Tag 12
Holger
24.05.2013, 12:35 Uhr
Kommentar zum Beitrag von HansG
1) Eine Hochflurbahn mit 70-80m langen Bahnsteigen ist absolut zukunftssicher. 100m Bahnsteige sind lediglich dann erforderlich, wenn man Fahrzeuge mit Dimensionen eines Vamos baut, die Türen zu weit vorne/ hinten haben.

Lösungen, die nur ein begrenztes öffnen der Türen erlauben sind das Provisorium - aber als Ergebnis falsch konstruierter FAHRZEUGE, nicht zu kurzer ("nicht zukunftssicherer") Bahnsteige. Es gibt mittlerweile in Bielefeld eine Anzahl zu langer Bahnsteige (angefangen Beckhausstraße, wurde zu lang geplant - bis zu vor kurzem erfolgten Verlängerungen an der Linie 2). Bielefeld ist keine Millionenstadt, deshalb sind bestimmte Dimensionen einzuhalten.

2) "In Brackwede musste ich schon mehrfach bei einer Störung in der Bahn sitzen bleiben, weil die Stufen wegen parkender Autos nicht ausgefahren werden konnten." Das ist kein Problem von Hoch- oder Niederflur, sondern von Sicherheitseinrichtungen der Fahrzeuge bzw. der Organisation von Störfällen durch mehr oder weniger gut geschultes Fahrpersonal. Auch das Verlassen von Niederflurfahrzeugen auf befahrenen Straßen oder unebenem Gelände ist gefährlich.

Ich habe einen Fall kurz vor der Uni-Haltestelle erlebt, wo der Fahrer rund eine Stunde das Aussteigen verboten hat - wegen Schlaglöchern im Gelände der Baustelle - Fahrgäste hätten sich das Genick brechen können ... Hier war es im Grunde egal, ob Hoch- oder Niederflur eingesetz war. Die Löcher hätten auch bei Niederflur zu einem Sturz der Fahrgäste führen können.
Hoch-/Niederflurtechnik
HansG
24.05.2013, 10:59 Uhr
Kommentar zum Beitrag von Holger
Und genau das sehe ich anders: Wieso sollten wir, wenn wir schon neu bauen eine schlechte Lösung wählen?

Wieso sollten wir von vornherein sagen: "Diese Strecke ist nur bedingt befahrbar." ?Wenn dann bauen wir bitteschön (soweit es jetzt planbar ist) zukunftssicher! Es wäre äusserst doof, wenn wir jetzt eine Lösung wählen ("nur die mittleren Türen sind zu öffnen") und dann in 1-2 Jahren einen anderen bedarf haben und groß umbauen müssen.
Deswegen bin ich auch für ein NF-System. Natürlich ist es ärgerlich das die NF-Bahnen nicht die alten Haltestellen anfahren können, doch denke ich, dass ansonsten nicht zukunftssicher gebaut werden kann.
Hoch-/Niederflurtechnik
Holger
24.05.2013, 10:18 Uhr
 
Bahnsteige in Milse-Ost/ Hillegossen / auf den anderen Linien

Für die Haltestellen aller Verlängerungen sollte nicht die Höchstlänge des Doppel-Vamos als Grundlage genommen werden. Falls diese Züge hier tatsächlich eines Tages eingesetzt werden, reicht für den Fahrgastwechsel in den Wohngebieten ein Betrieb mit 8 Türen völlig aus. Je kürzer die Bahnsteige, desto weniger nötig sind Rampen auf beiden Zugangsseiten. Mit Rampe/ Treppe ergibt sich eine Bahnsteiglänge von ca. 70m bis höchstens 80m, passend auch für M8D-Züge.

Für neu zu entwickelnde Fahrzeuge wäre der Betrieb mit kürzest möglichen Bahnsteigen ein Hauptkriterium. Mittelbahnsteige können auch durch Integration der Rampen und versetzten Zughalt kürzer gebaut werden. Ergebnis sind um 15m kürzere jedoch etwas breitere Bahnsteige mit 2 Rampen.

100m Bahnsteige sind für Bielefeld mit Ausnahme der Campus-Linie überdimensioniert. Auch bei Linie 4 wird es Haltestellen geben, die einen Fahrgastwechsel über 10 Türen nicht erfordern (geplante Haltestellen an der Dürerstraße). Auf weitere Bahnsteigverlängerungen – u.a. an Haltestellen der gesamten Linie 3, auch in der Jöllenbecker Straße - sollte daher verzichtet werden.
Hoch-/Niederflurtechnik