Tag 5
Hartwig Meier; moBiel
17.05.2013, 21:58 Uhr
In der Diskussion zum Langen Kampe sind ein paar Aspekte aufgetaucht, die ich zum Erhalt der guten Nachbarschaft gerade rücken möchte:

Die Vereinbarungen mit oder gar Zustimmungen der Freien Scholle gehören, so sehr ich sie als Vertreter von mobiel gern auf dem Tisch hätte, ins Reich der Legende: Die Freie Scholle als mitgliederbestimmte Genossenschaft äußert sich insbesondere über die Siedlungsräte. Der Siedlungsrat Auf dem Langen Kampe der Freien Scholle beobachtet aufmerksam die Planung im Bürgerbeteiligungsprozess und hat deutlich seine Interessenvertretung angekündigt.
Nach Vorstellung der Machbarkeitsstudie hat er Eckpunkte formuliert, dazu gehört natürlich auch der Charakter einer grünen Wohnstraße. Das davon nur zwei Punkte übrig geblieben sein sollen, ist mir unbekannt. Es gibt keine Vorabsprachen, allerdings ist zu diesem Thema der Kontakt mit der Scholle schon über drei Jahre lang geknüpft. Dazu gehörte auch eine Informationsfahrt 2010 nach Freiburg zum Thema Stadtbahn/ Siedlungsentwicklung.

Ebenso zur Position der politischen Parteien: Alle Parteien und Einzelmandatsträger haben die Machbarkeitsstudie als Einstieg in die weitere Diskussion (die wir hier eben nun beginnen) begrüßt. In dieser Studie sind zwei gleichberechtigte Varianten nebeneinandergestellt, die nun entweder so oder so oder verändert zu einem endgültigen Entwurf weiterbearbeitet werden.
Meines Wissens gibt es noch keine Stellungnahme einer Partei zu der einen oder anderen Trasse. Folglich ist das „für 124 Bäume kämpfen die nicht“, egal welcher poltischen Farbe gegenüber, unfair: Die politische Diskussion beginnt ja in den Parteien jetzt auch mit den Alternativen und Varianten.

Es ist vielleicht das Unglaubliche, weil neue, dieses Bürgerdialoges, dass die Möglichkeit besteht, an dieser Trassenwahl und weiter Trassenausgestaltung so frühzeitig mitzuarbeiten: Wir stehen mit Ihnen am Anfang einer Planung. Ich möchte deshalb noch mal die gleichberechtigte Variante Heeper Straße ins Blickfeld rücken: Was spricht dafür, was dagegen? Gibt es Mischlösungen/Alternativen? Lassen Sie es uns wissen!
Das die Bäume ein starkes Argument sind, steht außer Frage. Was bedeutet das jetzt positiv für einen Straßenraum mit Stadtbahn im Quartier: Rasengleis mit Baumallee in der Heeper Straße?

Genau wie auf die Mitarbeit des Siedlungsrates der Freien Scholle freuen wir uns auf die Diskussion mit den „ungebundenen“ Bürgern des gesamten Quartiers in den Werkstattwochen. Dort werden wir dann die Möglichkeiten herausarbeiten, die am Ende zu einer guten Verbindung und Erschließung für die Bürger im Bielefelder Osten werden.
Heepen
Markus L
17.05.2013, 21:17 Uhr
Zur Trassenführung in Heepen:

Tja, was soll man davon halten - ehrlich gesagt, im Moment nicht wirklich viel.

Alle Streckenvarianten belegen größtenteils den Straßenraum und haben somit keinen eigenen Bahnkörper, sind damit damit weder Förderungswürdig, noch erfüllen sie damit die Bedingungen an eine moderne Stadtbahn: schnell, effizient, zuverlässig und sicher zu sein.
Hier hat man früher gepennt, und hätte schon in den 70er Jahren mit Entwicklung der Wohngebiete im Bereich Heepen Süd vordenken müssen und, ähnlich wie in Stieghorst, eine Trasse für die Stadtbahn freihalten sollen.

Variante I dürfte wohl die größten Probleme mit sch bringen:
Die Einfahrt vom Tieplatz in die Hillegosser Straße ist kaum realisierbar, für eine zentrale Haltestelle, möglicherweise mit Bus-Umsteigefunktion ist in der Hillegosser Str. schlichtweg kein Platz, Einbiegen in den Alten Postweg nur mit Gebäudeabbruch (Stell Dir bitte vor, es wäre Dein Haus, für das Du Dich Dein Leben lang krumm gemacht hast, in dem Du Dich geborgen und zuhause fühlst, das man Dir nimmt)
Im Feierabendverkehr staut sich schon jetzt der Verkehr auf der Hillegosser Str. von der Ampel am Hassebrock bis zum Tieplatz zurück, wie soll da dann noch eine Stadtbahn in beiden Richtungen durch. So schön der Gedanke einer Haltestelle in Ortsmitte auch klingen mag, die Variante scheidet aus.
Bleiben nur noch H und J.
Ein zentraler Umsteige-Halt im Hassebrock sieht mir besser realisierbar aus.
Mit der Situation im Bereich Rüggesiek/ Amtmann-Bullrich Straße, also ob H oder J hab ich mich bislang noch nicht genau genug befasst.
Potsdamer Straße:
Um die stark belastete Verkehrsachse nicht noch mit einer Straßenbahn weiter zu belasten, favorisiere ich eine Linienführung entlang der Straße am Schnatbach, westlich des Grünzuges zur ehemaligen Buswendeanlage Heeperholz mit einer Weiterführung an der gegenüberliegenden Straßenseite des Heeperholz nach Südwesten zu einer Endhaltestelle östlich der Potsdamer Straße, über die der Bereich Am Vollbruch / Hardemarsch erschlossen wird.
Heepen
Moderation
Wanda Wieczorek
17.05.2013, 20:06 Uhr
Kommentar zum Beitrag von Gabi
Liebe Gabi, Lieber Kampe98er, Eure Sorge um die Kirschbaumallee - sie ist wirklich wunderschön - wird hier sehr wahr und ernst genommen. Ich denke, Ihr habt sehr deutlich gemacht, dass Ihr stark gegen eine Trassenführung über den Langen Kampe seid. Und ich finde es auch super, dass Ihr mit Eurer Nachbarschaft darüber ins Gespräch kommen wollt. In dieser Bürgerbeteiligung ist die Entscheidung über die Trassenführung nach Heepen tatsächlich noch offen, sie ist sogar ganz ausdrücklich Thema der Diskussion und nichts ist schon in der stillen Kammer vorab entschieden. In diesem Sinne denke ich, dass wir uns ruhig auch noch anderen Details der Trassenführung zuwenden können. Was haltet Ihr denn von den drei Varianten innerhalb Heepens?
Heepen