Tag 8
Markus L
20.05.2013, 10:19 Uhr
Ich begrüße es sehr, wenn solche Überlegungen außerhalb des vorgegebenen Variantenkataloges wie meine Idee einer Trassenführung auf städtischem Grund neben der Bleichstraße bei den Verantwortlichen Gehör finden.
Zu widerhole ich nochmal, was ich gesagt hatte, die Tunnelrampe dort muss nicht sein, die Bahn kann natürlich genauso gut auf dem Kesselbrink oberirdisch weitergeführt werden.

Zu Finanzierung möchte ich aber noch etwas anmerken:
Tunnelstrecken werden auf jeden Fall noch durch den Bund gefördert, im GVFG sind U-Bahnen als Förderungszweck ausdrücklich erwähnt, genauso wie Stadtbahnstrecken auf eigenständigem Bahnkörper.
Was explizit NICHT gefördert wird, sind Straßenbahnstrecken, die sich die Verkehrsfläche mit dem MIV teilen, so wie bei der Linie 5 z.B. auf fast dem gesamten Straßenverlauf in Heepen, oder aber auch leider in der Heeper Straße.

Warum wird so etwas nicht gefördert? Dazu empfehle ich einen Ortstermin in der Brackweder Hauptstraße, am besten dann, wenn Schnee liegt.

Geht man von Kosten von
ca. 9-10 Mio € für eine oberirdische Trasse mit eigenem Gleiskörper pro km,
ca. 10-11 Mio € für eine Rillengleistrasse im MIV-Straßenraum und
ca. 80 Mio € für eine Tunnelstrecke aus,

verbleiben nach Abzug der Förderung
ca. 2 - 2,5 Mio. € für die Strecke auf eigenem Gleiskörper
ca. 10-11 Mio € für die Straßenbahn in der MIV-Fläche und
ca. 16-20 Mio € für die U-Bahn-Strecke pro km.

Das ist erstmal viel Geld, aber doch nicht so viel mehr für einen kurzen Tunnelabschnitt (Bypasstunnel Innenstadt), wenn dadurch die Wirtschfatlichkeit der ganzen Strecke, ja hier so gar des gesamten Stdtbahnnetzes (Nadelöhr!) wirksam verbessert werden kann.
Finanzen
 
Tag 7
Hein Bloed
19.05.2013, 22:57 Uhr
-Parkplatzproblematik-

Ich habe das ganze Thema nur aufgebracht, weil es z. B. auch für die Trassenführung auf der Heeper Straße wichtig ist. Dort wird z. B. zwischen Huberstraße und Eisenbahnbrücke eine Fahrspur komplett von parkenden Autos belegt. Ich bin mir nicht sicher - aber m. E. ist auch in der Mitte der Straße das Parken möglich. Der Platz für die Stadtbahntrasse wäre also heute schon da - nur wären hinterher keine Parkplätze mehr da.

Von der Eisenbahnbrücke bis zur Lohbreite ist sogar auf beiden Straßenseiten das Parken erlaubt - und Mittelinseln gibt es auch.
Heepen
Markus L
19.05.2013, 19:12 Uhr
Kommentar zum Beitrag von Adrian
Ein Freund von mir sitzt seit seiner Jugend im Rollstuhl.
Der ÖPNV in seiner Gegend, weit im BMW- und Audiland, ist halt doch noch nicht ganz so barrierefrei, wie er sein sollte. Mit seinem umgebauten Auto kommt er jedoch überall hin und kann so am öffentlichen Leben teilhaben. Dazu gehört natürlich der Stellplatz vor der Tür, oder sogar wie bei ihm noch besser: Die Garage, von der er ebenerdig in seine Wohnung rollen kann.
Hartwig Meier; moBiel
19.05.2013, 19:01 Uhr
Kommentar zum Beitrag von Adrian
Gibt es Kombinationen? Ja, früher oder während des Bürergforums sind aufgeworfen worden: Eine Richtungstrennung beginnend im Bereich zwischen Ostbahnhof oder Lohbreite mit einem Gleis in der Heeper Straße und einem anderem im Langen Kampe bis zur Radrennbahn.
In diesem Forum sind abgeleitet bereits aufgeworfen worden im vorderen Bereich Führungen an/auf der Bleichstraße mit Übergang an H.-Delius-Straße oder Huberstraße zur Heeper Straße. Die dabei relativ deutliche Querung des Ravensberger Parkes könnte man über die H-Delius-Straße entschärfen. Auf die Bedeutung des Ravensberger Parkes möchte ich informativ hinweisen, seine Meinung mus da jeder selber bilden.

Ich sehe aber keine Varianten, die aus irgendwelchen Tunneln herauskommen, da gibt es ja auch Ansätze in diesem Forum. So sehr man das beklagen mag, die Zeit des Tunnelbaues ist vorbei. Selbst kleine Tunnel bis zur Werner-Bock-Straße sind unfinanzierbar. Überschlägig kosten Tunnelstrecken das Zehnfache, Haltestellen das Hundertfache gegenüber der Oberflächenlösung.

Die von uns vorgetragene Finazierung trägt also nur mit Oberflächenstrecken.

Zum Termin: Auf jeden Fall ist diese Frage ein Bestandteil des Junitermins zur Heeper Strecke, der sich schwerpunktmäßig mit dem Abschnitt Kesselbrink bis Radrennbahn beschäftigen soll.
Die Innenstadt Jahnplatz-Adenauerplatz bleibt aber außen vor, da wir erst Grundlagenmaterial haben müssen. Sonst wird es ein "gut, dass wir mal darüber geredet haben".
Heepen
B. Vollmer
19.05.2013, 18:50 Uhr
Kommentar zum Beitrag von Adrian
Hallo Adrian,
zwischen Jahnplatz und Radrennbahn wurden insgesamt 9 Varianten überprüft und verglichen. Sie werden in der Machbarkeitsstudie für Heepen ab Seite 24 beschrieben.
A. D.
19.05.2013, 18:35 Uhr
Das tut mir Leid für ihn, aber sie haben bestimmt mich schon verstanden.

Ansonsten habe ich schon bisserl Angst wenn ich Schwiegervater dann noch Auto fährt.
HeeperStrAnwohner
19.05.2013, 18:29 Uhr
Kommentar zum Beitrag von Adrian
-Nichts für ungut, aber wer einen Stellplatz (ein gepflasterter Platz) für Lebensqualität hält, da führe ich meinen Gedanken lieber nicht zu Ende.-

Naja, da kann man auch anderer Ansicht sein. Für meinen Schwiegervater, der stark gehbehindert, ist ein Autostellplatz (gepflastert) vor der Tür ein sehr großes Stück Lebensqualität..
A. D.
19.05.2013, 18:21 Uhr
 
Nichts für ungut, aber wer einen Stellplatz (ein gepflasterter Platz) für Lebensqualität hält, da führe ich meinen Gedanken lieber nicht zu Ende.

Diejenigen die hier nur rummeckern über die unfähigen Verkehrsplaner, oder die unfähigen Politiker,oder ein anderes mal sind es die Polizisten, mal der eine oder andere. Immer sind es die Anderen die unfähig sind, sie selber sind immer diejenigen die es besser Wissen. Hierbezüglich reicht oft mals der Griff zum Telefon um mal die Planer selber zu hören. Oder einfach mal die Entscheider aus anderen Städten befragen warum sie ihre Stadt- und U-Bahnen ausgebaut haben?

Vom Stadtbahnausbau profitieren alle und nicht einzelne. Daher wüßte ich auch nicht welche Lobbyisten da auf dem Vormarsch sind.

Zum Glück finden sich hier auch konstruktive Beiträge, auch die Beiträge von Betroffenen finde ich richtig und diese müssen auch gehört werden.

So wie in zahlreichen anderen Städten (und da funktioniert es hervorragend) wird es irgendwo auch Kompromisse geben die alle zufriendestellen werden. Mir ist auch irgendwo bewußt dass es auch einzelne gibt die Nachteile für sich sehen.

Frage an die Planer: Gibt es auch Kombinationen der beiden Varianten vom Jahnplatz zur Radrennbahn? Welche wären es denn? Oder ist das Bestandteil der Werkstattwochen?