepen benötigen. Das Geld und der Ärger mit der Umsetzung lassen sich sparen. Die vielen Gründe gegen die Stadtbahnverlängerung nach Heepen und die vielen Umsetzungsprobleme sind hier schon mehrfach genannt worden.

Nach der letzten gemeinsamen Sitzung der Bezirksvertretungen am 22.5. im Rathaus ist aber noch eine andere Idee aufgekommen. Das Gutachten stellt u.a. fest, dass es mit der Linie 1 bis Bethel ein Kapazitätsproblem gibt, das durch das Parallelangebot der Linie 5 gelöst werden könnte. Hierzu schlagen wir vor, stattdessen die Linie 4 nicht am Dürkopp Tor 6 enden zu lassen, sondern an der Haltestelle Bethel. Damit wären die Kapazitätsprobleme behoben und der Konflikt um die Endhaltestelle Tor 6 auch, weil die dann gar nicht erst gebaut werden muss. Das besonders hohe Fahrgastaufkommen auf der Uni-Linie würde weiterhin mit pendelnden Einsatzfahrzeugen zwischen Hauptbahnhof und Universität abgedeckt werden und damit den Tunnel nicht weiter belasten.

Die Bürgerinitiative bereitet derzeit eine Prüfanfrage an den Stadtentwicklungsausschuss und den Rat vor, um die Alternative des Wegfalls der Linie 5 nach Heepen und die Änderung der Linie 4 zu bewerten. Da ja alles im „Schweinsgalopp“ (Dezernent Moss) passieren muss und die Bürger mit ihrer Beteiligung dahinterher hecheln müssen, soll dies noch in diesem Monat Mai erfolgen. Die nächste Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses ist am 11.6. – und dort soll es beraten werden.

Wer Interesse hat, sich der Bürgerinitiative „Pro-Bus-Heepen“ anzuschließen oder sich dort näher zu informieren, kann Kontakt aufnehmen per email : pro-bus-heepen@arcor.de
Heepen