Tag 10
Michael Gugat
22.05.2013, 19:30 Uhr
Kommentar zum Beitrag von Bernd
Auch hier: ein guter Ansatz, der bei weitem nicht weit genug geht. Jedes Voting kann immer nur ein Meinungsbild sein, welches von denen abgegeben wird, die entweder zufällig an einem bestimmten Tag vor Ort oder konkret hier angemeldet sind. Stichwort Zeit- und Informationselite.

Was wir brauchen, das ist eine verbindliche Abstimmung in einem klar abgegrenzten Gebiet. Das geht nach heutigen datenschutzrechtlichen Massstäben nur Offline. Wahlcomputer gilt es abzulehnen, weil diese manipulierbar sind (ein Voting auf dieser Plattform hier wäre ein Wahlcomputer).

Also hier der Vorschlag: ähnlich wie bei der Volksabstimmung zu Stuttgart 21, wo nach der Schlichtung eine Volksabstimmung (allerdings im ganzen Land) stattfand, wird es hier eine Abstimmung in den betroffenen Ratswahlkreisen über die beiden zur Wahl stehenden Trassenführungen der Linie 5 (Heeper Strasse oder Auf dem Langen Kampe) geben. Jeder Einwohner bekommt, wie bei jeder anderen Wahl, seine Wahlunterlagen per Post geschickt. Das Ergebnis wird verbindlich sein.

Der Rat der Stadt Bielefeld hat die Möglichkeit dieses über ein Ratsbegehren durchzuführen. Damit würde die Politik zeigen, das sie es ernst meint, mit der Beteiligung der Einwohner.
Beteiligung
 
Tag 8
Bernd
20.05.2013, 22:00 Uhr
_Mehr Demokratie_
Danke für Ihre Antwort zum Voting. Sie sagen, es ist noch zu früh für ein zahlenmäßiges Meinungsbild. Warum eigentlich? Und wann wird der Zeitpunkt sein?
Ich habe etwas Unbehagen an der Diskussion, wenn es ein folgenloses Aufschreiben von Argumenten ist. „Schön dasss wir darüber gesprochen haben?“ Auf einem Kaugummi kann man auch lange herumkauen.
Die Bürger sind in der Demokratie schließlich der Souverän, und der darf mehr als nur seine Meinung aufschreiben. Er entscheidet. Welche Form bietet der Stadtbahn- Beteiligungsprozess dafür an?

Ich möchte auch gern die Meinung der Anwohner im Bielefelder Osten zur Linienführung erfahren. Die Teilnahme hier im Diskussionsforum ist ja für viele eine hohe Hürde, man muss sich ausdrücken können, die reden hier alle so gescheit - daher machen nur einige mit.
Die Werkstattwoche im Juni wären dazu eine gute Gelegenheit. Man kann den Anliegern einige Fragen vorlegen und danach auswerten, wie die Bewohner der Heeper Straße und Auf dem Langen Kampe die Varianten beurteilen. Das schafft Transparenz.
Neulich beim Masterplan Innenstadt hat man das in der Veranstaltung praktiziert, mit einem TED- Verfahren, wo man die Ergebnisse sofort sah – war gut!
Beteiligung
HeeperStrAnwohner
20.05.2013, 11:37 Uhr
Wieso? Weil es bisher in Bielefeld immer so war, dass Wünsche der Bürger nicht berücksichtigt wurden. Es ist schwer zu glauben, dass es dieses Mal anders sein soll. Wie man in anderen Beiträgen lesen kann, bin ja nicht nur ich es, der daran zweifelt.
Moderation
Wanda Wieczorek
20.05.2013, 11:27 Uhr
Kommentar zum Beitrag von Bernd
Hallo Bernd, ein Voting ist ein prima Instrument in einem Beteiligungsprozess - allerdings sehe ich das deutlich später. Also nach einer ganzen Runde Präzisierung durch die Argumente, die in den Werkstattwochen und auf den Bürgerforen und natürlich in dieser Diskussion vorgebracht werden. Im Moment geht es tatsächlich eher um Meinungen, Stimmungsbilder etc. Da wäre eine Art von "Abstimmung" noch zu früh.
Die Meinungslage versuche ich mit den Diskussionszusammenfassungen und später dann im Abschlussbericht wieder zu geben, jedoch (noch) nicht quantitativ.
@HeeperStrAnwohner: wieso sollte sich eigentlich irgend jemand die Mühe machen, ein so aufwändiges Beteiligungsverfahren in Ganz zu bringen und dieser Diskussion inhaltlich zu folgen, wenn ohnehin alles entschieden wäre? Ich glaube, Sie unterschätzen Ihr eigene Position als Bürger, Anwohner, Beteiligter, Beitragender. "Die da oben" existieren nun mal nicht unabhängig von Ihnen und den anderen Beitragenden. Bitte bleiben Sie am Ball!
Beteiligung
HeeperStrAnwohner
20.05.2013, 11:13 Uhr
Kommentar zum Beitrag von Bernd
Ein Voting? Wofür? Selbst wenn ganz Bielefeld anders voten würde,
es wird darauf hinauslaufen, dass eine schöne und ruhige Wohnstraße mit Kirschblütenallee zerstört wird, und die Heeper Straße so hässlich und verkommen bleibt wie sie ist.
Bernd
20.05.2013, 10:46 Uhr
 
Ein Meinungsbild bitte!
Ein Wort zur online-Diskussion: Es gibt nun über 300 Beiträge. Viele davon handeln von der Streckenführung der Stadtbahn durch „Auf dem langen Kampe“ oder die Heeper Straße.
Zu diesem Zeitpunkt wäre es gut, die Teilnehmern nach einem Meinungsbild zu fragen. Welche Variante ziehen sie vor?
Diese Entscheidungsfrage bewirkt einerseits, dass man für sich selbst die Alternative auswählt. Andererseits ziehen wir ein Zwischenfazit - wie ist die Tendenz ist bei den Teilnehmern der online-Diskussion? Die kommunalen Gremien wollen ja Ergebnisse der Beteiligungsverfahren in die Entscheidungsfindung einbeziehen, dann sollte neben der Argumentation auch ein zahlenmäßiges Ergebnis geliefert werden.
Es ist natürlich keine Abstimmung, die entscheidet. Es ist ein Meinungsbild, mehr nicht.
An die Moderatorin Wanda Wieczorek: Können Sie ein online- Voting einrichten ?
(Meinungsbild für die Stadtbahn über Auf dem Langen Kampe / über die Heeper Straße / keine Meinung)
Beteiligung