Tag 9
Hein Bloed
21.05.2013, 17:52 Uhr
Kommentar zum Beitrag von Kampe98er
[...]
Alles lässt sich irgendwie bewerkstelligen
[...]
Aber das bedeutet nicht, dass man derlei Ungemach überall und jedem zumuten sollte, wenn es auch anders geht.
[...]

Ich wehre mich hier nur gegen diesen pauschalen Anspruch von Autobesitzern auf einen kostenlosen Stellplatz für ihr Fahrzeug. Es gibt sicher Menschen, die auf ein Auto angewiesen sind - aber ich sehe nicht ein, warum die Stadt Autobesitz auf diese weise subventionieren sollte. Insbesondere dann nicht, wenn es bei der Planung von Erweiterungen im ÖPNV dann zu zusätzlichen Problemen führt.
Kampe98er
21.05.2013, 15:33 Uhr
Kommentar zum Beitrag von Hein Bloed
Sehr geehrter Herr Bloed,
aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Ein lebenslanges Recht auf freies Parken hat es noch nie gegeben und aus meiner 10-jährigen Wohnzeit in der City (50 m vom Niederwall entfernt) kenne ich sehr wohl die überflüssigen Kilometer auf Parkplatzsuche rund um die Blocks, die Anwohnerparkscheinschutzgelder an die Stadt und das Herumschleppen von transportierten Sachen, wenn's mal in Wohnungsnähe nicht geklappt hat mit dem Parken. Alles lässt sich irgendwie bewerkstelligen mit mitgeführten Sackkarren oder mehrfachen Sherpa-Märschen. Aber das bedeutet nicht, dass man derlei Ungemach überall und jedem zumuten sollte, wenn es auch anders geht.
 
Tag 8
Gb. Senne II er
20.05.2013, 13:34 Uhr
Kommentar zum Beitrag von Michael
Hallo Michael also über Autos und Umweltbelastungen könnten wir uns hier wohl grenzenlos Streiten aber es gehört hier nicht hin. Ich hatte lediglich auf ihre Frage reagiert warum Autos mehr Resoursen zugebilligt wird, das war schon alles. Und zu Halle wenn die A33 mal endlich fertig wäre hätte sich dieses Problem auch schon lange in Luft aufgelöst. Ja ich bin zwar für den Individualverkehr weil die Schraube sich nicht mehr zurück drehen läst ohne ernsthafte Konsequenzen ich bin aber nicht grundsätzlich gegen den Ausbau des ÖPNVs wie sie mir unterstellen wollen Ein sinnvolles miteinander Autos Busse Stadtbahn Nordwestbahn ist vernünftig und muss auch angepasst werden. Wenn sie meine schreiben mal genauer gelesen haben geht es mir hauptsächlich unter anderen darum das ich es nicht einsehe das hier mit Teuer Geld (auch wenns mal grade noch vom Land abgezwackt werden kann) einseitig eine Stadtbahn durch gezogen wird die Buslinien abgeschafft werden und der Rest der Sennestädter lange Wege zu Fuß zur Bahn Latschen darf. Wobei man mit einer gut durchdachten Busverbindung Flexibel alle Strassen bedienen kann und Kosten dafür sind sicherlich auf dauer oder zumindest die nächsten 10-15Jahre nicht so hoch wie die Stadtbahn uns Kostet. Und wer Weiß vielleicht ist die Brennstoffzellen-Technologie dann mal so weit das sie in den Bussen eingesetzt werden kann so das sich das mit dem Feinstaub Trotz der Russpartikelfilter auch erledigt hat. Das gilt natürlich auch für die Autos. Ich bin auch für eine Saubere Umwelt aber mit verstand und nicht gleich alles abschalten oder abschaffen und neues Bauen nur weil das Geld Ruft ohne die bestehende Systeme und Möglichkeiten Richtig aus zu nutzen. Zum Beispiel Hätte man auf dem ehemaligen Schillinggelände einen Wunderbaren Transferplatz gehabt um alle Drei Systeme gut miteinander zu verbinden auch wenn die Wege nach Sennestadt kurz sind und ein Umsteigezwang besteht würden wenigstens alle sehrgut versorgt sein vielleicht auch das Industriegebiet an der Lämmershagenerstr. Sowie das Umland Sende ,Eckerdsheim u.s.w. auch. Aber das hat sich ja leider erledigt. Doch vielleicht ließe sich dafür ja auch noch ein anderes Gelände in der nähe des Bahnhofs finden.
Wahrscheinlich nicht da ja unser Stadionpark bzw. Würthenbergerallee sehr Fafforisiert wird.

Nun denn in Frieden und Guten Rest von Pfingsten
Der Senne2er
Bus · Sennestadt
Michael
20.05.2013, 10:11 Uhr
Hallo Gb. Senne II,

dass Sie offensichtlich für den Individual-Verkehr sind, dass liest sich aus ihren Beiträgen ja sehr deutlich heraus. Dass Sie die dadurch entstehende Umweltbelastung bagatellisieren, haben Sie vor einigen Tagen auch schon erwähnt, indem Sie z.B. die Feinstaub-Belastung des Saharawinds als schlimmer darstellten. (Vielleicht sollten Sie diese Erkenntnis mal der Stadt Halle/Westf. mitteilen, dann brauchen die die B68 doch gar nicht für den LKW-Verkehr zu sperren.)

Was ich hierzu aber eigentlich sagen wollte: Wenn Sie etwas weiter denken, sollten selbst Sie als Autofahrer für den ÖPNVs sein. Denn wenn die (ich glaube) täglich mehr als 80.000 Einzelfahrten der Bielefelder mit Bus und Bahn nicht stattfinden würden, und alle anstatt dessen Ihr Auto nutzen würden, dann würde in der Stadt sicherlich gar nichts mehr gehen und auch Sie würden mit Ihrem PKW nicht mehr vom Fleck kommen. Ganz zu schweigen davon, dass noch 20 weitere Parkhäuser in der Innenstadt gebaut werden müssten.
 
Tag 7
Moderation
Wanda Wieczorek
19.05.2013, 22:19 Uhr
Hilfe in allen Ehren :-)
Gb. Senne II er
19.05.2013, 21:57 Uhr
Entschuldigung Dem Stadtbahnausbau hilft das sicherlich nicht das ist korrekt. aber jemanden zu helfen wenn er etwas nicht versteht ist doch keine polemig oder?
Moderation
Wanda Wieczorek
19.05.2013, 21:46 Uhr
Lieber Senne II er, etwas Polemik würzt die Diskussion und gehört zu guter Rhetorik dazu, keine Frage. Aber Polemik allein hilft uns in Sachen Stadtbahnausbau nicht weiter. Daher - wenn ich bitten darf, ein wenig konstruktiver und sachlicher zu bleiben? Das heißt - Behauptungen brauchen ein gewisses Maß an Begründung und das Sachthema ist der Bielefelder Stadtbahnausbau, gerne auch die Zukunft der Mobilitätsgesellschaft, aber doch mit etwas Bezug zu den hier diskutierten Fragen.
Gb. Senne II er
19.05.2013, 21:13 Uhr
Kommentar zum Beitrag von Hein Bloed
Hallo die frage ist doch ganz einfach zu beantworten, Weil die Autofahrer ja auch den allergrößten Anteil daran Bezahlen obwohl das Geld Ja Leider nicht in die Infrastruktur Wie Strassen ,Bussen oder Bahnen gesteckt wird sonden eben ins Ausland doder sonst wohin.Ausserdem sind wir das Autoland Deutschland unseren Wohlstand verdanken wir zum grösstem teil dem Auto.Unsere Arbeitsplätze sind eng damit verflochten auch wenn man nicht direkt für die Hersteller Arbeitet.
Hein Bloed
19.05.2013, 16:24 Uhr
Kommentar zum Beitrag von Markus L
Sie hatten dieses Beispiel gewählt - nicht ich. Ich habe den Jibi an der Lohbreite genannt, weil er in Gehweite erreichbar ist und von vielen Bewohnern des Wohngebietes benutzt wird. Ein Sofa kann man sich auch liefern lassen.

Wenn Sie von Lebensqualität sprechen - man könnte es auch Bequemlichkeit nennen - sprechen Sie in diesem Fall in erster Linie von der Lebensqualität der Autobesitzer.

Ich habe nur noch nicht ganz verstanden, warum diesen der hohe Resourcenverbrauch einfach so zugestanden wird.
Markus L
19.05.2013, 14:49 Uhr
Kommentar zum Beitrag von Hein Bloed
Mmh, den Kasten Wasser kann man auch vom Marktkauf Baumheide zum Langen Kampe tragen, wenn man mag. Aber wenn Sie irgendwann mal 75 oder älter sind, möchten Sie das vielleicht auch nicht mehr, dann wird Ihnen auch der volle Hackenporsche unterwegs zu schwer.
Man könnte auch ein neues Sofa per Fahrradanhänger vom Südring über den Berg zum Langen Kampe prügeln, wenn man mag.
Dann gibt es vielleicht noch den Musiker, der einmal die Woche seine Klampfe samt Verstärker oder sein Schlagzeug von der Wohnung zur Bandprobe oder zum Gig befördern möchte, den passionierten Heimwerker, Oldtimerschrauber o.ä. der immer etwas zu transportieren hat, den Modellflugzeug-Piloten oder den Surfer von nebenan.
Jedenfalls ist ein Stellplatz vor der Tür ein nicht zu unterschätzendes Stück Lebensqualität, genauso wie ein auch ein Stadtbahnanschluss vor der Tür und man muss einfach akzeptieren, dass wir Menschen nunmal zum Glück alle verschieden sind und deshalb dem einen dies, dem anderen das anderemehr Lebensqualität bringt.
Heepen
Hein Bloed
19.05.2013, 14:06 Uhr
Kommentar zum Beitrag von Markus L
Markus L. schrieb

[...]
Ein Auto dient im übrigen nicht nur zum Personen- sondern auch zum Gütertransport, was bei "Heile-Welt-Ideen" mit autofreiem Wohnen gerne unterschlagen wird. Und für einen älteren Menschen stellt schon ein einfacher Kasten Wasser, der nicht mehr nur von direkt vor der haustür in die Wohnung, sondern von weit her getragen werden muss, eine erhebliche Beeinträchtigung der Lebensqualität dar.
[...]

Ich bin nicht für die Streckenführung "Auf dem Langen Kampe" obiges Argument trägt jedoch nicht. Der allseits bekannte Kasten Wasser könnte genausogut mit einem passenden Marktroller vom Jibi an der Lohbreite nach Hause befördert werden. Dazu ist kein Auto notwendig.
Ich merke das nur an, um dieses Pro-Parkplatz-Argument zu entkräften. Mit dem Kauf eines PKW erwirbt man kein lebenslanges Recht auf freies Parken.
Heepen
 
Tag 6
 
Tag 5