Tag 10
Hein Bloed
22.05.2013, 23:46 Uhr
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Überfahrbare Haltestellenbereiche sind meines Wissens gar nicht zulässig, vielleicht gilt es aber auch nur für den Wartebereich. Auf jeden Fall entstehen dadurch Angsträume, während sich Fahrgäste auf Hochbahnsteigen (HBS) subjektiv sicherer fühlen.
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Auf welcher Folie ist denn ein überfahrbarer Wartebereich abgebildet? M. E. sind alle abgebildeten NF-Haltestellen mindestens einen "Bordstein" hoch.

Ich bin gerade aus Amsterdam zurück. Da ist das auch so:
http://www.tramamsterdam.com/nieuw/20060610mscs/images/tram-nl-amsterdam-cs-20060610-marcsonnen-13.JPG
Hoch-/Niederflurtechnik
Schwarzfahrer
22.05.2013, 17:33 Uhr
 
Hallo...
Die Idee mit der Linie 2 nach Stieghorst/Hillegossen und der Linie 3 über Oldentrup ins südliche Heepen hatte ich auch schon, ich glaube, das kann durchaus funktionieren. Mehr Fahrgäste in der 2, andere Fahrgäste in der 3. Problem gelöst? Die Linie 4 braucht dann nur den nördlichen Teil Heepens erschließen.
Zur Präsentation des Herrn Burmeister:
Typisch für grüne Politik ist es offenbar, Werbung für Niederflurbahnen (NF) zu machen. Rasengleis ist auch mit Hochflurtechnik (HF) machbar und damit die leiseste Art eine oberirdische Strecke zu bauen. Tunnel sind übrigens noch leiser. Die Oberleitungs-„Masten“ in Mulhouse sehen klasse aus und sind ebenso bei HF machbar. Überfahrbare Haltestellenbereiche sind meines Wissens gar nicht zulässig, vielleicht gilt es aber auch nur für den Wartebereich. Auf jeden Fall entstehen dadurch Angsträume, während sich Fahrgäste auf Hochbahnsteigen (HBS) subjektiv sicherer fühlen. Zum Glück wäre die Dauer des Fahrgastwechsels im Falle NF egal… Die Präsentation unterstellt den HF-Bahnen Platzbedarf für Klapptrittstufenkästen, welche nicht mehr notwendig sind, sobald das ganze System mit Hochbahnsteigen ausgerüstet ist. Im übrigen frage ich mich, wie die Präsentation es schafft, aus der Auslastung der Tunnelstrecke darauf zu schließen, dass eine „rein oberirdisch geführte Stadtbahnstrecke nach Heepen zu bevorzugen“ sei… Ich versuche mir gerade vorzustellen, wie sich die Aufenthaltsqualität des Jahnplatzes gestalten würde, wenn dort 36 NF-Bahnen pro Stunde und Richtung verkehren würden…

Zur Länge von HBSen:
In Hannover fahren auf vielen Linien 75m lange 3-Wagen-Züge. Für diese Züge werden HBSe mit einer Nutzlänge von 70m gebaut, also 5m weniger als Zuglänge. Eine Doppeltraktion Vamos ist 70m lang und hat im Prinzip die gleiche Tür-Anordnung wie ein TW2000 oder wie der kommende TW3000 in Hannover, also ohne Türen im vorderen/hinteren Bereich des Wagens/Zuges. Ergo sollte es möglich sein, in Bielefeld mit 65m Nutzlänge auszukommen. Wer sagt eigentlich, dass ein HBS 2 Rampen haben muss und wer sagt, dass diese in Fortsetzung des HBSes errichtet werden müssen? Ich empfehle allen Interessierten einen Besuch in Hannover, wo man sich ansehen kann, wie geschickt die Rampe(n) in den HBS integriert werden können. Ein gutes Beispiel dafür wäre z.B. der neue HBS „Herrenhäuser Markt“.
HBSe zu bauen, die nicht alle Türen abdecken, wird in Hannover zwar täglich praktiziert (5 oder 6 Haltestellen bei 3-Wagen-Zügen auf der Linie 1), wird aber als Provisorium angesehen. Stichwort Fahrgastwechselzeit, Barrierefreiheit…
Informationen zum kommenden TW3000:
Eins vorweg: Ich finde das Teil grandios hässlich, aber mein Geschmack zählt nicht. Der TW3000 hat auf Bahnsteighöhe eine Breite von etwa 2,45m, dazu eine Spurweite von 1435mm, ist also in Bielefeld nicht plug’n’play einsetzbar. Außerdem wäre es dann noch ein weiterer Fahrzeugtyp in Bielefeld. Technisch soll es aber Parallelen zum Vamos geben.
http://www.uestra.de/tw3000.html
Gesamtvorhaben · Hoch-/Niederflurtechnik