Tag 6
Markus L
18.05.2013, 22:48 Uhr
Au ha da tut sich ja noch ein ganz neues Problem auf mit der fehlenden HBF-Anbindung für die Südstaatler.
Irgendwie richtet die unausgegorene Linie 5 ja mehr Schaden an, als das sie nützt.

Auch wenn MoBiel von meinem Bahnticket nicht viel hat: Ein schneller und bequemer, weil umsteigefreier Vorlauf im ÖPNV ist für mich persönlich ein entscheidender Faktor, ob ich per Bahn oder doch per Auto nach Hannover, Dortmund, Köln oder Frankfurt fahre.

Nicht nur um die bislang als sehr gut zu bezeichnenden Busverbindungen im Bielefelder Osten, sondern auch in Heepen mache ich mir ebenfalls ernste Sorgen. Da habe ich wenig Hoffnung, dass sich das mit der Stadtbahn verbessern wird. Welche Buslinien sollen denn wie erhalten bleiben, und in welchen Takten werden die fahren?
Heepen
Hartwig Meier; moBiel
18.05.2013, 22:25 Uhr
Kommentar zum Beitrag von H. M. Laage
Wenn wir in Bielefeld als Entscheidungsoption Überlegungen für ein Niederflursystem treffen, gehen wir von modernen und komfortablen Fahrzeugen aus, wie sie mehrfach in Europa nun im Betrieb sind. Die in den neunziger Jahren auf die Gleise gestellten Fahrzeuge haben der möglichst niedrigen Flurhöhe zuliebe manches geopfert, hier sind aber in den letzten Jahren deutliche Fortschrittte gemacht worden, zu der besonders die Straßenbahnrenaissance in Frankreich beigetragen hat. Einen Zusammenhang zwischen Niederflur- oder Hochflursystem und Spurweite sehe ich aber nicht. Beide Systeme sind in beiden Spurweiten vorstellbar.

Die Anbindung des Hauptbahnhofes an Brackwede muss Bestandteil der Abwägungen sein, dass ist richtig. In unserer Überlegungen wollen wir die direkte Anbindung von Brackwede an den Hauptbahnhof in den Hauptverkehrszeiten sicherstellen. Für die Fahrgäste aus Senne/Sennestadt wäre das weiterhin ein Umstieg zum Bahnhof, heute von Linie 135 auf Linie 1, demnächst von Linie 5 auf Linie 1. Die Fahrgäste die in die Innenstadt fahren (also die überwiegende Zahl) hätten eine direkte Fahrtmöglichkeit.
Hoch-/Niederflurtechnik · Sennestadt
H. M. Laage
18.05.2013, 17:46 Uhr
 
Als Anwohner der alten B68 begrüße ich sehr den geplanten Rückbau der Paderborner Straße und die lang erwartete Verlängerung der Linie 1 nach Sennestadt. Eine äußerst sinnvolle Investition für kommende Generationen.

Vollkommen unverständlich erscheint mir die Verknüpfung der erfolgreichen Linie 1 mit einer neu zu bauenden Linie 5 nach Heepen. Mann würde uns Süd-Bielefeldern hiermit die direkte Verbindung z.B. zum Hbf nehmen. Auch die oberirdische Führung einer solchen neuen Linie über den architektonisch eher problematischen Jahnplatz finde ich indiskutabel.

Weiterhin habe ich Bedenken bzgl. der Einführung eines völlig neuen Niederflursystems. In Großstädten wie Köln oder Berlin mit der dort vorhandenen breiten Spurweite mag das einigermaßen komfortabel funktionieren. In unserer kleinen Großstadt Bielefeld mit der schmalen Spur fürchte ich doch erhebliche Komforteinbußen auch gerade bei höheren Geschwindigkeiten. Mit Rücksicht auf Rollstuhlfahrer, Familien mit Kinderwagen aber auch Rollatorenbenutzer sollten wir in Bielefeld doch bei den bewährten Hochbahnsteigen bleiben.

Vorschlag:
1. Verlängerung der Linie 1 in ihrem bisherigen Konzept mit der Schaffung neuer, vielleicht etwas kürzerer Hochbahnsteige, evtl. ließe sich dort wo es möglich ist, durch eine geringe Absenkung der Gleise eine Verkürzung der Rampen und eine Entschärfung der Wuchtigkeit der Hochbahnsteige erzielen. Zum Thema Brackwede Hauptstraße: bei ca 80% Durchgangsverkehr ließe durch eine wechselseitiege Einbahnstraßenlösung eine PKW-Spur einsparen, die neben genügend Platz für Hochbahnsteige auch großzügigere Parklücken und mehr Platz für Radler und Fußgänger erbringen würde, ganz zu schweigen von den allwinterlichen Blocken der Stadtbahn durch falsch parkende PKW.
2. Bau einer neuen Heeper Linie , nach meinem Empfinden besser über die Heeper Straße mit Endpunkt Friedrich-Ebert-Str., dort mit direkter Verknüpfung (Fahrstuhl zur unterirdischen Stadtbahnhaltestelle Jahnplatz), wie gestern auch im Beitrag von ede beschrieben.
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